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Betriebliche Gesundheitsförderung aus der Sicht  des administrativ-technischen Personals

In der Regel können die Beschäftigten im administrativ-technischen Bereich ihre Arbeitsumwelt nur wenig positiv beeinflussen. Im Gegenteil: Die Einflussnahme auf die Arbeitsorganisation ist um so geringer, je niedriger die Stellung der Beschäftigten in der Fachbereichs- bzw. Universitätshierarchie ist. Ebenso führt die angestrebte Senkung der Personalkosten durch Nichtbesetzung von freiwerdenden Stellen zu einer Arbeitsmehrbelastung, welche sich negativ auf die Arbeitszufriedenheit und –motivation auswirkt. Die Auswirkung zeigt sich an der Erhöhung der Fehlzeiten.

Dagegen führt  eine aktive Einbindung der Beschäftigten bei der Arbeitsorganisation und eine stärkere Ausrichtung der Verhaltensprävention (als unterstützende Maßnahme zur Arbeitsbewältigung) zu einer positiven Bewertung der Arbeitsplatzsituation. So lassen sich Stress und psychische Belastungen abbauen; was letztendlich zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes führt. In diesem Fall kann von einer  gesundheitsfördernde Arbeitsplatzsituation gesprochen werden.

Betriebliche Gesundheitsförderung aus der Sicht  der wissenschaftlichen MitarbeiterInnen

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen müssen sich in der Lehre, in der Forschung und in der Administration bewähren; ohne dabei ihre Karriereplanung nach der universitären Ausbildung aus dem Auge zu verlieren. Zeitlich befristete Arbeitsverträge führen hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Qualifikation zu einem zusätzlichen Zeitdruck.

Ohne gesundes Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen lassen sich diese Belastungen nicht bewältigen. Dies führt allerdings auch dazu, dass die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen ihre Probleme selbst zu lösen versuchen und Unterstützung von außen nicht in Anspruch nehmen.

Gesundheitsförderung für wissenschaftliche MitarbeiterInnnen sollte bei der Vermittlung von Persönlichkeitskompetenz (z.B. Fähigkeit zum Führen und Durchsetzen, Teamfähigkeit) und Sozialkompetenz (z.B. Konflikt-, Kooperationsfähigkeit) ansetzen.

Betriebliche Gesundheitsförderung aus der Sicht  der Studierenden

Im Gegensatz zur Schulzeit müssen die Studierenden ab sofort den neuen Herausforderungen des Lebens mutig alleine begegnen. Auftretende Schwierigkeiten (z.B. finanzielle Probleme, Prüfungsangst) werden für einige Studierende als enorme Belastung empfunden, die einen geregelten Tages- und Studienablauf beeinträchtigen und im Extremfall gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.

Die Gesundheitsförderung muss ein Forum bieten, wo die Studierenden Rat und Unterstützung in allen Lebenslagen erhalten können. Wichtig dabei wird sein, dass die Studierenden ermutigt werden, eigene Aktivitäten zur Überwindung ihrer Schwierigkeit zu entwickeln und dabei ihr eigenes Verhalten kritisch hinterfragen.

Betriebliche Gesundheitsförderung aus der Sicht der Dienststelle

Durch die Schaffung gesundheitsfördernder Arbeitsplatzsituationen profitiert die Dienststelle durch[1]:

  • erhöhte Arbeitszufriedenheit und Arbeitsproduktivität
  • langfristige Senkung des Krankenstandes
  • Rückgang von Fluktuationen
  • gesteigerte Produkt- und Dienstleistungsqualität
  • verbesserte betriebliche Kommunikation und Kooperation

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Zuletzt aktualisiert: 08.02.2006 · Carmen Schwee

 
 
 
Arbeitskreise

Arbeitskreis Gesundheit, Biegenstraße 10, D-35032 Marburg
Tel. 06421/28-24109, Fax 06421/28-24173, E-Mail: akgesund@staff.uni-marburg.de

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