Dr. habil. Jan Süselbeck
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Neuere deutsche
Literatur (u.a. zuständig für: Literaturvermittlung in den Medien,
Mitglied des Fachbereichrats Germanistik und Kunstwissenschaften),
Philipps-Universität Marburg an der Lahn sowie wissenschaftlicher
Mitarbeiter an der Universität Siegen.
Vorsitzender des Marburger Literaturforums e.V., Marburg an der Lahn
Neuigkeiten:
Sommersemester 2012: Gastwissenschaftler des Graduiertenkollegs "Generationengeschichte. Generationelle Dynamik und historischer Wandel im 19. und 20. Jahrhundert", Georg-August-Universität Göttingen.
Wintersemester 2011/2012: Habilitation, venia legendi für das Fachgebiet Neuere deutsche Literatur.
Wintersemester 2009/2010: Vertretung der Professur von Thomas Anz am Institut für Neuere Deutsche Literatur, Philipps-Universität, Marburg an der Lahn (Fachgebiet "Geschichte der Neueren deutschen Literatur / Literaturtheorie").
Weitere Informationen:
Biographisches
Forschungsschwerpunkte
Lehre
Tagungen, Vorträge und Moderationen
Monografien und Sammelbände
Dr. habil. Jan Süselbeck
Wiss. Mitarbeiter
Philipps-Universität Marburg » Germanistik und Kunstwissenschaften » Neuere deutsche Literatur
| Telefon* | 28-24937 |
|---|---|
| Fax* | 28-28973 |
| E-Mail* | jan.sueselbeck@staff |
| Raum | 02A17 |
| Gebäude | GWS Kern A |
| Adresse |
Wilhelm-Röpke-Straße 6 35032 Marburg (Paketpost: 35039 Marburg) |
Biographisches
Sommersemester 2012: Gastwissenschaftler des Graduiertenkollegs "Generationengeschichte. Generationelle Dynamik und historischer Wandel im 19. und 20. Jahrhundert".
Seit Mai 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen.
Wintersemester 2011/2012: Habilitation im Fachbereich Germanistik und Kunstwissenschaften der Philipps-Universität Marburg, venia legendi im Fachgebiet Neuere deutsche Literatur.
Seit 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Thomas Anz an der Philipps-Universität Marburg und Redaktionsleiter der Zeitschriftliteraturkritik.de.
Davor unter anderem: Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsorganisation für den Verbrecher Verlag, freier Lektor, freier Autor und Journalist in Berlin. Reiseleiter auf Mallorca, Behindertenbetreuer, Jobs u.a. beim Deutschen Theater, der Kunstzeitschrift Starship und beim Klett Verlag. Nachhilfelehrer für Deutsch und Englisch im Türkischen Bildungsverein Berlin-Neukölln.
Forschungsschwerpunkte
Habilitation:
Im Angesicht der Grausamkeit. Zur Emotionalisierungsästhetik literarischer und audiovisueller Kriegsdarstellungen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert
(Publikation in Vorbereitung)
Untersucht werden emotionale Wirkungsweisen von Kriegsdarstellungen aus dem 19., 20. und 21. Jahrhundert – verstanden als Elemente literarischer und (audio-)visueller Dispositive, welche die kollektive Wahrnehmung von Kriegen auf affektive Weise zu beeinflussen und zu modifizieren vermochten – oder auch nicht. Die zentralen Fragen der Arbeit lauten: Gibt es so etwas wie ein ‚Skript’ tabuisierter ‚Gewaltlust‘, welches die Kriegs-Narrative seit dem 19. Jahrhundert im Sinne unterschiedlichster ‚Emotionalisierungsstrategien‘ bestimmte? Wann werden ‚Anti‘-Kriegs-Erzählungen zu ungewollten Affirmationen des Kriegs? Wann und wie wird es umkehrt möglich, dass Kriegspropaganda das genaue Gegenteil von dem erreicht, was sie auslösen wollte?
Die spätestens seit Ende des 19. Jahrhunderts in die Krise geratenen Versuche, die (künstlerischen) Repräsentationen von Kriegen der Entwicklung moderner Kampftechnologien bzw. ihrer unüberschaubar gewordenen Folgen anzupassen, erscheinen paradox: Diese „Erzählungen“ wurden und werden ungeachtet der angeblichen 'Undarstellbarkeit' des Darzustellenden immer noch benutzt, um als ‚Anti‘-Kriegsnarrative Empörung gegen den Krieg hervorzurufen – oder auch, um ihn im Sinne des jeweils geltenden Macht-Diskurses zu verherrlichen. Historische Kriegsdarstellungen erinnern aber auch an vergessene Kriegsschauplätze und -verbrechen: Sie sind als Quellen lesbar, in denen Ideologien genauso vermittelt werden können wie in massenwirksamer Propaganda. Sie zeugen darüber hinaus von der Wut und der Verzweiflung traumatisierter Individuen, die in bestimmten soziokulturellen Umfeldern als „nicht betrauerbar“ eingestuft wurden und in einem solchen „Raster des Krieges“ (Judith Butler) als Menschen ‚gar nicht mehr zählten‘.
