Steigende Importabhängigkeit
Zunächst soll hier die Rede sein von der Importabhängigkeit Deutschlands auf dem Energiesektor.
Im Jahr 1990 setzte sich der Primärenergieverbrauch aus folgenden Anteilen der verschiedenen Energieträger zusammen: den größten Anteil machte die Kohle mit 37% am Gesamtenergiebedarf aus. Dann folgte das Erdöl mit etwa 35%, Erdgas und Erdölgas mit ca. 15%, sowie die Kernenergie mit etwa 11%[1].
Im Jahre 2006 stellte sich die Situation bereits folgendermaßen dar: Die Steinkohle lieferte 13% der Gesamtenergie, Braunkohle 11%, der Anteil der Kohle betrug also 24% am Gesamtenergiebedarf. Die Kernenergie trug mit 13% zum Gesamtbedarf bei. Erdgas hatte einen Anteil von 22% (mit Erdölgas). Energie aus Erdöl machte einen Anteil von 35% aus[2].
Deutlich wird mit der Betrachtung dieser Zahlen, dass die Importabhängigkeit Deutschlands vor allem von Erdgas steigt, erst recht, wenn man „den deutschen Sonderweg“ (hier: Ausstieg aus der Kernenergie) sowie die Kürzungen der Subventionen für den Steinkohleabbau mitberücksichtigt.

