Geschichte der Marburger Völkerkundlichen Sammlung
Die Geschichte der Marburger Völkerkundlichen Sammlung ist eng mit
der Geschichte des Fachgebiets verbunden.
Die Voraussetzungen für eine völkerkundliche Sammlung in Marburg wurden in den 1920er Jahren geschaffen, als innerhalb der Geographie mit dem Anlegen einer ethnologisch orientierten Sammlung begonnen wurde.
Der Grundstock wurde aus ersten Sammlungsgegenständen gebildet, die 1929 in Form von Leihgaben aus dem Berliner Völkerkundemuseum in Marburg eintrafen. Dieses Jahr gilt deshalb als das Gründungsjahr der Marburger Völkerkundlichen Sammlung.
Unter Martin Block (1891-1972), der ab 1956 die erste a.o. Professur für Allgemeine Völkerkunde inne hatte, kam es zu einer Institutionalisierung der Völkerkundlichen Sammlung als eigenständige universitäre Einrichtung. Als solche wurde sie erstmals imVorlesungsverzeichnis des Sommersemesters 1958 erwähnt. Durch Zukäufe und Schenkungen wurde der damalige Bestand von etwa 600 Objekten fortlaufend ergänzt.
Mit der Übernahme der Professur durch Horst Nachtigall 1963 wurde das Völkerkundliche Seminar gegründet, das 1971 mit der Völkerkundlichen Sammlung nebst eigenen Ausstellungsräumen im Kugelhaus ein gemeinsames Zuhause fand. Dort wurden 1979 die Bestände das erste Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bis heute haben über 5000 Objekte
und Bilder aus allen Teilen der Welt ihren Platz in den Magazinräumen der Sammlung gefunden.

