Informationen zur gesegneten Figur
Bei der 30 cm hohen vergoldeten Statue handelt sich um eine Gottheit, Shadakshari-Avalokiteshvara, die allumfassendes Mitgefühl verkörpert. Der Dalai Lama ist die Inkarnation dieser Form des Avalokitshvara oder auf tibetisch: Chenrezig. Die Statue wurde von der Ausstellungsleiterin, PD Dr. Adelheid-Herrmann Pfandt, bei Exil-Tibetern in Indien erworben. Sie hat die Statue dort auch rituell füllen lassen, sie ist also "aktiviert" worden. In der Marburger Ausstellung steht sie seit 2007 auf dem Altar des nachgebauten tibetischen Tempelraums in den Räumen der Religionskundlichen Sammlung.
Während der Segnung wurde die Statue - wie bei derartigen Zeremonien üblich - mit einem Glücksschleier umwickelt, nur der Kopf schaute heraus. Nach der Segnung werden die Statue und auch der Altarraum in der ständigen Ausstellung in der Religionskundlichen Sammlung zu sehen sein. Der Tempelraum ist zwar museal, soll aber auch den tibetischen Buddhismus und die tibetische Kultur konkret veranschaulichen und erfahrbar machen. Die rituelle Praxis, also nicht nur die Lehrtexte, sind wichtiger Bestandteil des religiösen Lebens.
Religionskundliche Sammlung der Universität Marburg
In ihrer Art ist die Religionskundliche Sammlung der Philipps-Universität Marburg eines von lediglich drei Religionsmuseen weltweit: 1927 gründete der Marburger Theologe und Religionsphilosoph Rudolf Otto (1869-1937) die Religionskundliche Lehrsammlung der Philipps-Universität. Schwerpunkt der inzwischen rund 7.000 Exponate sind die süd- und ostasiatischen Religionen wie Buddhismus und Hinduismus.
Die Religionskundliche Sammlung ist als eine zentrale Einrichtung der Universität mit der Professur Religionswissenschaft im Fachbereich Gesell-schaftswissenschaften und Philosophie personell wie administrativ verknüpft. Die Museumsräume sind im selben Gebäude wie der Forschungs- und Lehrbetrieb, sodass akademische Lehrstätte und öffentliches Museum kombiniert sind.
Weitere Informationen unter http://www.uni-marburg.de/relsamm

