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M.A. Stefanie Janczyk



Kurzbiographie

Stefanie Janczyk, M.A. Politikwissenschaft; seit September 2005 Stipendiatin im Graduiertenkolleg ‚Geschlechterverhältnisse im Spannungsfeld von Arbeit, Politik und Kultur’ an der Philipps-Universität Marburg, gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung; von Juni 2002 - August 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMBF geförderten Forschungsprojekt ‚GendA – Netzwerk feministische Arbeitsforschung’ an der Philipps-Universität Marburg; Mitglied der Redaktion der Buchreihe ‚Arbeit, Demokratie, Geschlecht’ (Westfälisches Dampfboot). Arbeitsschwerpunkte: ‚Arbeit’ und ‚Leben’, Arbeitspolitik, politische Theorie.

Promotionsprojekt

Im Spannungsfeld von Erwerbsarbeit und anderen Lebensbereichen. Ein Beitrag zur Revision eines komplexen Verhältnisses

Will man die Geschlechterperspektive systematisch in Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik integrieren, ist es notwendig, fragmentierte Perspektiven auf den Wandel und die Zukunft der Arbeit zu überwinden und Fragestellungen miteinander in Verbindung zu bringen, die häufig noch immer gesondert voneinander betrachtet werden. Denn die Geschlechterproblematik baut sich oftmals gerade inmitten des Spannungsbogens zwischen Differenz und Interdependenz – etwa zwischen Erwerbsarbeit und Hausarbeit – auf. Daher ist der Blick auf die Zusammenhänge, die Vermittlungen und Verknüpfungen des zugleich faktisch und fiktiv Getrennten und Verschiedenen erforderlich. Vor diesem Hintergrund fokussiert die Dissertation auf das Verhältnis von Erwerbsarbeit und anderen Lebensbereichen. Ausgangsbeobachtung ist, dass dieses Verhältnis aktuell eine Neustrukturierung erfährt. Die Dissertation geht nun konkret der Frage nach, ob die sozialwissenschaftliche Arbeitsforschung in der Lage ist, dieses komplexe Verhältnis von Erwerbsarbeit und anderen Lebensbereichen und den sich darin vollziehenden Wandel konzeptionell angemessen zu erfassen und darauf aufbauend auch gestaltungspolitische Vorschläge zu offerieren – und zwar insbesondere aus einer geschlechtersensiblen Perspektive. Die Hypothese der Dissertation lautet, dass sich sowohl in der Vergangenheit als auch aktuell relevante Ansätze finden lassen, die eben dieses Verhältnis von Erwerbsarbeit und anderen Lebensbereichen in den Blick nehmen, dass diese Ansätze aber sowohl konzeptionelle Schwachstellen und Probleme aber auch sehr fruchtbare Anknüpfungspunkte aufweisen. Eine kritisch-konstruktive Auseinandersetzung mit diesen Ansätzen kann daher Impulse für eine produktive konzeptionelle, genderkompetente Weiterentwicklung liefern. Im Rahmen der Promotion wird deshalb eine derartige Auseinandersetzung mit ausgewählten, existierenden älteren und neueren Ansätzen vorgenommen (z.B. feministische Ansätze der 70er und 80er Jahre zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Überlegungen aus den Forschungen zur Humanisierung der Arbeit der 80er Jahre sowie aktuelle Ansätze, wie etwa Work-Life-Balance-Ansätze oder der Ansatz der Alltäglichen Lebensführung). Damit ist das Ziel verbunden, im Zuge bzw. aufbauend auf diese kritisch-konstruktive Auseinandersetzung hoffentlich Eckpunkte für einen Ansatz entwickeln zu können, der erstens geeignet ist, das Verhältnis zwischen Erwerbsarbeit und anderen Lebensbereichen besser in seinem aktuellen Spannungs- und Konfliktreichtum zu begreifen und der zweitens auch das Potential zur Intervention in die aktuelle Auseinandersetzung um die Neustrukturierung des Verhältnisses von Erwerbsarbeit und Leben bietet.


Veröffentlichungen:

Herausgeberschaft:

Kurz-Scherf, Ingrid/ Correll, Lena/ Janczyk, Stefanie (Hrsg.), 2005: In Arbeit Zukunft- Die Zukunft der Arbeit und der Arbeitsforschung liegt in ihrem Wandel. Münster: Westfälisches Dampfboot.

