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Wirtschaftliche Internationalisierung und Tarifbeziehungen in der Bundesrepublik Deutschland, 1949-1975

(Dissertationsprojekt)

 

Die wirtschaftliche Internationalisierung während der „Trente Glorieuses“, den (beinahe) 30 Jahren überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums nach dem Zweiten Weltkrieg, war für die Tarifparteien in der Bundesrepublik Deutschland Rahmenbedingung und Objekt politischer Interessenvertretung zugleich. Wie nahmen die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter die realwirtschaftliche und institutionelle Internationalisierung der Wirtschaft wahr? Als Chance, als Risiko, oder gar nicht? Inwiefern beeinflusste die wirtschaftliche Internationalisierung direkt oder indirekt die Verhandlungspositionen in den Tarifbeziehungen? Und inwiefern versuchten die Tarifparteien, mittels der bundesdeutschen Außenwirtschaftspolitik die realwirtschaftliche und institutionelle Internationalisierung der Wirtschaft im eigenen Interesse zu gestalten?

 

Am historischen Gegenstand der Tarifbeziehungen zwischen dem Gesamtverband der deutschen Textilindustrie und der Gewerkschaft Textil-Bekleidung werden in Theorie und Methode Wirtschafts- und Kulturgeschichte einerseits sowie Geschichte und Neue Politische Ökonomie andererseits miteinander verknüpft. Mit den drei Leitbegriffen der „Institution“, „Einstellung“ und „Kultur“ läßt sich sowohl die Handlungs- als auch die Kognitionsebene der Akteure analysieren.

 

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Zuletzt aktualisiert: 18.10.2011 · Andrea Wiegeshoff

 
 
 
Fb. 06 - Geschichte und Kulturwissenschaften

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