Arminius und die Deutschen – ein nationaler Mythos
Ausstellung in der Zentralbibliothek der Universität Marburg
vom 30. April bis 21. Juni 2009
Unter Führung des Cheruskerfürsten Arminius fügten germanische Verbände dem römischen Feldherrn Varus 9 n. Chr. eine vernichtende Niederlage zu. Dieses Ereignis wurde später als „Urknall der deutschen Geschichte“ sowie „Geburt der deutschen Nation“ bezeichnet. In einem langen Rezeptionsprozess in Geschichte, Literatur und Kunst wird Arminius zu einer „nationalen Leitfigur“.
Aus Anlass des 2000. Jahrestages der Schlacht im Teutoburger Wald erarbeiteten Studierende der Fachbereiche 06 (Geschichte und Kulturwissenschaften) und 09 (Germanistik und Kunstwissenschaften) eine Ausstellung zu diesem Komplex, die wichtige Stationen dieser Vereinnahmung dokumentiert. Zu einzelnen Schwerpunkten – antike Ausgangslage, Frühhumanismus, literarische Rezeption im 17. und 18. Jahrhundert, Historiengemälde, wilhelminische Denkmalsbewegung, Germanenideologie im 19. und 20. Jahrhundert, der Arminiusstoff in der Gegenwartsliteratur und im rechtsradikalen Umfeld – wurden Exponate zusammengetragen, auf Stellwänden und in Vitrinen präsentiert und mit einführenden Tafeltexten versehen.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am Donnerstag, dem 30. April 2009, um 18.15 Uhr im Vortragsraum der Universitätsbibliothek statt.

