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Grußwort des Dekans




Liebe Studierende,

«Studium Iuris longe praestantissimum est»

These 41 von Goethes 56 Straßburger Thesen vom 6. August 1771

SH_0262_200.JPGGoethe meinte also, dass das Studium der Jurisprudenz das bei weitem Herrlichste sei - und er war doch zweifellos ein kluger Mann. Als Sie sich dafür entschieden haben, sich dem Herrlichsten der Studien in Marburg zu widmen, waren Sie ebenfalls sehr klug. Sie haben eine gute Wahl getroffen, denn Marburg ist eine wunderschöne, lebendige Universitätsstadt mit alter Tradition. Da die Zahl der Studenten im Vergleich zur Einwohnerzahl hoch ist, strahlt Marburg ein jugendliches Flair aus mit vielen Kneipen, Restaurants und Cafes, eingebettet in historischer Umgebung. Zu den Vorteilen einer kleinen Universitätsstadt zählt auch, dass das schmale Studentenbudget nicht allzu sehr strapaziert wird.

LH_0266_200.JPGEntscheidend für die Wahl Marburgs als Studienort sind jedoch die Vorzüge, die Ihnen der Fachbereich Rechtswissenschaften bietet. Die kleinen Teilnehmerzahlen bei den Lehrveranstaltungen ermöglichen ein konzentriertes Arbeiten, da ein Dialog zwischen Studierenden und Lehrenden stattfindet. Sie können jederzeit Kontakt zu den Professoren aufnehmen und sich individuell beraten lassen. Wir bieten Ihnen ein Lehrprogramm, das sich in seiner Vielfalt von anderen Universitäten unterscheidet. Der Fachbereich veranstaltet verschiedene Programme zur Erlangung von Zusatzqualifikationen, die Ihnen bei der späteren Berufswahl von Nutzen sein können. Da die Fakultät zahlreiche Kontakte zu Universitäten im Ausland von Australien über China bis Südamerika pflegt, sind wir Ihnen bei der Vermittlung von Auslandsaufenthalten gerne behilflich.

Mit der Aufnahme des Studiums der Rechtswissenschaften beginnt für Sie ein Lebensabschnitt, der viel Freiheit gepaart mit Eigenverantwortlichkeit mit sich bringt. Obwohl das Freizeitangebot einer Universitätsstadt verlockend sein mag, so erfordert doch das angestrebte Ziel eines erfolgreichen Ersten Examens ein großes Maß an Disziplin.

Eine regelmäßige Teilnahme an den Lehrveranstaltung und eine gezielte Auseinandersetzung mit dem Stoff zuhause sind Voraussetzung, um die für die Zulassung zum Examen geforderten Leistungsnachweise zu erbringen. Ferner haben Sie im Rahmen unseres Schwerpunktprogramms Prüfungen abzulegen, die Sie herausfordern werden. Sie sollten sich im Übrigen nicht nur theoretisch mit der Materie auseinandersetzen, sondern das Gelernte unter Examensbedingungen üben. Dazu sind besonders Repetitorien und Examensklausurenkurse geeignet. So gerüstet brauchen Sie sich von Pessimisten, was die Berufsaussichten angeht, nicht verunsichern zu lassen. Gerade für Juristen mit ordentlichen Examina sind die Chancen günstig, zumal das Berufsfeld für Juristen von großer Vielfalt geprägt ist. Und auch aus Goethe ist ja noch etwas geworden.

Einen Überblick über das umfangreiche Vorlesungs- und Lehrprogramm unseres Fachbereichs bietet Ihnen das Vorlesungsverzeichnis, das neben einer Auflistung der Lehrveranstaltungen allgemeine Informationen und Informationen für Studienanfänger und Studienortwechsler enthält.

Ich wünsche Ihnen, auch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen, ein schönes und erfolgreiches Studium in Marburg. Wir werden alles tun, dass Sie Ihr Studium zu einem erfolgreichen Abschluss bringen.

Gefällt Ihnen das herrliche Studium der Rechtswissenschaften nicht auf Anhieb, trösten Sie sich mit Goethe, der in einem Brief schrieb: «Die Jurisprudenz fangt an, mir sehr zu gefallen. So ists doch mit allem wie mit dem Merseburger Biere, das erstemal schauert man, und hat mans eine Woche getrunken, so kann mans nicht mehr lassen»1 . Vielleicht geben Sie den Rechtswissenschaften aber eine längere Chance als nur eine Woche!

Professor Dr. Dr. h. c. mult. Gilbert Gornig
Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften

1 Brief an Susanne Katharina v. Klettenberg v. 26.08.1770, in: Fischer-Lamberg, Hanna (Hrsg.), Der junge Goethe, Band 2, Berlin 1963, S. 14.


Zuletzt aktualisiert: 03.08.2009 · Forschungsstelle für Rechtsinformatik

 
 
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