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Syntax/Semantik-Schnittstelle

Mit der Syntax/Semantik-Schnittstelle wird im Kontrast zum Wort die Satzebene angespro­chen. Hier wendet sich der LOEWE-Schwerpunkt einem der größten Pro­ble­me der Sprach­theo­rie zu. Das Problem besteht seit jeher darin, das Verhältnis von Form ((Mor­pho‑)Syn­­tax) und Bedeutung (Semantik) zu beschreiben und zu erklären (sog. "linking"-Problem; Car­ter 1988), d. h. zu bestimmen, wie Sprachbenutzer einerseits konzeptuelle Inhalte, die sie mit an­de­ren Sprach­be­nutzern im Rahmen einer erfolgreichen verbalen Kommunikation teilen, anhand von syn­taktischen Strukturen enkodieren, und andererseits, wie solche Struk­turen dekodiert werden, in­dem ihnen die adäquaten konzeptuellen Inhalte zugeordnet werden. Die Mechanismen, die dabei wirk­sam sind, besitzen mit Sicherheit basiska­te­go­riel­len Status, haben sich aber bisher weitgehend der Analyse entzogen.

Enthaltene Teilprojekte:

Teilprojekt 5: Kasussynkretistische Prozesse in der Langzeitdiachronie (Fleischer/Rieken/Waltisberg/We­nin­ger/ Wid­mer)
Teilprojekt 6: Der Zusammenhang der Kasusmarkierung, Serialisierungsfixierung und Belebtheits­hier­ar­chie in den deutschen Regionalsprachen (Bornkessel-Schlesewsky/Fleischer/Schmidt)
Teilprojekt 7: Strategien der Argumentidentifikation in V1- und V2-Sprachen. Eine neurolinguistisch-diachrone Un­tersu­chung des Kymrischen (Bornkessel-Schlesewsky/Poppe/Widmer)

Zuletzt aktualisiert: 30.01.2012 · droegea

 
 
 
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