Importierte Rohstoffe – Anteile an der Energieversorgung
Die Importabhängigkeit der deutschen Energieversorgung ist in den vergangenen Jahren beständig gestiegen. Insgesamt lag sie 2006 bei 62 % (ohne Berücksichtigung von Uran)[1]. Bei näherer Betrachtung der einzelnen Energieträger zeigt sich jedoch, dass die Abhängigkeiten teils wesentlich über dem Durchschnittswert liegen. So erreicht die Importabhängigkeit bei Uran 100%, bei Mineralöl ca. 97%, bei Gas 83% und bei Steinkohle 61% (Zahlen von 2006). Lediglich bei der Braunkohle und den erneuerbaren Energien kann die deutsche Energiewirtschaft nahezu vollständig auf nationale Ressourcen zurückgreifen.
Anteil
der erneuerbaren Energien:
Der Anteil der erneuerbaren Energien am
Primärenenergieverbrauch (PEV) stieg in Deutschland von 2,6% (2000) auf
4,6% (2005)[2].
Als Primärenergie bezeichnet man den Energiegehalt, der
mit den natürlichen Energieträgern rechnerisch zur Verfügung steht
(Bsp. Fossile Energieträger, Wind, Sonne, usw.). Der
Primärenergieverbrauch beinhaltet sowohl die von privaten Haushalten,
GHD (Gewerbe, Handel und Dienstleistungen), Industrie und dem
Verkehrssektor verbrauchte Endenergie als auch den Energieeinsatz in
den Umwandlungssektoren (v.a. in der Strom- und Fernwärmeerzeugung)
sowie den nichtenergetischen Verbrauch. Insgesamt trugen die
erneuerbaren Energien im Jahr 2005 mit rund 6,4% zum gesamten
Endenergieverbrauch bei.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 2006
Anteil fossiler Energieträger:
Der Anteil an der gesamten Energieversorgung liegt bei ca. 80% (erzeugt durch Kohle, Erdöl und Erdgas; Jahr 2006) und stellt daher weiterhin den bedeutendsten Anteil. Im Einzelnen verteilt sich dies auf: 35,4% Mineralöl, Erdgas 22,4%, Steinkohle 13,1%, und Braunkohle 10,7% (alle Daten aus 2006; Anteile am PEV)[3]

