Herkunfstregionen der deutschen Rohstoffimporte
Die deutsche Energieversorgung ist eingebunden in die globalen Rohstoffmärkte sowie in den europäischen Energie-Binnenmarkt. Das Energieangebot und die Preise der Energieträger werden vor allem von der (langfristigen) Verfügbarkeit der Energierohstoffe bestimmt. Im Folgenden ist es wichtig, zwischen den Begriffen „Reserven“ und „Ressourcen“ zu unterscheiden. Reserven umfassen die sicher nachgewiesenen und mit bekannter Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Vorkommen in der Erdkruste. Mit dem Begriff Ressourcen werden die Vorkommen bezeichnet, die noch nicht wirtschaftlich zu fördern sind (bei momentan herrschenden Marktpreisen) oder die noch nicht sicher ausgewiesen sind, aber aufgrund bestimmter Indikatoren erwartet werden[1]. Dies bedeutet, dass steigende Rohstoffpreise Ressourcen in Reserven überführen können.
Steinkohle:
Deutschland verfügt weiterhin über eine große Menge an Steinkohle, die jedoch bei den momentanen Markpreisen nicht wirtschaftlich gewonnen werden kann. Daher liegt der Anteil der Importe am Verbrauch bei 57% (2004). Wichtigste Importländer sind Polen (24%), Südafrika (23%), Russland (15%), Kolumbien (10%) und Australien mit ebenfalls 10%.
Erdöl:
97% (2004) des Erölverbrauchs müssen durch Importe gedeckt werden. Russland stellt mit 33,7% den größten Anteil der Einfuhren gefolgt von Norwegen mit 19,8%. Weitere wichtige Länder sind Großbritannien (11,8%), Libyen (11,6%) und Kasachstan (6,8%)[2].
Erdgas:
Erdgas wird überwiegend aus Russland importiert (39,1%). Weitere wichtige Lieferanten sind Norwegen (26,3%), Niederlande (22,9%) und Dänemark (3,3%). Insgesamt müssen 80% des Verbrauchs durch Importe gedeckt werden[3].

Quelle: Bundesregierung 2007c

