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Almut Sülzle


Themenschwerpunkte

·       Männlichkeit und Fußball (Fußballfankultur)

·       Qualitative Methoden und ethische Fragen im Feld und in der Auswertung

·       Geschlechterforschung, Geschlecht und Technik, Arbeit und Geschlecht,  Sexarbeit/Prostitution

·       Medien- und Technikrezeptionsforschung

 

Promotionsprojekt

„Wir sind alles Offenbacher Jungs“

Fußballfankultur und Männlichkeit

 

Fußball und Männlichkeit, eine selbstverständliche, oft zitierte Kombination, die jedoch in der ethnographischen Forschung bisher nie genauer untersucht und deren Relevanz für die Fankultur zwar immer wieder lapidar festgestellt, aber nie detailliert beschrieben wurde.

 

Welche Rolle spielt Geschlecht im Fußballstadion, und welche Rolle spielt Fußball im Geschlechterverhältnis? Dieser Frage gehe ich in einer Ethnographie des Fanblocks der Offenbacher Kickers nach. Dort frage ich: Wie lassen sich Geschlechterverhältnis, Männlichkeit und Weiblichkeit, doing und undoing gender im untersuchten Fußball-Fanblock beschreiben? Und schließlich: Welche Anmerkungen zum Thema „Frauen in Männerdomänen“ lassen sich aus diesen Ergebnissen formulieren? Ziel der qualitativen Studie ist die Suche nach dem für die Beforschten sinnhaften Handeln im Umgang mit (objektiv ungleichen) Geschlechterverhältnissen. Meine Forschung verstehe ich als Männlichkeitsforschung, die sich auf Frauen als Akteurinnen konzentriert. Ausgehend von der These, dass wir gerade von Frauen (in Männerdomänen) viel über Männlichkeit lernen können, sowohl für die ethnographische Beschreibung als auch für die politische Veränderung der Geschlechterhierarchien.

 

 

Kurzbiographie

Seit 2005: Promovendin im Graduiertenkolleg „Geschlechterverhältnisse im Spannungsfeld von Arbeit, Politik und Kultur“, Universität Marburg

2001 bis 2004: Wissenschaftliche Angestellte im Netzwerk Frauen.Innovation.Technik Baden-Württemberg an der Fachhochschule Furtwangen

2001: Magisterarbeit:E-Mail@Alltag. Die kulturelle Aneignung eines neuen Kommunikationsmittels im Vergleich mit Brief und Telefon. Entstanden aus der Mitarbeit im DFG Projekt "Zur Transformation von Alltagsbeziehungen bei Internetnutzern" am Ludwig-Uhland-Institut für empirische Kulturwissenschaft, Universität Tübingen (Warneken/Schönberger)

1994 bis 2000: Magisterstudium, Universität Tübingen: Empirische Kulturwissenschaft und Erziehungswissenschaften, Fachrichtung Erwachsenenpädagogik

 

 

Seminarthemen:

 

Männlichkeitsforschung; Methoden der Feldforschung; kulturwissenschaftliche Fußballforschung; Sexarbeit; Geschlechterforschung in der europäischen Ethnologie

 

 

Veröffentlichungen (Auswahl)

Sülzle, Almut (2005): Fußball als Schutzraum für Männlichkeit? Ethnographische Anmerkungen zum Spielraum für Geschlechter im Stadion. In: Antje Hagel, Nicole Selmer, Almut Sülzle (Hg): gender kicks. Texte zu Fußball und Geschlecht, Frankfurt/M. S. 37–52.

 

Sülzle, Almut (2005): Männerbund Fußball: Spielraum für Geschlechter im Stadion. Ethnographische Anmerkungen in sieben Thesen. In: Martin Dinges (Hg.): Männer-Macht-Körper, Frankfurt, New York, S. 175–191.

 

Schuster, Martina; Sülzle, Almut; Zimowska, Agnieszka (2006): Zu Gast bei Freunden: Die WM und das Bedrohungsszenario „Zwangsprostitution“ In: Zeitschrift zwischen Nord und Süd, iz3w 292, Juni 2006 http://www.iz3w.org/iz3w/Ausgaben/293/LP_s04.html

 

Nicole Selmer/Almut Sülzle (2006): TivoliTussen und Trikotträgerinnen – Weibliche Fankulturen im Männerfußball. In: Eva Kreisky, Georg Spitaler: Arena der Männlichkeit. Über das Verhältnis von Fußball und Geschlecht, Frankfurt/M. S. 123–139.

 

Martina Schuster/Almut Sülzle (2006): Zwangsprostitution, Sexarbeit, Menschenhandel und die WM 2006. Gutachten zu Kampagnen zu Prostitution und Menschenhandel in Deutschland im Umfeld der Fußballweltmeisterschaft der Männer 2006, im Auftrag des Wiener Institut für Entwicklungsfragen und Zusammenarbeit (vidc) http://f-in.org/download/26161702/Gutachten-WM_Kampagnen.pdf

 

Nicole Selmer/Almut Sülzle (2007): TivoliTussen, Milchschnitten und Hooligänse – Weibliche Fankulturen im Männerfußball als Role Models für soziale Arbeit? In: Rohmann, Gabriele (Hg.): Krasse Töchter. Mädchen in Jugendkulturen, Berlin, S. 145–162.

 

Almut Sülzle (2008):Vom Fußball fürs Leben lernen? Anmerkungen zum Konzept der hegemonialen Männlichkeit aus ethnographischer Perspektive In: Marburger Gender-Kolleg (Hg.), Geschlecht Macht Arbeit. Interdisziplinäre Perspektiven und politische Intervention. Münster S. 121–135.

 

Almut Sülzle (2009): Die Girlisierung des Fußballs. Fallstudie zu Fußball, Medien und Geschlecht im Kontext der WM-Berichterstattung. In: Michael Simon und Thomas Hengartner (Hg.): Bilder – Bücher – Bytes. Zur Medialität des Alltags. Tagungsband zum 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde in Mainz, 23.–26. 9. 2007. Münster u.a.: Waxmann. [im Erscheinen]

Zuletzt aktualisiert: 10.02.2009 · Waltraud Görge

 
 
 
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