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Risiken der zukünftigen Energieversorgungssicherheit


Dieser Beitrag enthält Zukunftsvisionen, wie sich die Situation bezüglich Energiefragen in den nächsten Jahren entwickeln könnte und wo dabei Gefahren liegen könnten. Die Autoren zeichnen aufgrund von veränderten Gegebenheiten in der Welt eine negative Entwicklung für Europa.

  • 70 Prozent der Weltrohölreserven und 40 Prozent der Weltgasreserven befinden sich in der Region des "Greater Middle East" (Persischer Golf/Zentralasien).
  • Allein die sechs Mitgliedsstaaten des Golf-Kooperationsrates (Gulf Co-operation Council/GCC) - Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate - verfügen über 45 Prozent der weltweit nachgewiesenen Ölreserven und 15 Prozent der globalen Gasressourcen.
    • Der Ölexport macht zumeist 75-90 Prozent ihrer Staatseinnahmen aus, was eine extrem hohe wirtschaftliche Abhängigkeit des Staatshaushaltes und der Innenpolitik von diesem Schlüsselsektor in der Wirtschaft zur Folge hat[1].
  • Die weltweite Energienachfrage wird zu über 50 Prozent aus Ländern gedeckt, die innenpolitisch in hohem Maße als instabil gelten[2]

Gleichzeitig:

  • wachsender Energiebedarf Asiens (insbesondere China und Indien)[3] und
  • Rohölnachfrage verschiebt sich aus den Industriestaaten zu den bevölkerungsreichsten industriellen Schwellenstaaten und damit verlagern sich die Raffinerien auch aus den USA und Europa nach Asien und anderen Weltregionen[4].
  • Raffinerien in Amerika fallen bis 2020 von 24 Prozent auf 18 Prozent
  • Raffinerien in Westeuropa fallen bis 2020 von 18 Prozent auf 14 Prozent
  • Raffinerien in China/ Indien wachsen bis 2020 um 73%
  • Raffinerien im Mittleren Osten wachsen bis 2020 um 137%
  • Raffinerien in Lateinamerika wachsen bis 2020 um 115%
  • Raffinerien in instabilen Regionen können zu häufigeren Produktionsausfällen führen


  • Auswirkungen auf weltweite Versorgungssicherheit
  • größere Preisschwankungen (z.B. bei Rohöl und Benzin)
  • negative Auswirkungen auf Weltwirtschaft und politische Stabilität sowohl der energieexportierenden als auch energieimportierenden Staaten[5]


  • wachsende Gefahr zielgerichteter terroristischer Angriffe auf Pipelines, Öl- und Gastanker oder andere Infrastruktureinrichtungen der weltweiten Energiewirtschaft.
    • Der Schutz dieser Einrichtungen und Verbindungswege (einschl. der internationalen Schifffahrtswege und besonders ihrer "choke points" Besondere Gefahr: „choke point“ Malakka und Singapur[6]; Piraterie nimmt dort zu) wird eine neue Aufgabe für die zukünftige Streitkräfteplanung als integraler Bestandteil zukünftiger Sicherheitspolitik von Bundeswehr und NATO werden.
    • Den Betreibern ist jedoch bewusst, dass die „Tausende von Kilometer langen Transportstränge der Öl- und Gaspipelines gegen Sabotage kaum effektiv zu schützen sind“[7]. Sicherheit der Erdöltransporte zur See ist noch lange nicht so institutionalisiert wie im Luftverkehr[8]

Zuletzt aktualisiert: 05.02.2008 · Braeunia

 
 
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