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09.11.2011

Konferenz über Konflikte im Südkaukasus

Marburger Kultur- und Sozialanthropologie organisierte Tagung in Georgien

Konferenz über Konflikte im Südkaukasus Foto1Tbilisi (Georgien). Die Marburger Kultur- und Sozialanthropologie war zusammen mit georgischen Kollegen der Hauptorganisator einer internationalen Konferenz für Wissenschaftler und Studenten im Südkaukasus. Die Konferenz mit dem Titel “Caucasus, Conflict, Culture: First Symposium on Anthropology and the Prevention of Conflicts in Armenia, Azerbaijan and Georgia” fand vom 31.10.-05.11.2011 in der georgischen Hauptstadt Tbilisi statt. Die Veranstaltung wurde vom Auswärtigen Amt über eine Förderinitiative des Deutschen Akademischen Auslands Diensts (DAAD) gefördert.

60 Wissenschaftler und Studenten aus Armenien, Aserbaidschan, Georgien und Deutschland diskutierten während des einwöchigen Symposiums über Konflikte im Kaukasus und über mögliche Auswege. Die anthropologische Perspektive erweist sich hier als sehr aufschlussreich: Kultur- und Sozialanthropologie (Ethnologie) besteht in einer langfristigen, qualitativ ausgelegten Forschung direkt vor Ort. Viele Vorträge dokumentierten daher wie vielschichtig nationale Politiken im Südkaukasus lokal interpretiert werden. Beispielsweise erscheinen die Durchlässigkeit von Grenzen und transnationale Kontakte als komplexe und ausgesprochen dynamische Prozesse.

Besonders spannend waren die studentischen Arbeitsgruppen. Jede multinational besetzte Studentengruppe sollte einen Konfliktherd der Region (Abchasien, Berg Karabakh bzw. Südossetien) diskutieren und Auswege aus der Situation aufzeigen. Für die Organisatoren der Veranstaltung in Tbilisi stand weniger das Ergebnis der Studentengruppen im Vordergrund als die Prozesse in der Gruppe. Zunächst gab es sehr große Vorbehalte, besonders zwischen Armeniern und Aserbaidschanern. Die Gruppen schienen auseinanderzubrechen. Letztendlich präsentierten aber alle Gruppen ihre Ergebnisse und betonten, trotz unterschiedlicher Positionen zu den Konflikten, dass die Zusammenarbeit sie ein Stück näher gebracht hätte.

Die Konferenz wurde von Prof. Dr. Ernst Halbmayer beim DAAD beantragt und von Dr. Stéphane Voell und Prof. Dr. Ketevan Khutsishvili (Tbilisi State University) mit der Unterstützung von Elke Kamm und vielen anderen Helfern organisiert. Neben den genannten Personen waren auch die Wissenschaftlichen Mitarbeiter Sylvia Karl und Philipp Naucke bzw. die Studenten Natalie Wahnsiedler und Christoph Bönig aus Marburg mit im Kaukasus.

Für das nächste Jahr hoffen die Veranstalter ein weiteres Treffen von Wissenschaftlern und Studierenden aus dem Südkaukasus und Deutschland mit Schwerpunkt auf studentischer Forschung in den Grenzregionen des Südkaukasus mit Unterstützung des DAAD realisieren zu können.

Konferenz über Konflikte im Südkaukasus Foto2

Kontakt

Stéphane Voell/ Ernst Halbmayer

Zuletzt aktualisiert: 25.09.2012 · Wahnsied

 
 
 
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