AugenBlick - Marburger Hefte zur Medienwissenschaft
Eine Veröffentlichung des Instituts für Medienwissenschaft im Fachbereich 09 der Philipps-Universität Marburg. Das Heft erscheint dreimal im Jahr zu verschiedenen medienwissenschaftlichen Themen.
2008 wird AugenBlick mit einem neuen Design und unter einem
veränderten Herausgebergremium erscheinen. Damit tragen die Herausgeber
den zwischenzeitlichen Veränderungen im Marburger Institut für
Medienwissenschaft wie auch der rasanten medialen Entdifferenzierung
Rechnung: AugenBlick verlagert seinen filmischen Schwerpunkt in
eine umfassendere Betrachtung aller audiovisueller Medien. Vor allem
aber soll mit der Neukonzeption wieder eine regelmäßige
Erscheinungsweise gewährleistet werden (Infoblatt im PDF-Format).
Augenblick Nr.45
| Images of "True Nature" (in englischer Sprache) Angela Krewani, Astrid E. Schwarz (Hg. der Ausgabe) Die Beiträge beschäftigen sich mit Visualisierungsstrategien ökologischer Forschung und der Veränderungen von Bildern beim Transfer von Wissenschaft in Gesellschaft - und zurück. Abhängig vom historischen, kulturellen oder methodischen Kontext werden je andere visuelle Bilder von Natur generiert und verteidigt. Inhaltsverzeichnis und weitere Informationen (Schüren-Verlag). |
Augenblick Nr.44
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Nach dem (Golf-)Krieg ist vor dem (Golf-)Krieg. Zur Militarisierung der Wahrnehmung in den Massenmedien Burkhard Röwekamp, Matthias Steinle (Hg. der Ausgabe) 100 S., ISBN 978-3-89472-644-7 Der vorliegende Band setzt sich anhand der medialen Phänomenologie des letzten Golfkriegs mit den Austauschbedingungen von medialen und gesellschaftlichen Wahrnehmungspraxen auseinander. Am konkreten Beispiel dieses Krieges geht es zugleich um einen pragmatischen Zugang zur öffentlichen Kriegsbild-Produktion: Welche Interessen werden sichtbar? An welchen gesellschaftlichen Selbstbeschreibungsprozessen partizipieren die Bilder des Golfkriegs? Welche kollektiven Vorstellungsbilder kondensieren am medialen Material? Welchen Einfluss nehmen sie auf Kriegs-Diskurse? Welche Kontinuitäten und welche Brüche werden sichtbar? Welche Formen kritischer Reflexion sind in und neben den Leitmedien möglich? Die Beiträge nehmen sowohl Inszenierungsweisen in populären Bildmedien (Fernsehen, Film, Fotografie, neue Medien) als auch ihre Wirkungen in und Interdependenzen mit gesellschaftlichen und kulturellen Prozessen in den Blick. |
Augenblick Nr.43
| ENDE – Mediale Inszenierungen von Tod und Sterben Petra Missomelius (Hg. der Ausgabe) 108 S., ISSN 0179-2555 Der Band thematisiert die Wandlungen, die der Umgang mit dem Tod in der medialen Darstellung erfahren hat. Anhand des aus der kollektiven Erfahrung des ‹Schwarzen Todes› gespeisten Totentanzes an den mittelalterlichen Kirchhofmauern veranschaulicht Thomas Leßmann die kulturellen und historischen Wandlungen bildhafter Imagination im Umgang mit Tod und Sterben. Im Schwerpunktbereich Film zeigt Susanne Marschall anhand der internationalen Filmgeschichte auf, wie komplex sich filmische Inszenierungen des Todes darstellen. Matthias Steinle geht der lustvollen Grenzüberschreitung in der Burleske nach und fragt, wie diese mit dem Thema Tod umgeht. Der Doku-Soap im Fernsehen gilt die Analyse Andrea Noltes. Sie demonstriert an einem Beispiel die Konfrontation mit dem Tod in einer dokumentarisch angelegten Fernsehserie. Sven Stollfuß zeigt anhand der Fernsehserie C.S.I. auf, wie der routinierte Umgang mit den Toten in einer Koppelung von Verwissenschaftlichung und ausdifferenzierter Repräsentation toter Körper zum Thema gemacht und massenhaft verbreitet wird. Anja Todtenhaupt widmet sich dem jüngsten Zeichentrickfilm und demonstriert, wie sich mit Suicidal Squirrels ein morbides Zeichentrickprodukt vom Fernsehen in die Mobilfunkbranche ausweitet. Der Blick auf digitale Medien beschließt die Untersuchung verschiedener medialer Inszenierungen. Die Situation des Todes wird im Computerspiel, so zeigt Britta Neitzel auf, als verhandelbar dargestellt: will der Spieler, dessen Avatar soeben im Spiel verstorben ist, aufhören oder weiterspielen? Verena Kuni schließlich geht der Frage nach, welche Bedeutung Tod und Sterben für die Daten im zeitlosen World Wide Web haben. |
Augenblick Nr.42
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40 Jahre Erinnerung an 68 - Tyrannei der Jahreszahl? Heinz-B. Heller, Burkhard Röwekamp, Matthias Steinle (Hg. der Ausgabe) 164 S., ISBN 978-3-89472-642-3 "1968 oder die Tyrannei der Jahreszahlen" – unter diesem Titel zog die französische Tageszeitung Le monde am 30. Mai 2008 Bilanz der medial zelebrierten Erinnerung an die unter der Chiffre 'Mai 68' gefassten Ereignisse vor 40 Jahren. In Deutschland ist die öffentliche und wissenschaftliche Wahrnehmung von 68 perspektiviert durch den Komplex 'Terrorismus/RAF' und die Gewaltdebatte. Der Mehrwert für die Medienwissenschaft des '68-Erinnerungs-Events' im Jahr 2008 ist bisher eher gering. Vor diesem Hintergrund widmet sich die vorliegende Publikation bewusst weniger der Rekonstruktion von historischen Fakten und ihrer Bewertung, sondern vor allem den Modi der Erinnerung an jene Ereignisse im Frühjahr 1968 – sei es in Form der Mythen- und Legendenbildung, sei es des (selbst-)ironischen Abgesangs oder schlichtweg der selbstgerechten Verdrängung. Die Beiträge des Bandes nähern sich diesem Komplex aus verschiedenen Perspektiven und mit Blick auf unterschiedliche Medien: Literatur, Film, Fernsehen. |
Augenblick Nr. 41
| Paradoxien der Langeweile Franziska Heller, Elke Rentemeister, Thomas Waitz, Bianca Westermann (Hg. der Ausgabe) 120 S., ISBN 978-3-89472-641-6 Thema dieser Publikation ist das widerständige Potenzial von Konzepten und Sichten der Langeweile im Rahmen der Medienwissenschaft: Langeweile als paradoxe Artikulation von kultur- und medienwissenschaftlichen Diskursen? Welche Perspektiven eröffnet dieser paradoxe Gegenstand? Wo liegt das Widerständige in der Langeweile im Horizont etablierter populärer, kultureller und vor allem (zeit)ökonomischer Denkmuster? Die Beiträge beschäftigen sich mit dem Thema „Langeweile“ unter dem Aspekt der Medienphilosophie, ästhetischen Prinzipien und sinnlicher Erfahrungsmodi. Detailanalysen am Beispiel von Film, Architektur und Fernsehen vertiefen und verdeutlichen die theoretischen Überlegungen. |
Bestellungen bitte an Prof Dr. Günter Giesenfeld.
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