Geschichte der Marburger Völkerkundlichen Sammlung
Die Geschichte der Marburger Völkerkundlichen Sammlung ist eng mit
der Geschichte des Fachgebiets verbunden.
Die Voraussetzungen für eine völkerkundliche Sammlung in Marburg wurden in den 1920er Jahren geschaffen, als innerhalb der Geographie mit dem Anlegen einer ethnologisch orientierten Sammlung begonnen wurde.
Der Grundstock wurde aus ersten Sammlungsgegenständen gebildet, die 1929 in Form von Leihgaben aus dem Berliner Völkerkundemuseum in Marburg eintrafen. Dieses Jahr gilt deshalb als das Gründungsjahr der Marburger Völkerkundlichen Sammlung.
In den 1950ern kam es unter Martin Block (1891-1972), der die erste Völkerkunde-Professur in Marburg innehatte, zu einer Institutionalisierung der Völkerkundlichen Sammlung als eigenständige universitäre Einrichtung. Als solche wurde sie erstmals im Vorlesungsverzeichnis des Sommersemesters 1958 erwähnt. Durch Zukäufe und Schenkungen wurde der damalige Bestand von etwa 600 Objekten fortlaufend ergänzt.
Mit der Übernahme der Lehrtätigkeit durch Horst Nachtigall von 1963
bis 1988 wurde die Völkerkundliche Sammlung zum Völkerkundlichen
Seminar erweitert.
Nach mehreren Umzügen fanden Sammlung und Seminar im Oktober 1971 im
Kugelhaus nicht nur ein neues Zuhause, sondern bekamen auch eigene
Ausstellungsräume. Dort wurden 1979 die Bestände das erste Mal der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Bis heute haben über 5000 Objekte und Bilder aus allen Teilen der Welt
ihren Platz in den Magazinräumen der Sammlung gefunden.

