Silberne Philipps-Plakette verliehen
Reinhard Balzer für herausragende Verdienste um das Mineralogische Museum geehrt
Foto: Graßmann
Reinhard Balzer, Vorsitzender des "Freundeskreises des Marburger Mineralogischen Museums", hat diese Lehr- und Forschungssammlung seit fast einem Jahrzehnt in außerordentlicher Weise gefördert. Durch seine Initiative und seine Vermittlung sind dem Museum zahlreiche eindrucksvolle Exponate zugefallen, die seine Attraktivität für Besucher deutlich gesteigert haben – an ihrer Spitze die 26 Millionen Jahre alte Sandrose, die seit einigen Jahren den Eingang des Museums am Firmaneiplatz neben der Elisabethkirche ziert.
Balzer – Mitglied des Vorstandes der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft in Idar-Oberstein, dem deutschen Edelsteinzentrum – hat dem Mineralogischen Museum u. a. fast 30 Einzelstücke von hohem Wert gespendet. Mehrere Sonderausstellungen der letzten Jahre hätten ohne seine Initiative und seine persönlichen vertrauensvollen Kontakte zu wichtigen Sammlern nicht in Marburg gezeigt werden können. Auch die Entscheidung des Siegener Apothekers Gerhard Schweisfurth, bedeutende Teile seiner weit über Deutschland hinaus bekannten Sammlung Siegerländer Mineralien dem Marburger Museum als Dauerleihgabe zu übereignen, ist dem persönlichen Vertrauensverhältnis zwischen Balzer und dem Stifter zu verdanken. Die wertvollen Stücke sind seit einigen Monaten in einer neuen Abteilung des Museums zu bewundern.
Dank des Engagements Balzers konnte die Mitgliederzahl des Fördervereins kontinuierlich gesteigert werden, wodurch zunehmend interessierte Personen durch zahlreiche Veranstaltungen an das Mineralogische Museum gebunden wurden. Vor allem auch für Studierende interessant waren und sind stets die Exkursionen, die Balzer selbst in der Region durchführt.
Das Museum im ehemaligen Fruchtspeicher des Deutschordensgutes, 1790 im Zuge der Aufklärung als Hessisches Naturalienkabinett gegründet, wird nicht zuletzt von Touristen gern besucht. Zu sehen sind hier fast 3000 Ausstellungsstücke. Insgesamt verfügt das Museum über rund 60 000 Minerale sowie 50 000 Gesteine und Erze aus Lagerstätten in aller Welt.
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