Kohle
Fossile Energieträger decken heutzutage einen Großteil des weltweiten Energiebedarfs. In industriellen Großkraftwerken wird Braun- und Steinkohle verfeuert. Kohle ist ein fester Brennstoff, der vor Millionen von Jahren durch Druck und vulkanische Hitze aus pflanzlichen Ablagerungen entstand. Der Anteil an der Stromerzeugung in Deutschland lag 2006 für Steinkohle bei 23,1% und für Braunkohle bei 26,8%[1]. Der Brennwert von Steinkohle ist doppelt so hoch wie der von Braunkohle.
Technik
Man unterscheidet zwischen Kondensations- und Heizkraftwerken, wobei in Kondensationskraftwerken mehr als die Hälfte der Energie als Abwärme verloren geht. Moderne Kohlekraftwerke erreichen dagegen einen Wirkungsgrad von 45%[2].
Zur Funktionsweise eines Kohlekraftwerkes siehe: Kraftwerk Lippendorf.
Vor und Nachteile
Kohle ist relativ günstig, gut zu lagern und vielseitig einsetzbar.
Gegenüber anderen fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas weist Kohle jedoch einen „geringeren massenbezogenen Energiegehalt und ein ungünstigeres Kohlenstoff / Wasserstoffverhältnis auf. Das hat zur Folge, dass bei der Stromerzeugung aus Kohlen mehr Brennstoffmasse benötigt wird, mehr Rauchgas entsteht und insbesondere auch mehr CO2 freigesetzt wird“[3].
Quelle: International Energy Agency 2007
Deutsche Steinkohle wird zudem unter Tage gewonnen und ist wegen der dadurch verursachten hohen Kosten nicht wettbewerbsfähig. Deshalb wird seit 2001 die Hälfte der Steinkohle importiert. Außerdem wir durch den Kohleabbau das ökologisch schädliche Grubengas freigesetzt[4].
Laut einer WWF-Studie stehen zudem 10 der 30 klimaschädlichsten Kohlekraftwerke innerhalb der EU in Deutschland.[5] Der WWF fordert, Kohle durch umweltfreundlichere Alternativen wie Gas und erneuerbare Energien zu ersetzen.

