Gas und Strom
Die Betreiber von Strom- und Gasnetzen müssen in Zukunft stärker von den Energieerzeugern und -versorgern entflochten werden, da bei einem Unternehmen, das sowohl die Energieerzeugung als auch die Energieverteilung kontrolliert, Missbrauch der Marktmacht droht[1].Eine Entflechtung würde den Wettbewerb fördern und könnte dadurch Anreize bieten in die Leitungsnetze zu investieren. Neue Anbieter könnten sich etablieren und die Versorgungssicherheit steigen[2].
Hierfür gibt es zwei Ansätze.
1) Einrichtung von unabhängigen
Netzbetreibern, die für Wartung, Ausbau und Betrieb der Netze zuständig
sind.
Die Leitungen bleiben Eigentum der energieerzeugenden Unternehmen
2) Vollständige eigentumsrechtliche Trennung[3]
Im Januar 2007 sorgte ein entsprechender Vorschlag der Europäischen Kommission (EK) für Diskussionen. Die EK wollte Produktion und Netze bei Gas und Strom trennen. Per Gesetz sollten die Unternehmen gezwungen werden ihre Netze zu verkaufen, um so den Wettbewerb zu stärken[4]. Da Energiepolitik eine hoheitliche Aufgabe ist und die EK bei diesem Thema (noch) keine Kompetenzen besitzt, intervenierten die Minister der Mitgliedsstaaten umgehend[5].

