Karl Barth (1886-1968) kann als der bedeutendste Dogmatiker des
20. Jahrhundert gelten. Er hat programmatisch die Autonomie der
Theologie vertreten und für die Unabhängigkeit der Kirche gegenüber
totalitären Systemen gekämpft. Sein Studium in Marburg (1908-1909) bei
Wilhelm Herrmann, den er Zeit seines Lebens als seinen Lehrer
bezeichnete, hat ihn an den Ausgangspunkt dieser kritisch-dialektischen
Theologie geführt. Mit Rudolf Bultmann verband ihn eine distanzierte
Weggenossenschaft.