 

weitere Publikationen:

  • Emanzipation mit sozialer Schieflage. Wie das Elterngeld nur bestimmte Familien und Frauen fördert. In: Müller-Heidelberg, Till u.a. (Hg.): Grundrechte-Report 2007. Zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland. Frankfurt: Fischer 2007. S. 137-141.
  • Exklusive Emanzipation. Zur Frauen- und Familienpolitik der großen Koalition (mit Anuscheh Farahat, Annett Mängel und Barbara Schönig). In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Heft 8/2006, S. 985-994.
  • Erweiterte Horizonte. Zukunftsfähige Arbeitsforschung im Genderblick (mit Lena Correll). In: Forum Wissenschaft, Heft 1/2006, S. 43-46.
  • Arbeit, Leben, Soziabilität. Zur Frage von Interdependenzen in einer ausdifferenzierten (Arbeits)Gesellschaft. In: Kurz-Scherf, Ingrid/ Correll, Lena/ Janczyk, Stefanie (Hg.): In Arbeit:  Zukunft - Die Zukunft der Arbeit und der Arbeitsforschung liegt in ihrem Wandel. Münster: Westfälisches Dampfboot 2005. S. 105-124.
  • Qualität der Arbeit – Qualität des Lebens. Zur Aktualität der Debatte um Qualität im Spannungsfeld von Erwerbsarbeit und Leben (mit Lena Correll). In: Lepperhoff, Julia/ Satilmis, Ayla/ Scheele, Alexandra (Hrsg.): Made in Europe. Geschlechterpolitische Beiträge zur Qualität von Arbeit. Münster: Westfälisches Dampfboot 2005. S. 145-158.
  • Innovative Potentiale einer gender-kompetenten Arbeitsforschung ( mit Lena Correll und Anja Lieb). In: Baatz, Dagmar/ Rudolph, Clarissa/ Satilmis, Ayla: „Hauptsache Arbeit?“ – Feministische Perspektiven auf den Wandel von Arbeit. Münster: Westfälisches Dampfboot 2004. S. 255-277.
  • The New View of Labour: Innovative Potentials of a Gender-Sensitive Labour Analysis (mit Lena Correll). In: Strasser, Helmut, u.a. (Hg.): Quality of work and products in enterprises of the future: proceedings of the Annual Spring Conference of the GfA on the occasion of the future. Stuttgart: Ergonomia 2003. S. 725-728.
  • Quo vadis Arbeit? Jenseits verengter Perspektiven und Deutungsmuster (mit Lena Correll und Anja Lieb). GendA-Discussion-Paper 1/2003.
  • More of the same. Zum Positionspapier ‚Zukunft in Arbeit’. In: Berliner Republik, Heft 5/2001, S. 39-41.

 

Rezensionen

  • Verflüssigte Rhythmen. Flexible Arbeitszeitstrukturen und soziale Integration. Volker Hielscher. Berlin: Edition Sigma 2006. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik. Heft 4/2007, S. 339-340.
  • Reader Feministische Politik & Wissenschaft. Positionen, Perspektiven, Anregungen aus Geschichte und Gegenwart. Hrsg. von Ingrid Kurz-Scherf, Imke Dzewas, Anja Lieb und Marie Reusch. Ulrike Helmer Verlag 2006. In: femina politica Heft 2/2006, S. 141-143.

 

Weitere wissenschaftliche Tätigkeiten

  • 2007: Inhaltliche und organisatorische Betreuung und Bearbeitung der Dokumentation „Bleibt Armut weiblich? Chancen für Frauen im Arbeitsmarktreform-Prozess“, herausgegeben vom Hessischen Sozialministerium in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und der Landesarbeitsgemeinschaft der Hessischen Frauenbüros.
  • seit Herbst 2006: Mitglied im Sprecherinnenrat des AK „Politik und Geschlecht“ in der DVPW.
  • seit 2005: Redaktion der Buchreihe „Arbeit, Demokratie und Geschlecht“, Westfälisches Dampfboot: Münster.
  • 2001/2002: Inhaltliche und organisatorische Betreuung der Fachtagung und Dokumentation „Gender Mainstreaming. Neue Strategien und Konzepte zur Chancengleichheit“. Veranstalter und Herausgeber: Gemeinsames Frauenforschungszentrum der Hessischen Fachhochschulen in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und der FH Wiesbaden, FB Sozialwesen.

 

Mitgliedschaft in wissenschaftlichen Vereinigungen und Institutionen

  • Deutsche Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW)
  • AK „Politik und Geschlecht“ in der DVPW
  • „GendA - Forschungs- und Kooperationsstelle Arbeit, Demokratie und Geschlecht“, Philipps-Universität Marburg

Link

GendA Forschungs- und Kooperationsstelle Arbeit, Demokratie und Geschlecht: www.uni-marburg.de/fb03/genda

 

Kontakt

E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 06.02.2009 · ross

 
 
Fb. 03 - Gesellschaftswissenschaften und Philosophie

Interdisziplinäres Promotionskolleg "Geschlechterverhältnisse im Spannungsfeld von Arbeit, Organisation und Demokratie",
Wilhelm-Röpke-Str. 6, D-35032 Marburg Tel. 06421/28-26513, Fax 06421/28-25467, E-Mail: genderkolleg@staff.uni-marburg.de

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