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18.05.2017

Digitale Daten als Ressource der Zukunft: HeFDI sichert Forschungsdaten

Land Hessen fördert Verbund zum Aufbau von Forschungsdateninfrastrukturen unter Federführung der Philipps-Universität Marburg

Digitale Daten als Ressource der Zukunft: HeFDI sichert Forschungsdaten
Prof. Dr. Klaus Tochtermann, Mitglied der High Level Expert Group on the European Open Science Cloud der Europäischen Kommission, hielt den Hauptvortrag bei der Eröffnung des Projektes HeFDI in Marburg.
Foto: Philipps-Universität Marburg | Michael Siegel

Digitale Forschungsdaten als Ressource sichern, aufbewahren und anderen zur Verfügung stellen: Das ist die Aufgabe des Projekts „Hessische Forschungsdateninfrastrukturen“ (HeFDI), in dem zehn hessische Hochschulen und die HeBIS-Verbundzentrale unter Federführung der Philipps-Universität Marburg zusammenarbeiten. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert dieses Projekt mit 3,25 Millionen Euro von 2016 bis 2020. Am 16. Mai 2017 wurde das Projekt feierlich in der Aula der Alten Universität in Marburg eröffnet. Mit dem Hauptvortrag zu „Digitale Daten als Ressource der Zukunft: Die „Hessischen Forschungsdateninfrastrukturen im Kontext der European Open Science Cloud“ skizzierte Prof. Dr. Klaus Tochtermann, Mitglied der High Level Expert Group on the European Open Science Cloud der Europäischen Kommission, wie einzelne Bausteine zu einer Gesamtarchitektur von Forschungsdateninfrastrukturen verbunden werden können. Beim Podium „Hochschulen und schnelllebige Digitalisierung. Mit Kooperation den Wandel gestalten?“ erörterten die Diskutantinnen und Diskutanten sowie die rund 150 Gäste, wie die Hochschulen aufgestellt sein müssen, um dem digitalen Wandel gerecht zu werden.

Datensicherung und -aufbewahrung sind für die Wissenschaft zwar nichts Neues. Digitale Techniken und Kompetenzen bieten derzeit aber gänzlich neue Möglichkeiten, die mit wesentlichen Impulsen für die Forschung verbunden sind. Dafür entwickeln die zehn Partnerhochschulen Angebote wie etwa ein institutionelles Repositorium, aber auch Beratung und Schulungen, um die Forschenden bei ihrem Datenmanagement zu unterstützen. Ein aktives Forschungsdatenmanagement bietet den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einige Mehrwerte: Erstens können sie ihre Daten publizieren und erhöhen über diese zusätzlichen Publikationen ihre Sichtbarkeit. Zweitens bieten Forschungsförderer wie etwa die DFG die Möglichkeit, zusätzliche Drittmittel für das Management der Daten einzuwerben. Drittens: Wenn Forscherinnen und Forscher ihre Daten in einem Repositorium ablegen, ist im Sinne der Vorgaben zur guten wissenschaftlichen Praxis gesichert, dass diese auch in zehn Jahren noch zur Verfügung stehen und wiedergefunden werden können. Denn in einem Repositorium werden Daten nicht einfach nur gespeichert, sondern zugleich mit Metadaten versehen, die eine eindeutige Zuordnung ermöglichen. Ein vierter großer Mehrwert besteht darin, die Daten auch anderer Forschenden nachnutzen und so neue Erkenntnisse auf breiterer Datenbasis erzielen zu können.

„Technisch haben wir bereits viele Möglichkeiten, bestehende Infrastrukturen zu verbinden, um digitale Forschungsdaten global miteinander zu vernetzen“, erklärte der Keynote-Sprecher Prof. Dr. Klaus Tochtermann. „Wir benötigen einerseits Angebote, die dies zusammenführen, und andererseits einen kulturellen Wandel im Umgang mit den Daten, um digitale Forschungsdaten nachhaltig zu sichern und für Gesellschaft und Wissenschaft zu erhalten“, forderte Tochtermann.

„Um ein umfassendes Netz aufzubauen und den Kulturwandel zu bestärken, braucht es tragfähige Institutionen“, erläuterte der Vizepräsident für Informations- und Qualitätsmanagement der Philipps-Universität Marburg und Gesamtprojektleiter Prof. Dr. Joachim Schachtner. „Die Hochschulen stellen solche dauerhaften und stabilen Institutionen dar, die als entscheidende Knotenpunkte das Netz tragen können. Wir freuen uns, dass das Projekt HeFDI kooperativ dort die Grundlagen aufbaut, wo die Daten zunächst initial entstehen und verarbeitet werden“, so Schachtner weiter.

Das Projekt „Hessische Forschungsdateninfrastrukturen hat eine Laufzeit von Oktober 2016 bis Ende 2020. Verbundpartner des Projekts sind die Hochschulen Philipps-Universität Marburg, Frankfurt University of Applied Sciences, Goethe-Universität Frankfurt, Hochschule Darmstadt, Hochschule Fulda, Hochschule Geisenheim, Justus-Liebig-Universität Gießen, Technische Hochschule Mittelhessen, Technische Universität Darmstadt und die Universität Kassel. Die HeBIS-Verbundzentrale ist ebenfalls beteiligt. An jeder Hochschule wird durch das Projekt eine Forschungsdatenreferentin oder ein Forschungsdatenreferent eingestellt, um lokale Angebote und Services zum Forschungsdatenmanagement aufzubauen und diese zugleich hessenweit zu vernetzen. Die Gesamtprojektleitung liegt bei Prof. Dr. Joachim Schachtner, Vizepräsident für Informations- und Qualitätsmanagement der Philipps-Universität Marburg. An den Partnerhochschulen setzen Bibliotheken und Hochschulrechenzentren das Projekt gemeinsam um. Auch die Forschungsabteilungen sind eingebunden.

Weitere Informationen:

Hessische Forschungsdateninfrastrukturen – HeFDI, www.uni-marburg.de/hefdi

Kontakt

Dr. Ortrun Brand (Projektkoordinatorin)
Stabsstelle Forschungsdatenmanagement
Biegenstr. 36
35032 Marburg

E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 18.05.2017 · backesm

 
 
 
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