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B.A. Sozialwissenschaften
 
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Richtlinien für das Verfassen von Haus- und Abschlussarbeiten

Beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten sollten Sie einige Formalia und Handhabungen beachten. Folgende Auflistung soll Ihnen einen guten Leitfaden für Ihre wissenschaftlichen Arbeiten bieten. Beachten Sie, dass es bezüglich der BA-Arbeit gesonderte formale Anforderungen gibt, die Sie in der Beschreibung zu Modul 11 finden.

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Bestandteile einer Hausarbeit

1. Titelblatt

Seite 1, nicht paginieren; Universität, Fachbereich, Institut, Seminartyp und -titel, Semester, SeminarleiterIn, Thema der Arbeit, Verfassername und -anschrift plus Abgabedatum angeben (siehe Beispiel für ein Titelblatt).

2. Inhaltsverzeichnis

Seite 2, nicht paginieren; mit der Überschrift „Inhalt" versehen; Gliederung/Argumentationsweg der Arbeit angeben, die einzelnen Kapitel mit den jeweiligen Seitenzahlen aufführen, so dass Struktur und Gewichtungen der Arbeit (Schwerpunkt der Untersuchung, Umfang der einzelnen Kapitel) deutlich werden; die Gliederungspunkte müssen den Kapitelüberschriften im Text wortwörtlich entsprechen; empfohlen wird die Dezimalklassifikation mit eingerückten Unterkapiteln.

3. I. Einleitung

Seite 3, ab hier paginieren; als ersten Gliederungspunkt im Inhaltsverzeichnis aufführen; Umfang: etwa ein Zehntel des Gesamttextes; Hinführung zum Thema (evtl. Eingrenzung des Themas mit Begründung); Erkenntnisinteresse/Fragestellung, methodische Prinzipien und gedankliche Gliederung der Arbeit werden hier kurz vorgestellt (Was will ich wie auf welchem Weg erfahren?).

4. II. Hauptteil

Entfaltung der Argumentation; gründliche Untersuchung sorgfältig ausgewählter Beispiele im Hinblick auf das Thema; die Fragestellung muss als roter Faden diskret erkennbar sein.

5. III. Schluss

Prägnante Zusammenfassung der Ergebnisse, Beantwortung der in der Einleitung aufgeworfenen Frage; die eigenen Ergebnisse in einen größeren Zusammenhang einordnen; Ausblick auf noch zu untersuchende Aspekte geben.

6. Anmerkungen

Der Fußnotenapparat, falls dieser nicht jeweils unter der entsprechenden Textseite steht (was zu empfehlen ist).

7. Literaturverzeichnis/Bibliographie

Sämtliche verwendete, d.h. wörtlich oder sinngemäß zitierte und damit in den Fußnoten bereits vermerkte Literatur – alphabetisch geordnet – aufführen; am besten ‚hängende' Absätze verwenden (wegen der Übersichtlichkeit); im Inhaltsverzeichnis mit Seitenzahl, aber ohne Gliederungspunkt aufführen, da es nicht Teil der Argumentation ist.

8. Anhang

Falls vorhanden (Protokolle, Grafiken etc., auf die sich die Argumentation stützt); im Inhaltsverzeichnis mit Seitenzahl, aber ohne Gliederungspunkt versehen.


Stil/Prinzipien wissenschaftlichen Schreibens

  • klar und prägnant formulieren

  • Nominalstil, Genitivkonstruktionen, Schachtelsätze, Wortwiederholungen, passivische Schreibweise und übermäßigen Gebrauch von Fremdwörtern vermeiden

  • Fachtermini korrekt anwenden; Floskeln und Füllwörter radikal wegstreichen

  • sich als VerfasserIn zurücknehmen („Ich denke, dass ...“ etc.)

