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Die Gaskrise 2005/2006


Marktpreise für die GUS Staaten

Die Ukraine sollte beginnend mit 2006 marktübliche Preise (auf dem Niveau der europäischen Exportpreise) für russisches Erdgas bezahlen, es sei denn es würde Gazprom gestattet, sich an dem ukrainischen Pipelinenetz zu beteiligen. Die Ukraine war zwar prinzipiell bereit Marktpreise zu zahlen, die Anpassung sollte aber schrittweise erfolgen und einen Betrag von 80 $/1000m³ für das Jahr 2006 nicht übersteigen. Zeitgleich stiegen die Preise für usbekisches Gas. Zusätzlich hatte sich Gazprom langfristig die gesamten verfügbaren turkmenischen Gaslieferungen vertraglich gesichert. Die Forderungen Gazproms nach Marktpreisen wurden durch die Kremlführung unterstützt. Angebote des Kremls zur Finanzierung der Gaslieferungen, die Kredite an die Ukraine auszuweiten oder die Preissteigerung für drei Monate auszusetzen, wurden von der ukrainischen Seite abgelehnt. Als Verhandlungserfolge in weite Ferne gerückt waren eskalierte die Situation und Gazprom stoppte am 01.01.2006 die Belieferung der Ukraine mit russischem Erdgas[1].

 

Auswirkungen des Lieferstopps

Durch den Lieferstopp wurden auch die Lieferungen an Kunden in der Europäischen Union behindert. Aus Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien und auch aus Polen wurden Lieferausfälle gemeldet. Daraufhin pumpte Russland zusätzlich 95 Mio m³ pro Tag in die Pipelines, um Gasentnahmen der Ukraine zu kompensieren[2]. Die Ukraine rechtfertigte die Gasentnahmen damit, dass ihr 15 Prozent des Transitgases für Europa zustünden. Am 03.01.2006 wurden die Gaslieferungen wieder aufgenommen[3].

 

Ende des Gasstreits

  • Folgende Vereinbarungen wurden zur Lösung des Konflikts getroffen:
  • Gazprom zahlt der Ukraine 1,60 $/1000m³/100 km Transitgebühren
  • Gas wird über den Zwischenhändler RosUkrEnergo an die Ukraine verkauft
  • 34 Mrd m³ Gas werden von RosUkrEnergo zu einem Preis von 95 $/1000m³ im ersten halben Jahr (2006) an die Ukraine geliefert
  • 15 Mrd m³ dürfen von RosUkrEnergo zusammen mit Gazexport (Tochter von Gazprom) nach Europa              exportiert werden

 

Zuletzt aktualisiert: 05.02.2008 · Braeunia

 
 
 
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