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Aktivitäten

Das Institut für Kooperation in Entwicklungsländern (IKE) wurde 1963 gegründet. Zentrale Aufgaben in Lehre und Forschung sind die Betreuung und Koordination der Lehrangebote für die Pflichtwahlfächer „Wirtschaftsprobleme in Entwicklungsländern“ und „Genossenschaftslehre“ für Studierende der Betriebswirtschaftslehre (BWL) und der Volkswirtschaftslehre (VWL) sowie die Bearbeitung aktueller Forschungsfragen zu diesen Arbeitsbereichen.

Die Lehrveranstaltungen in den Fachgebieten „Wirtschaftsprobleme in Entwicklungsländern“ sowie „Genossenschaftslehre“ werden schwerpunktmäßig von den Professoren Kirk und Röpke angeboten. Ausgewählte spezielle Veranstaltungen weiterer Professuren und Lehrbeauftragter ergänzen das Lehrangebot.

Von 1964 bis 2002 verantwortete das IKE zudem den Studiengang der Diplom-Kooperationsökonomie, aus dem mehr als 270 Absolventinnen und Absolventen aus Ländern Asiens, Afrikas, Lateinamerikas sowie Mittel- und Osteuropas hervorgegangen sind. Die meisten von ihnen bekleiden gegenwärtig Führungspositionen in ihren Heimatländern, einige haben sich am Fachbereich durch eine Promotion weiterqualifiziert. Zu vielen bestehen weiterhin enge Kontakte über neu aufgebaute Alumni-Netzwerke in Asien und Lateinamerika. Der Studiengang wurde 2002 auf Beschluss des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften eingestellt.

Die aktuelle Forschung des IKE konzentriert sich auf die Analyse von Determinanten und Strukturen ökonomischer Institutionen im Entwicklungsprozess, deren Wandel sowie die Organisation wirtschaftlicher Kooperation und kollektiven Handelns. Im Zentrum stehen Verfügungsrechte, insbesondere Boden- bzw. Ressourcenordnungen, Boden- und Ressourcenpolitik, die institutionenökonomische Analyse von Strukturen und Funktionen kooperativer - insbesondere genossenschaftlicher - Selbsthilfeorganisationen in Entwicklungs- und Transformationsländern und deren Beitrag zur Armutsbekämpfung im urbanen und ruralen Raum. Komplementäre Schwerpunkte liegen in der Ökonomik der ‘Global Commons’, des Spannungsfeldes zwischen lokaler Governance und internationaler Regime zu Biodiversität, Desertifikation, Klimawandel ebenso sowie der Gestaltung föderaler Mehr-Ebenen-Ordnungssystemen zwischen Zentralität und Dezentralität. Fragen der Deregulierung von Telekommunikations-Märkten in Schwellen- und Entwicklungsländern gewinnen ebenso an Bedeutung wie die ökonomische Behandlung der Bewältigung von Naturkatastrophen, wie Dürren und Überschwemmungen.

Die empirisch ausgerichteten Forschungsprojekte konzentrieren sich aktuell auf das südliche Afrika (Namibia, Republik Südafrika), Westafrika (Mali, Ghana), Südostasien (Kambodscha, Indonesien, Philippinen, Vietnam), Zentralamerika (El Salvador, Honduras) sowie Mittel- und Osteuropa (Polen, Russland).

Innerhalb des Kompetenzschwerpunktes „Institutionen, Organisation und Recht“ des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften hat sich eine Forschergruppe gebildet, die auf der Basis ihrer bisherigen einschlägigen Forschungen einen gemeinsamen Forschungsschwerpunkt „Internationale Ordnungsstrukturen zwischen Zentralität und Dezentralität“ aufbaut. Der Kern dieser Forschergruppe besteht zur Zeit aus den Abteilungen für Wirtschaftspolitik (Kerber), Finanzwissenschaft (Feld), der Forschungsstelle zum Vergleich wirtschaftlicher Lenkungssysteme (Schüller), dem Japan-Zentrum (Storz) sowie dem IKE (Kirk).

Formalisierte, durch BMZ und DAAD geförderte Alumni-Aktivitäten bestehen seit 1999 zu Absolventen aus Lateinamerika sowie Südostasien (Red Científica Alemania Latinoamérica = RECALL sowie South-East-Asian-German Network = SEAG) als Konsortium mit den Universitäten Göttingen und Kassel. Eine Ausweitung in den Iran und das westliche Afrika ist in Vorbereitung.

Primäre Forschungspartner des IKE in Deutschland sind das Institut für Agrarökonomie der Universität Giessen (Sozioökonomie der Biodiversität), das Fachgebiet für Ressourcenökonomik der Humboldt-Universität (Verfügungsrechte, kollektives Handeln und Armutsbekämpfung), das Institut für Agrar- und Sozialökonomie in den Tropen und Subtropen der Universtität Hohenheim (Verfügungsrechte, Finanzinstitutionen und soziale Sicherung), das Institut für Ethnologie der Univ. Hamburg (Soz.ök. der Biodiversität), das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zusammen mit dem Institut für Geoökologie der Univ. Potsdam (Sozio-ökonomische Anpassung und Prävention bei wasserbezogenen Extremereignissen) sowie die Einrichtungen der Arbeitsgemeinschaft genossenschaftswissenschaftlicher Institute (AGI).

Die internationale Forschungszusammenarbeit konzentriert sich gegenwärtig auf das International Food Policy Research Institute, Washington (Verfügungsrechte, kollektives Handeln und Armutsbekämpfung), die Forschungsabteilung der Weltbank (Bodenpolitik, Wachstum und Armutsbekämpfung), die Universitäten von Western Cape, Cape Town, Kapstadt, die University of Namibia sowie der Desert Research Foundation of Namibia (Sozio-ökonomie der Biodiversität). 

Intensive Arbeitskontakte bestehen darüber hinaus zur Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), Eschborn, (Bodenordnung-, Bodenpolitik, Desertifikationsforschung, Agrarreformen), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Frankfurt a.M. (Bodenpolitik), dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Bonn (Internationale Agrarforschung, Bodenpolitik), dem Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa, Halle, S. (IAMO) (Rurale Entwicklung), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bonn, (Biodiversitätsforschung), Desert*Net, Hamburg, Marburg (Desertifikationsbekämpfung), der Welternährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO), Rom (Bodenrecht), der Europäischen Union (EU), Generaldirektion für Entwicklung, Brüssel (Bodenpolitik) sowie Forschungseinrichtungen der CGIAR-Gruppe (Consultative Group on International Agricultural Research), Washington, D.C., Rom.


Zuletzt aktualisiert: 14.03.2006 · Bärbel Dönges

 
 
 
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Tel. +49 6421/28-23730, Fax +49 6421/28-28912, E-Mail: ike@wiwi.uni-marburg.de

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