Am 8. Oktober 2011 wurde
Prof. Dr. Malte
Hagener (Philipps-Universität Marburg) für die Dauer von
zwei Jahren zum Ersten Vorsitzenden der
Gesellschaft
für Medienwissenschaft (GfM) gewählt. Die GfM ist mit über
800 Mitgliedern der Dachverband für die Diskussion, den Austausch und
die Profilierung medienwissenschaftlicher Themen. Die Gesellschaft für
Medienwissenschaft (bis Ende 2000: Gesellschaft für Film- und
Fernsehwissenschaft) wurde im November 1985 als eingetragener Verein
gegründet. Die Gesellschaft will ein Forum sein für Austausch und
Diskussion; sie will Anregungen vermitteln und öffentliche Debatten
initiieren. Die analogen und digitalen Medien haben inzwischen eine
Vielzahl beruflicher Spezialisierungen hervorgebracht, und auch ihre
wissenschaftliche Erforschung ist extrem partikularisiert. Die GfM will
diesen Prozessen entgegenwirken und sucht daher das interdisziplinäre
Gespräch. Eine wichtige Aufgabe ist es, zwischen Theorie und Praxis zu
vermitteln und die verschiedenen Teildisziplinen der Medienwissenschaft
zusammenzuführen. Die Diskussion in der GfM gibt ästhetischen,
historischen, soziologischen, psychologischen und
kommunikationstheoretischen Ansätzen in gleicher Weise Raum. Sie
fördert eine produktive Auseinandersetzung und tritt einer
Verabsolutierung der Einzelansätze entgegen. Da sich die Medien rasant
verändern, geht es darum, der Dynamik des Gegenstandes gerecht zu
werden. Die GfM will die Medienwissenschaften stärker profilieren und
ihnen hochschulpolitisch mehr Gewicht verleihen. Die Gesellschaft für
Medienwissenschaft dient vor allem der Selbstverständigung der
Medienwissenschaften. Sie vermittelt einen Überblick über nationale und
internationale Fachentwicklungen und Fachdebatten. Sie will so dazu
beitragen, Forschungsdefizite zu erkennen, Forschungsschwerpunkte und
Forschungsprojekte zu formulieren, und damit eine lebendige
Weiterentwicklung des Fachs zu gewährleisten.
Die Gesellschaft ermöglicht es den Absolventen eines
medienwissenschaftlichen Studiums, auch in ihrer beruflichen Praxis den
Kontakt zu den wissenschaftlichen Diskussionen zu wahren und dort
berufspraktische Erfahrungen zu thematisieren. Die GfM fördert nicht
zuletzt den Dialog zwischen den Generationen. Sie gibt dem
wissenschaftlichen Nachwuchs die Möglichkeit, sich zu profilieren, neue
Orientierungen und neue Perspektiven einzubringen.