  • klare Gliederung (z. B. keine Vermischung von Inhaltsangabe und Analyse)

  • möglichst im ersten Satz eines neuen Abschnitts durchblicken lassen, worum es im Folgenden geht (z. B. durch ein Schlüsselwort)

  • keine Gefühlsäußerungen; jede Behauptung muss durch Argumente (Quelle, Sekundärliteratur) gestützt werden

  • objektives Urteil fällen; bei der Urteilsbildung alle relevanten Fakten berücksichtigen, den eigenen Standpunkt kritisch reflektieren

  • jede wörtliche oder sinngemäße Übernahme fremden Gedankenguts kenntlich machen; Literaturnachweis erbringen

 

Sonstige Formalia

(Siehe auch die Musterseite zur Formatierung einer Hausarbeit)

  • Umfang: Hausarbeiten B.A.: 15 bis 20 Seiten

  • Korrekturrand rechts (4,5 cm)

  • Schriftart: Arial, Times New Roman o. ä.; Schriftgrad: 12 Punkt

  • Zeilenabstand: 1½ -zeilig (Fußnoten und längere Zitate engzeilig)

  • Blocksatz verwenden

  • jedes Blatt nur einseitig beschreiben

  • ca. zwei bis drei Absätze pro Seite

  • Seiten nummerieren; Paginierung aber erst ab Einleitung

  • auf Rechtschreibung und Interpunktion achten (bei Zweifeln im Duden nachschlagen)

  • fremdsprachige Einzelbegriffe kursiv schreiben (z. B. middle class, blue collar/white collar, stratification)

  • bei Filmtiteln den Originaltitel verwenden (deutscher Verleihtitel in Klammern)

  • Fußnoten mit einem Großbuchstaben beginnen und mit einem Punkt beenden

  • Formulierungen im Text, die man vom eigenen Sprachgebrauch absetzen möchte (z. B. Umgangssprachliches), in einfache Anführungszeichen (‚und') setzen

  • mit Hervorhebungen im Text sparsam umgehen; die Form der Hervorhebung (fett, kursiv, unterstrichen) einheitlich halten

  • Tabellen und Schaubilder mit Überschriften versehen und fortlaufend nummerieren

 

Bei Abgabe der Arbeit unbedingt beifügen

Eine unterschriebene Eidesstattliche Erklärung sollten Sie bei Abgabe der Arbeit unbedingt beifügen.

 

Wissenschaftliches Zitieren

Bei der Verwendung wörtlicher Zitate im fortlaufenden Texte die Quellen gleich angeben: „Wenn nicht aller Anschein trügt, ist, was ich einmal die ärgerliche Tatsache der Gesellschaft nennen möchte, so allgegenwärtig unter Menschen wie die ärgerlichen Notwendigkeiten des Essens und Schlafens.“ (Dahrendorf 1974: 30). Bei sinngemäßen Zitaten kann ebenso verfahren werden: Vermutlich ist das Phänomen der Gesellschaft unter den Menschen ebenso präsent, wie die Grundbedürfnisse des Essens und Schlafens. (Dahrendorf 1974: 30). Bei mehrfachem Zitieren derselben Quelle in Folge kann ab dem zweiten Zitat weiter gekürzt werden: (ebd.: 35). Werden mehrere Veröffentlichungen eines Verfassers aus demselben Jahr zitiert, empfiehlt sich die Markierung mit Buchstaben nach der Jahreszahl: (Dahrendorf 1992a: 177); (Dahrendorf 1992b: 15). Es gibt verschiedene Systematiken des Zitierens. Wichtig ist die konsequente Verwendung einer davon im Text.

Der Text einer Hausarbeit besteht grundsätzlich aus eigenen Formulierungen. Direkte Zitate sind nur dann sinnvoll, wenn es bei der Argumentation auf Wörtlichkeit ankommt. Zitate sprechen nicht aus sich heraus; sie müssen vorbereitet und erläutert werden, damit sie in den Gedankengang des Textes integriert werden können. Ein Zitat ersetzt nicht die eigene Gedankenarbeit. Die Hausarbeit darf sich also nicht in der Paraphrasierung fremder Gedanken erschöpfen. Dazu ist die Bildung eines eigenen Urteils unerlässlich.

Es wird dringend empfohlen, die Arbeit vor Abgabe mit Blick auf Form, Rechtschreibung, Grammatik und Stil gründlich Korrektur zu lesen. Arbeiten mit gravierenden Mängeln in diesen Bereichen werden nicht als ausreichend akzeptiert.

 

Literaturangaben1

,Normales’ Buch (Monographie) mit einem Verfasser/einer Verfasserin

Verfassername, Vorname(n): Titel. Untertitel. Auflage [falls nicht 1. Auflage]. Ort: Verlag, Jahr.