Die Arbeit geht also den konkreten Gefühlen nach, die solche Darstellungen beim Rezipienten mit ihrer spezifischen Emotionalisierungsästhetik erzeugen wollen – und wie bzw. ob ihnen dies gelingt. Nicht zuletzt fragt die Untersuchung danach, was all dies für die ästhetischen Modifikationen solcher Artefakte bedeutet, die die globale Vermittlungsinstanz des Internets provoziert hat.
Die Habilitation behandelt sowohl literarische Kriegsbeschreibungen (von Heinrich von Kleist über Victor Hugo, Lew N. Tolstoj bis hin zu Jonathan Littell und Lukas Bärfuss) als auch viele Filme (von Lewis Milestone, Francis Ford Coppola, Stanley Kubrick, Paul Verhoeven etc.). Nicht zuletzt spielen die Debatten um die Folterbilder aus Abu Ghraib eine zentrale Rolle (etwa unter Berücksichtigung von Judith Butlers Analysen sowie von Elfriede Jelineks ‚postdramatischer‘ Literatur).
Weitere Informationen zu verwandten Forschungs- und Publikationsprojekten finden Sie hier.
Weitere wissenschaftliche Interessengebiete:
Emotionsforschung, Repräsentationen des Krieges, Postcolonial Studies, Interkulturalität, Literatur nach Auschwitz, Literarischer Antisemitismus, Gegenwartsliteratur, Literaturkritik, Film- und Theaterwissenschaft
Lehre
Sprechstunden: Bitte persönlich und individuell per E-Mail vereinbaren.Vorlesung: Literarischer Antisemitismus im 19. Jahrhundert. Romantik, Vormärz, Realismus
Übung: Formen literaturkritischen Schreibens
Hauptseminar (zusammen mit Dr. Urte Helduser):
Generationenfragen und NS-Erinnerung in der Literatur seit den 1970er-Jahren
Das Thema der „Generationen“ ist und bleibt in aller Munde. Dies zeigt nicht zuletzt der seit einigen Jahren anhaltende Boom der Familienromane. Besondere Bedeutung kommt im Rahmen der Generationenkonstrukte, die diese beliebten Bücher entwerfen, bereits seit den 1960er- und 1970er-Jahren dem Thema der NS-Verstrickung der ‚Kriegsgeneration‘ zu, mit der sich deren schreibende Kinder und Enkel produktiv auseinandersetzen. Auffallend ist vor allem die emotionale Ambivalenz der Familienbeziehungen, die in diesen Texten geschildert werden: Brüske Anklagen, kritische biografische Nachforschungen der Nachgeborenen sowie der Impetus, auf erzählerischem Wege eine wie auch immer geartete Versöhnung mit der schuldbeladenen älteren Generation nahezulegen, gehen hier oftmals Hand in Hand.
Ziel des Seminars ist es, die narrativen Modelle einer solchen vielfach diskutierten literarischen ‚Vergangenheitsbewältigung‘ genauer zu untersuchen. Zentrale Fragen des Seminars lauten: Inwiefern haben sich die Parameter des Erzählens vom Nationalsozialismus in den neueren ‚Generationengeschichten‘ gewandelt und welche Kontinuitäten bestehen fort? Wie ließen sich diese neuen Erzählformen literaturwissenschaftlich charakterisieren?
Behandelt werden dazu voraussichtlich Christa Wolfs „Kindheitsmuster“ (1976), Bernvard Vespers „Die Reise“ (1977), Bernhard Schlinks „Vorleser“ (1995), Günter Grass’ „Im Krebsgang. Novelle“ (2002), Tanja Dückers’ „Himmelskörper“ (2002), Uwe Timms „Am Beispiel meines Bruders“ (2003), Arno Geigers „Es geht uns gut“ (2005) und Dagmar Leupolds „Nach den Kriegen. Roman eines Lebens“ (2004).
