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Charakterisierung der Lehre

Finance ist ein quantitatives (manche sagen sogar mathematisches) Fach, das dennoch einen massiven Bezug zur Ökonomie hat (Stichwort Finanzkrise). Beide Aspekte müssen deshalb gleichwertig in der Lehre berücksichtig werden.

Um diese Gleichwertigkeit zu gewährleisten, bilde ich sie mittels dreier (Lern)Ziele ab:

  • Ziele
  1. Modelle der Literatur müssen formal (wenn auch in einem teilweise deutlich vereinfachtem Rahmen) nachvollzogen werden können.
  2. Modelle der Literatur müssen vollständig ökonomisch erklärt werden können, d. h. ohne Verwendung von Formeln rein basierend auf verbal-ökonomischer Intuition.
  3. Modelle der Literatur müssen so aneinander gereiht werden, dass sie einerseits einen guten Überblick über die im Fach behandelten Probleme geben, andererseits die Finance-Modelle problemorientiert kombinieren, sodass sich ein sichtbarer roter Faden ergibt.

 

  • Umsetzung

Die Erreichung dieser Ziele bedingt freilich eine besondere Strukturierung des Vorlesungsstoffs.

  1. Erstens wird nicht einfach ein Lehrbuch nachgebetet oder der Stoff anhand von Cases entwickelt. Beide Wege würden nämlich zumindest das 3. Ziel verletzen, in Teilen auch das 1. Ziel (Finance-Lehrbücher (z. B. Hull “Option, Futures, and Other Derivatives“ sind teilweise zu formal, teilweise zu oberflächlich). Schließlich kann durch die eigenständige Strukturierung des Vorlesungsstoffs ein einheitlicher Satz von Symbolen über alle Veranstaltungen zum Einsatz kommen.
  2. Zweitens bedeutet der Verzicht, die Vorlesung anhand von Cases zu entwickeln, keineswegs, dass auf Fallstudien verzichtet wird. Es finden sich zu jedem theoretischen Modell Rechenbeispiele, die zum größeren Teil auf empirischen Daten beruhen und insofern den Charakter von Fallstudien besitzen. Außerdem erlauben diese Rechenaufgaben eine praktische Anwendung des theoretisch Gelernten auf aktuelle Diskussionen in Praxis/Öffentlichkeit, z. B. Höhe Dispo-Zinssätze oder Hedging. Diese Anwendungsorientierung gilt umso mehr für Seminare, die ausschließlich empirisch und nicht theoretisch ausgerichtet sind, und die industrienahe Projektphase.
  3. Drittens enthalten die vertiefenden Vorlesungen (Bachelor Wahlbereich und Master) Sektionen „Für Interessierte“ bzw. „Research Track“, die tiefere formale Einsichten in die vorge-stellten Modelle ermöglichen. Die im regulären Teil der Vorlesung enthaltenen Modelle sind nämlich teilweise so stark gegenüber der Literatur vereinfacht, dass das Original-Modell nicht mehr ohne Weiteres wiedererkannt werden kann.
  4. Viertens findet die Lehre in den vertiefenden Vorlesungen (Bachelor Wahlbereich und Master) auf Englisch statt. Auf diese Weise wird dem internationalen Charakter des Fachs Finance und seinem Berufsbild Rechnung getragen. Um aber die Bearbeitung der Klausuren zu erleichtern – Schreiben auf Englisch kostet möglicherweise mehr Zeit als Schreiben auf Deutsch – werden Klausuren zweisprachig, d. h. Deutsch und Englisch, angeboten.

 

  • Hilfestellungen
  • Materialien

Es gibt zu jeder Veranstaltung ein Skript zur Vorlesung, ein Übungs-Skript mit Aufgaben und Lösungen sowie Kontrollfragen. Darüber hinaus steht Literatur über den Elektronischen Semesterapparat IIAS bereit.

  • Heterogenes Vorwissen

Die Skripten der Master-Vorlesungen enthalten eine Rubrik „repetition“. Diese Rubrik enthält Stoff, der schon in Marburger Bachelor-Kursen („Entscheidung, Finanzierung und Investition“ sowie “Intermediate Finance“) durchgenommen wurde und deswegen in den Master-Kursen nicht mehr wiederholt werden kann. Dennoch bauen die Master-Kurse auf diesem Stoff auf, weswegen dieser Stoff durchaus prüfungsrelevant ist.

Sollten Sie deswegen Teile dieses Stoffs nicht beherrschen (z. B. weil Sie Seiteneinsteiger in einen BWL-Master sind), müssten Sie sie selbst nacharbeiten. Damit Sie aber nicht lange suchen müssen, habe ich ihn in den Master-Skripten nochmals abgedruckt: in der Rubrik „repetition“.

 

  • Vorteile für Sie als Studenten
  • Sie werden mit einem modernen, vielleicht aber nicht ganz einfachen Lehrprogramm versehen.
  • Sie lernen Zusammenhänge zu erkennen und ökonomisch zu erklären und können sich auf diese Weise Wettbewerbsvorteile am Arbeitsmarkt für Fachkräfte verschaffen.

Zuletzt aktualisiert: 20.03.2014 · C. Farzanegan

 
 
 
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