Beispiel: Bourdieu, Pierre: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt: Suhrkamp, 1982.

Zeitschriftenaufsätze

Verfassername, Vorname: Titel. Untertitel. In: Zeitschriftentitel Jahrgangsnummer (Jahr). H. [Heftnummer nur, wenn die Hefte eines Jahrgangs einzeln paginiert sind]. S. _ - _.

Beispiel: Hopmann, Stefan: Über Hochstapler und andere Pädagogen. In: Neue Sammlung. Vierteljahres-Zeitschrift für Erziehung und Gesellschaft 33 (1993). H. 3. S. 421-436.

Sammelwerke (Herausgeberschriften)

Titel. Untertitel. Reihentitel. Hg. v. Vorname Name. Auflage [falls nicht 1. Auflage]. Ort: Verlag Jahr.

Beispiel: Symbolische Interaktion. Arbeiten zu einer reflexiven Soziologie. Hg. v. Heinz Steinert. Stuttgart: Ernst Klett 1973

Oder: Herausgebername, Vorname (Hg.): Titel. Untertitel. Auflage[falls nicht 1. Auflage]. Ort: Verlag Jahr.

Beispiel: Steinert, Heinz (Hg.): Symbolische Interaktion. Arbeiten zu einer reflexiven Soziologie. Stuttgart: Ernst Klett, 1973.

Aufsätze in Herausgeberschriften

Verfassername, Vorname: Titel. Untertitel. In: Herausgebervorname Name (Hg.): Titel. Untertitel. Reihentitel. Auflage [falls nicht 1. Auflage]. Ort: Verlag Jahr. S. _ - _.

Beispiel: Thomas, William I.; Thomas, Dorothy S.: Die Definition der Situation. In: Heinz Steinert (Hg.): Symbolische Interaktion. Arbeiten zu einer reflexiven Soziologie. Stuttgart: Ernst Klett, 1973. S. 333-335.

Bei mehr als zwei VerfasserInnen/HerausgeberInnen bzw. Erscheinungsorten kann nach dem ersten Namen bzw. Ort auch „u. a." oder „et al." stehen:

Thomas, William I. u.a. : Die Definition der Situation […].

Dissertationen

Verfassername, Vorname: Titel. Untertitel. Reihentitel. Diss. Ort Jahr Erscheinungsort: Verlag, Jahr.

Beispiel: Thorn-Prikker, Jan: Revolutionär ohne Revolution. Interpretationen der Werke Georg Büchners. Literaturwissenschaft – Gesellschaftswissenschaft 33. Diss. Bonn 1979. Stuttgart: Klett-Cotta, 1978.

Handbuch, Lexikon u.ä.

Titel. Bandnr.: Bandtitel. Hg. Name des Herausgebers. Auflage [falls nicht 1. Auflage]. Ort: Verlag, Jahr

Beispiel: Brockhaus. Enzyklopädie in 30 Bänden. 12: Hanf-Hurr. Hg. F.A. Brockhaus. 21. Aufl. Leipzig/Mannheim: Brockhaus, 2006.

Buch, herausgegeben von einer Körperschaft/einem Institut

Name der Körperschaft (Hg.): Titel. Untertitel. Reihentitel. Ort: Verlag, Jahr

Beispiel: Institut der deutschen Wirtschaft (Hg.): Berufliche Bildung zwischen Tradition und Fortschritt. Der Betrieb als Feld der Ausbildung, Fortbildung und Umschulung. Materialien zu bildungs- und gesellschaftspolitischen Fragen 33. Köln: Deutscher Instituts-Verlag, 1973.

Internet-Quellen

sollten gesondert und nach folgendem Format aufgeführt werden:

Verfassername, Vorname(n): Titel. Untertitel, in: http-Angabe, Abruf am Datum.

Beispiel: Wagner, Thomas: Jugendgangs auf der Spur, in: http//www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/599925/, Abruf am 3.08.2008.

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1) nach: B. Moennighoff, E. Meyer-Krentler: Arbeitstechniken Literaturwissenschaft. 12., korr. und aktualisierte Aufl. München: Fink 2005 [= UTB 1582].

Zuletzt aktualisiert: 05.05.2010 · naxd_a

 
 
 
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