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Erneuerbare Energien

Im Jahr 2007 hatte Deutschland einen Anteil von 3% am weltweiten CO2 Ausstoß. Gleichzeitig liegt es aber auch auf Rang 2 der Liste von Ländern mit den besten Klimaschutzmaßnahmen.  Die beiden größten CO2-Produzenten USA und China dagegen belegen auf dieser Positivliste lediglich die Plätze  55 und 40. Dies sind die Ergebnisse des Klimaschutzindex 2008[1].

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Eigene Grafik. Datenquelle: Germanwatch 2008

Die Bedeutung des Klimaschutzes wird in Deutschland also durchaus ernst genommen.  Politische Maßnahmen wie eine konsequente Mülltrennung, hohe Benzinbesteuerung und der schrittweise Atomausstieg (wobei dieser aus Klimaschutzgründen nicht unumstritten ist, siehe Atomenergie) weisen in eine klare Richtung. Gleichzeitig ist in Deutschland kaum jemand bereit auf ständige und unmittelbare Verfügbarkeit von Energie zu verzichten. Dennoch setzt sich die Meinung durch, dass nicht jeder Preis – vor allem nicht auf Kosten nachfolgender Generationen –  für Energie gezahlt werden kann. Politische Abhängigkeit von Energielieferländern, wachsende, unkontrollierte Macht von Konzernen, die über die begehrte Ware verfügen, rücksichtslose Ausbeutung endlicher Energiequellen und die nach wie vor ungeklärte Frage einer atomaren Endlagerung werfen neben dem aktuell diskutierten Klimawandel mit all seinen negativen  Folgen drängende Fragen auf. Sie münden häufig in der Forderung nach einem grundlegenden Umdenken. Die von vielen propagierte Zauberformel zur Umsetzung des Zieldreiecks bestehend aus Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit heißt „Erneuerbare Energien“.

Im Grunde genommen ist die Hinwendung zu erneuerbaren Energien keine wirklich revolutionäre Neuentdeckung, sondern vielmehr eine Art Rückschritt. Lange bevor mit der industriellen Förderung fossiler Energieträger wie Öl und Gas begonnen wurde, nutzten Menschen bereits Wasser und Wind, um Energie zu gewinnen. Selbst Gezeitenkraftwerke 35c sind keine neue Erfindung, sondern bereits seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Doch erst mit der Umwandlung mechanischer Energie in elektrische mithilfe der Dampfmaschine wurde die Energienutzung richtig angekurbelt. Spätestens seit diesem Zeitpunkt übernahmen Kohle und darauf folgend Erdöl die führende Rolle in  der Energiegewinnung[2].

Nicht zuletzt nach dem Ölpreisschock von 1973/74 wurde jedoch deutlich, dass auch mit dieser Energieform nicht unbedingt eine dauerhafte Versorgung sichergestellt war. Auch die zunächst von vielen (und von einigen noch heute) als Lösung aller Probleme gepriesene Atomenergie stellte sich als fragwürdig heraus. Die Erkenntnis, dass erneuerbare Energien eine zukunftsweisende Investition darstellen, ist längst keine reine Expertenmeinung mehr, sondern setzt sich unaufhaltsam auch in Öffentlichkeit und Politik durch. „Das Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien im Strombereich von derzeit gut 13 Prozent auf 25-30 Prozent im Jahre 2020 und danach kontinuierlich weiter zu erhöhen“[3].
Dank unaufhörlicher Forschung, Förderung und Finanzierung auch innovativer Entwicklungen im Bereich der Nutzung von Solarenergie und Biomasse steigt der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromgewinnung unaufhaltsam an und es ist kein Ende in Sicht. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung liegt in Deutschland mittlerweile bereits bei über 14 %. (siehe Grafik)

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Quelle: BEE 2007


Was steht nun hinter dem Begriff der Erneuerbaren Energien?  Was sind die Chancen und Möglichkeiten, wo sind die Grenzen dieses Ansatzes?
Bis 2040 wird sich der Weltenergieverbrauch verdoppeln[4]. Es stellt sich nun die Frage, ob moderne, auf nicht endliche Ressourcen zurückgreifende Technologien, eine sichere Alternative zur atomaren und fossilen Energieversorgung darstellen. Ist durch sie eine effektive und nachhaltige Verringerung der Abhängigkeit von Öl, Gas und Kohle zu erreichen? Können dadurch gar Konflikte 3 vermieden werden? All diesen Fragen soll anhand einer kurzen Vorstellung der wichtigsten herkömmlichen, sowie alternativen Energiegewinnungsformen unter Berücksichtigung der jeweiligen Möglichkeiten, Probleme und Vorteile nachgegangen werden.

 

Zuletzt aktualisiert: 05.02.2008 · Glasd

 
 
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