01.10.2009
Frühe Neuzeit: Herrschaft - Kommunikation - Transfer
Vortragsreihe im Wintersemester 2009/2010
Das Promotionskolleg für Geistes- und Sozialwissenschaften an der Philipps-Universität Marburg (jetzt Graduiertenzentrum Geistes- und Sozialwissenschaften) wurde von einem siebenköpfigen Initiatorenteam auf den Weg gebracht und hat im Juli 2005 seine Arbeit aufgenommen. Zu seinen satzungsgemäßen Zielen gehören die Verbesserung des interdisziplinären Dialogs zwischen den verschiedenen geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern, die Gründung fächerübergreifender Arbeitsgruppen zu verschiedenen Rahmenthemen, unter denen sich mehrere Promotionsprojekte zusammenfassen lassen, die Möglichkeit, Tagungen zu veranstalten und Gäste aus dem In- und Ausland einzuladen, ein Querschnittprogramm aus fachspezifischen und fächerübergreifenden Kursen und Workshops und anderes mehr.
In diesem Rahmen hat die Arbeitsgruppe „Frühe Neuzeit: Herrschaft – Kommunikation – Transfer“ bereits für das Wintersemester 2008/09 eine Vortragsreihe auf den Weg gebracht, die allgemein großen Anklang gefunden hat. Im Wintersemester 2009/10 wird diese Reihe nun fortgesetzt. Die Marburger Frühneuzeitforschung basiert auf einer guten interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen Geschichte, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Philosophie, Romanische Philologie, Altphilologie und Europäische Ethnologie. Auch die Arbeitsgruppe selbst, die seit der Begründung des Kollegs im Jahr 2005 besteht, setzt sich aus Doktorandinnen und Doktoranden der Geschichte, der Kunstgeschichte, der Literatur- und Kulturwissenschaften zusammen. Die konzeptionelle Klammer bilden dabei die Begriffsfelder „Herrschaft“ und „Herrschaftsausübung“.
In Anlehnung an neuere Forschungsdiskussionen zu diesem wichtigen Themenfeld der aktuellen Frühneuzeitforschung richtet sich der Fokus der Gruppe auf Kommunikations- und Transferprozesse, die sowohl hinsichtlich der Formen von Herrschaft während der Vormoderne als auch im weiteren Kontext kultureller Entwicklungsprozesse eine wesentliche Rolle spielen. Ausgehend von einem Herrschaftsbegriff, der Herrschaft als Aspekt komplexer Sozialbeziehungen versteht, steht für die Arbeitsgruppe „Herrschaftskommunikation“ im Vordergrund der wissenschaftlichen Projekte.
Die Vortragsreihe wurde entsprechend entlang der Begriffe „Herrschaft“, „Kommunikation“ und „Transfer“ konzipiert. Bei der Auswahl der Referentinnen und Referenten stand im Vordergrund, sowohl eine repräsentative zeitliche und geographische Breite der Vorträge zu gewährleisten als auch eine thematische und methodische Vielfalt anbieten zu können.
Weitere Informationen
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Veranstalter: Graduiertenzentrum Geistes- und Sozialwissenschaften der Philipps-Universität Marburg, Arbeitsgruppe 13 „Frühe Neuzeit: Herrschaft – Kommunikation – Transfer“
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Ernst von Hülsen-Haus, Hörsaal, Biegenstr. 11, 35037 Marburg (Garteneingang)
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Jeweils Dienstag 18-20 Uhr
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Gefördert vom Ursula-Kuhlmann-Fonds
20.10.2009
Annika Höppner M.A. (Marburg)
Herrschaft - Kommunikation - Transfer: Repräsentation des venezianischen Adels um 1700
27.10.2009
Dr. Matthias Th. Kloft (Gießen)
Die jüdische sakrale Legitimation kaiserlicher Herrschaft: Das Gebet für den Kaiser
03.11.2009
PD Dr. Frank Druffner (Marbach am Neckar)
Krummstab und Schwert - Repräsentation geistlicher Fürsten
10.11.2009
Prof. Dr. Achim Landwehr (Düsseldorf)
Schöpfung und Untergang. Venedigs Mythos und Dekadenz in der Frühen Neuzeit
17.11.2009
PD. Dr. Andreas Pečar (Rostock)
Von den Schwierigkeiten, "Godly Ruler" zu sein. Sprechakte der Stuartkönige Jakob VI./I. und Karl I. zwischen Politik und Bekenntnis
24.11.2009
Prof. Dr. Eckhart Hellmuth (München)
Der Diskurs um die Presse- und Meinungsfreiheit im England des frühen 18. Jahrhunderts
01.12.2009
Prof. Dr. Peter-Michael Hahn (Potsdam)
Brandenburgs Eintritt in die höfische Welt Alteuropas (1650-1700). Identitätsstiftung zwischen Tradition und Innovation
08.12.2009
Prof. Dr. Cornel Zwierlein (Bochum)
Medienvielfalt und Teilöffentlichkeiten: Zur Diskussion über die Absolution des Häretikers Heinrich IV. von Frankreich in Rom, 1589-1595
15.12.2009
Prof. Dr. Matthias Asche (Tübingen)
Von Konfessionseiden und heterodoxen Gelehrten – Mobilitätsphänomene, Existenzbedingungen und Wirkungsmöglichkeiten konfessionell devianter Professoren zwischen obrigkeitlicher Duldung, Landesverweis und freiwilligem Abzug
12.01.2010
Dr. Leonhard Horowski (Berlin)
Fürsorgliche Belagerer. Die Hofämter von Versailles und die Logik der Macht
29.01.2010
Prof. Dr. Sonja Fielitz (Marburg)
„Shakespeare“ crosses the Channel: Die englischen Komödianten in Hessen
26.01.2010
Prof. Dr. Volker Seresse (Kiel)
Die Erforschung politischer Sprache – Chancen und Probleme
02.02.2010
Almut Goldhahn M. A. (Florenz)
Von der Kunst des sozialen Aufstiegs – Kunstpatronage des venezianischen „Patriziato Nuovo“
09.02.2010
Dr. Cornelia Jöchner (Florenz)
Heiliger Ort und politischer Raum: die Architektur des Filippo Juvarra für die Kirche S. Maria di Natività bei Turin
Verantwortlich: Eva Bender M.A., André Griemert, Katja Heitmann M.A., Annika Höppner M.A., Dr. Ulrich Niggemann, Michael H. Sprenger M.A., Kerstin Weiand, Christoph Werner.
Ansprechpartner: Annika Höppner M.A. (hoeppner@fotomarburg.de)
Kontakt
Annika Höppner M.A.
Kunstgeschichtliches Institut
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