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07.12.2009

Ehrendoktorwürde für Universitätspräsidenten Prof. Volker Nienhaus sowie Prof. Wolfgang Oertel

Rektor der Moskauer Medizinischen Akademie Setchenov spricht Ehrung aus

Ehrendoktorwürde für Prof. Nienhaus und Oertel
Prof. Dr. Sergej Gratschow, Rektor der Moskauer Medizinischen Akademie Setchonov (Mitte), verleiht die Ehrendoktorwürde an Universitätspräsidenten Prof. Dr. Volker Nienhaus (l.) sowie an Prof. Dr. Wolfgang Oertel, Direktor der Klinik für Neurologie. Foto: Hellmuth Graßmann
"Der Wissenschaftsrat der Moskauer Medizinischen Akademie Setchenov bewertet den Beitrag der Philipps-Universität Marburg bei der Ausbildung einer neuen russischen Generation von Wissenschaftlern und Ärzten besonders hoch und verleiht daher ihrem Präsidenten, Professor Volker Nienhaus, sowie dem Direktor der Marburger Klinik für Neurologie, Professor Wolfgang Oertel, die Ehrendoktorwürde"; so lautet die Begründung der Auszeichnung, die im Rahmen einer Feier in der Zentralverwaltung der Philipps-Universität am 07. Dezember 2009 durch den Rektor der Akademie, Professor Sergej Gratschow, vorgenommen wurde.

Die Kontakte zwischen den Universitäten von Moskau und Marburg gehen zurück auf ein Partnerschaftsabkommen aus dem Jahre 1982, dessen Inhalte sich zwischenzeitlich zugunsten der Medizin verlagert haben und im Jahre 1990 mit der Akademie Setchenov neu gefasst wurden. In den Folgejahren entwickelte sich die Zusammenarbeit in den unterschiedlichsten medizinischen Bereichen sehr dynamisch. Es gab zum Beispiel gemeinsame wissenschaftliche Forschungsprojekte und damit verbundene Publikationen, den Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden, die inhaltliche Gestaltung von Vorlesungen sowie den Erfahrungsaustausch in den unterschiedlichsten Aspekten hochschulspezifischer Arbeitsgebiete.

Schwerpunkte der wissenschaftlichen Kooperation lagen in den Bereichen Hämatologie, Onkologie und Immunologie sowie in der Neurologie auf dem Gebiet der Somnologie, der Kopfschmerz- und Parkinsonerkrankung. Ferner führte Professor Oertel Lehrveranstaltungen an der Akademie in Moskau durch und organisierte den Austausch von Studierenden zwischen Marburg und der russischen Hauptstadt. Im Laufe der Kooperation absolvierten insgesamt 67 Studenten und Aspiranten der Setchenov Akademie an der Marburger Universität Teile ihrer Ausbildung, haben alle von ihnen mit Erfolg ihre Dissertation und Diplomarbeiten abgeschlossen und arbeiten jetzt erfolgreich an russischen Hochschulen, Forschungszentren und Kliniken sowie an der Philipps-Universität Marburg oder anderen deutschen Hochschulen. Der im Jahre 2003 an der Marburger Universität gefasste Beschluss, beiderseitige Diplome und Abschlussexamnina anzuerkennen und somit Möglichkeiten für die russischen Partner zu schaffen, die Fortsetzung ihrer Ausbildung in Marburg vorzunehmen, zeigte Wirkung. "Beabsichtigt und sehr wünschenswert ist eine Einbeziehung des Fachbereichs Pharmazie in unsere Kooperationsvereinbarung", so Rektor Gratschow, "damit wir auf diese Weise auch die Anzahl der deutschen Studierenden an der Medizinischen Akademie in Moskau erhöhen können".

In seinen Dankesworten brachte Präsident Nienhaus seine große Freude über die Ehrung zum Ausdruck und verwies darauf, dass er die Auszeichnung stellvertretend für die Marburger Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer ansähe, die zu dieser ausgesprochen positiven Entwicklung der russisch-deutschen Hochschulpartnerschaft beigetragen haben. Er deutete an, dass im Jahr 2011 ein bedeutendes Jubiläum in Verbindung mit Michail Lomonossow, dem Namensgeber der ersten russischen Universität stehe, das "wir auch in Marburg gebührend würdigen werden".

Auch Professor Wolfgang Oertel sah seine Auszeichnung durch den Wissenschaftsrat der Moskauer Medizinischen Akademie Setchenov als große Ehre an und stellte die beiderseitigen Erfolge auf medizinischem Gebiet in den Vordergrund seiner Ausführungen. Der Marburger Neurologe hält, was die Beziehungen zwischen beiden Kooperationspartnern betrifft, noch intensivere Kontakte durchaus für möglich, an denen er gern mitarbeiten möchte. In diesem Zusammenhang denken Nienhaus und Örtel beide an die Immunologie mit dem neugeschaffenen BSL4 Sicherheitslabor oder das neue LOEWE-Zentrum Synthetische Mikrobiologie.

Zuletzt aktualisiert: 07.12.2009 · Hellmuth Graßmann

 
 
 
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