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30.09.2010

„Chemikum hat Strahlkraft für die Stadt Marburg“

„Aus dem Chemikum ist mittlerweile eine Einrichtung geworden, die für die Stadt Marburg Strahlkraft hat“, lobte Oberbürgermeister Egon Vaupel den „extremem Mehrwert“, als er Professorin Dr. Stefanie Dehnen einen Scheck über 15.000 Euro für die von ihr geleitete Einrichtung überreichte. Durch die Spende und die Zuwendungen des Fördervereins ist es dem Fachbereich Chemie möglich, die laufenden Kosten des Chemikums zu decken, das zweimal im Jahr jeweils zwei Wochen lang stattfindet.

Scheckübergabe im Chemikum
Wolfgang Liprecht, Leiter des Referates für Stadt-, Regional- und Wirtschaftsentwicklung der Stadt Marburg, Prof. Dr. Gernot Frenking, Dekan des Fachbereichs Chemie, Oberbürgermeister Egon Vaupel, Prof. Dr. Stefanie Dehnen, Leiterin des Chemikums, Prof. Dr. Kurt Dehnicke, Initiator des Chemikums, bei der Scheckübergabe (v.l.n.r.; Foto: Michael Marsch / Philipps-Universität Marburg).

Insbesondere Personalkosten für die zusätzlich benötigten Assistenten zur qualifizierten Betreuung der Teilnehmenden und Ausgaben für Chemikalien und deren fachgerechte Entsorgung fallen ins Gewicht. Der Scheck der Stadt „reicht ziemlich genau für eineinhalbmal Chemikum, also drei der vier Wochen im Jahr“, rechnete Teammitglied Professor Dr. Bernhard Neumüller.

„In finanziell angespannten Zeiten“, betonte Chemie-Dekan Professor Dr. Gernot Frenking, „ist eine solch tatkräftige Hilfe durch die Stadt nicht selbstverständlich“. Dehnen schloss in ihren Dank die langjährige ideelle, organisatorische und finanzielle Förderung durch die Stadt sowie das intensive ehrenamtliche Engagement aller Mitwirkenden am Chemikum ein. Herzlich begrüßte sie auch den „Geburtshelfer“ des Mitmachlabors, Professor Dr. Kurt Dehnicke. Vaupel freute sich, dass Dehnickes Initiative mittlerweile Unterstützung im Ministerium gefunden habe und daher in Kürze als feste Einrichtung mit eigenen Räumlichkeiten im Stadtzentrum zu finden sei. Die Vernetzung des Mitmachlabors mit den Schulen und der Blindenstudienanstalt sei vorbildlich und passe außerordentlich zu Marburg, das von der Kooperation mit der Universität geprägt sei.

Anschließend luden Professor Dr. Andreas Greiner und Uwe Justus zur Experimentalvorlesung „Polymere – unersetzliche Begleiter im Alltagsleben“, die einen lebhaften Eindruck vermittelte, wie viel Spaß das Publikum an der Materie hat. „Chemie ist wie bei Harry Potter – man macht irgendetwas und es wird etwas daraus“ scherzte Greiner, während er unterhaltsam und zugleich fundiert anhand von Experimenten erklärte, warum Chipstüten knistern, Polysterol-Trinkbecher bei Hitze schmelzen und die Geschichte der Gummiente vor 250 Millionen Jahren begann. Danach hatte die Zuhörerschaft ausgiebig Gelegenheit, im Labor selbst zum Beispiel den Unterschied zwischen linearen und vernetzten Polymeren zu erforschen.

Das CHEMIKUM MARBURG gibt allen interessierten Bürgern und Bürgerinnen unabhängig von Alter und Vorbildung Gelegenheit zum eigenen Experimentieren. Auf diese Weise soll eine Brücke entstehen zwischen dem selbstverständlichen Umgang der Menschen mit den Produkten der Chemie und der weit verbreiteten Angst vor allem, was mit Chemie zu tun hat. Im Vordergrund stehen Freude am chemischen Experimentieren für Jung und Alt. Dies soll dazu beitragen, Begeisterung und schöpferische Talente junger Menschen zu wecken. Wie bisher werden auch Versuche für blinde und sehbehinderte Besucher angeboten.

 

Weitere Informationen: http://www.chemikum-marburg.de

 

Kontakt

Prof. Dr. Stefanie Dehnen
Chemikum Marburg
Philipps-Universität Marburg
35032 Marburg

Tel.: 06421-28 25252

Zuletzt aktualisiert: 30.09.2010 · Dr. Susanne Igler · Status: abgelaufen

 
 
 
Philipps-Universität Marburg

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Tel. 06421/28-26007, Fax 06421/28-28903, E-Mail: pressestelle@verwaltung.uni-marburg.de

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