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Einleitung

„Gas als Ersatz für Raketen“[1]. Diese und ähnliche Schlagzeilen waren im Verlauf des russisch – ukrainischen Gasstreits häufig in deutschen und internationalen Medien zu finden. Russland wurde in vielen Kommentaren und Artikeln der Wunsch nachgesagt, durch die Nutzung seiner Energieressourcen als politische Waffe andere Staaten unter Druck setzen zu wollen. Energie sei ein wesentlicher Teil in einer russischen Strategie, nach dem Ende des Kalten Krieges zu neuer Größe zu gelangen; Energie gewissermaßen als Substitut für die verlorengegangene Rolle Russlands als globale Weltmacht.  Der russische Gasexportmonopolist Gazprom spiele in dieser Strategie lediglich die Rolle eines Erfüllungsgehilfen des Kremls.

Auch nach Lösung des Gasstreits um die Jahreswende 2005/2006 haben markige Schlagzeilen nicht an Popularität eingebüßt. Doch wie kam es zu dieser Auseinandersetzung zwischen den beiden Staaten und wie hat sich die Krise entwickelt? Welche historischen Hintergründe im ukrainisch – russischen Verhältnis müssen in Bezug auf die Energielieferungen beachtet werden und welche Gefahren gehen für die europäische Energieversorungssicherheit tatsächlich von Russland aus? Heißt es letztendlich doch „Don't mess with Russia“[2]? Der Gasstreit soll in diesem studentischen Projekt als Anlass genommen werden, um die Beziehungen zwischen der Energieversorgung und der Sicherheit von Staaten einmal genauer zu beleuchten.

Zuletzt aktualisiert: 02.02.2008 · Braeunia

 
 
 
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