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Regionale Variation der Standardsprechsprache

Die Dialekte des Deutschen werden seit etwa 120 Jahren intensiv erforscht und sind ausgesprochen gut dokumentiert. Die wichtigste Aufgabe einer modernen Regionalsprachenforschung besteht nun darin, alle Formen gesprochener Sprache „oberhalb“ des tiefsten Dialekts im gesamten deutschen Sprachraum zu untersuchen. Untersuchungsgegenstand ist die Sprachrealität der 90–98% der Sprecherinnen und Sprecher, die die alten Ortsmundarten nicht mehr beherrschen, deren Alltagssprache aber z.T. in erheblichem Maße von regionalsprachlichen Elementen geprägt ist (Substandard).

 

In einem Kooperationsprojekt mit dem Bundeskriminalamt und dem Institut für deutsche Sprache wurde die erste flächendeckende Erhebung des oberen Substandards in vergleichbaren, für die Sprecher alltäglichen Situationen durchgeführt: Beobachtet wurden Polizeibeamte bei der Beantwortung von Notrufgesprächen. Insgesamt konnten über 1.000 Polizeibeamte für eine freiwillige Teilnahme gewonnen werden. Sprachproben von über 300 Sprechern aus dem gesamten Bundesgebiet wurden für das Bundeskriminalamt aufbereitet und werden dort in eine Datenbank zur Sprecherermittlung integriert.

 

Hören Sie hier einen Radiobeitrag zum Projekt, der auf hr-Info am 1. November 2007 gesendet wurde.

Zuletzt aktualisiert: 16.11.2007 · Kehrein Roland, Fb. 09, 2824696

 
 
 
Fb. 09 - Germanistik und Kunstwissenschaften

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Tel. 06421 28-22483, Fax 06421 28-28936, E-Mail: dsa@staff.uni-marburg.de

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