Übung:
Formen literaturkritischen Schreibens
„Das Publikum muß stets Unrecht erhalten und sich doch immer durch den Kritiker vertreten fühlen“, schreibt Walter Benjamin in der dreizehnten seiner berühmten Thesen zur „Technik des Kritikers“. Ein Satz, der auf Anhieb nicht ganz leicht zu verstehen ist. Ähnlich unwägbar und ambivalent stellt sich der Beruf des Literaturkritikers aber tatsächlich dar: Wie bewertet man literarische Texte, ohne unbedingt auf den Geschmack des Massenpublikums Rücksicht zu nehmen, wenn man gleichzeitig als Feuilleton-Autor reüssieren und vielleicht sogar selbst viel gelesen bzw. ernstgenommen werden will?Wichtige Strategien, die sich angehende KulturjournalistInnen dazu für ihr Schreiben aneignen sollten, wenn sie erfolgreich als LiteraturkritikerInnen arbeiten wollen, werden in der Übung erprobt – in erster Linie durch die Diskussion selbst geschriebener Rezensionen, aber auch durch die systematisch vorangetriebene Zeitungslektüre. Dafür sollen unter anderem auch die Feuilletons wichtiger Tages- und Wochenzeitungen sowie maßgebliche literaturvermittelnde Websites von den TeilnehmerInnen vorgestellt werden.
Wintersemester 2011/12:
Übung:
Formen literaturkritischen Schreibens
"Habt ihr auch so Mühe, beim Lesen wach zu bleiben? Bei mir wird das immer schlimmer. Fünf Seiten, und ich bin weg." Darf eine renommierte Literaturkritikerin wie Ursula März so etwas überhaupt zugeben? Und dann auch noch in der ehrwürdigen Wochenzeitung "Die Zeit" (3. Mai 2011)?
Professionelle RedakteurInnen lehnen derartige persönliche Bekenntnisse ihrer AutorInnen in deren Rezensionen in der Regel ab. Mit einer Ausnahme: Wenn die Journalistin weiß, wie sie solche selbstironischen Bemerkungen als gezielten rhetorischen Effekt zur Befeuerung ihrer Kritik nutzen kann. Wenn nämlich März am Ende des zitierten Textes wie nebenbei verrät, dass er anlässlich der Lektüre eines Lebensratgeber-Buchs der evangelischen Theologin Margot Käßmann entstanden ist, funktioniert ihre 'müde' Pointe plötzlich doch noch. März' 'private' Abschweifung in Form eines zerknirschten Geständnisses mangelhaften beruflichen Durchhaltevermögens, die in diesem Fall einen Großteil des Artikels ausmacht und die Spannung auf dessen Ausgang umso mehr steigert, erlaubt am Ende sogar ein wohlwollendes Lob des besprochenen Buchs - obwohl doch in der Rezension implizit längst umso deutlicher gemacht wurde, dass es ganz und gar unlesbar sei.
Diese und viele andere kluge Strategien, die sich angehende KulturjournalistInnen aneignen sollten, wenn sie erfolgreich als LiteraturkritikerInnen arbeiten wollen, werden in der Übung ausprobiert - in erster Linie durch die Diskussion selbst geschriebener Rezensionen, aber auch durch die systematisch vorangetriebene Zeitungslektüre. Dafür sollen unter anderem auch die Feuilletons wichtiger Tages- und Wochenzeitungen sowie maßgebliche literaturvermittelnde Websites von den TeilnehmerInnen vorgestellt werden.
Sommersemester 2011:
Hauptseminar (zusammen mit Dr. Urte Helduser):
Literarischer Antisemitismus: Argumentations- und Darstellungsmuster im 19. und frühen 20. Jahrhundert
Zeitgleich mit der Herausbildung eines „deutschen Nationalbewusstseins" und der Suche nach den Ursprüngen der deutschen Sprache beginnt in der „Sattelzeit" (Reinhart Koselleck) um 1800 eine kulturkritische Perhorreszierung als „fremd" empfundener Geistes- und Literaturtraditionen. Dieser „selektive" Blick auf die deutschsprachige Kultur hatte verhängnisvolle Folgen, die bis heute nachwirken.
Antisemitische Bilder und Argumentationsmuster in literarischen Texten des 19. Jahrhunderts wurden jedoch lange ignoriert - und werden es teils bis heute. Motivgeschichtliche Sammlungen stereotyper Figurationen „des Juden" in der Literaturwissenschaft arbeiteten mitunter sogar einer Festigung antisemitischer Wahrnehmungsweisen zu. Im Seminar geht es dagegen um eine hermeneutische, narratologische und kulturwissenschaftliche Analyse solcher Argumentations- und Darstellungsmuster in der kanonischen Prosa des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Zur Lektüre sind vorläufig u.a. bereits vorgesehen: Achim von Arnim, Die Majoratsherren (1820); Wilhelm Hauff, Jud Süß (1827); Annette von Droste-Hülshoff, Die Judenbuche (1842); Richard Wagner, Das Judenthum in der Musik (1850); Gustav Freytag, Soll und Haben (1855); Wilhelm Raabe, Der Hungerpastor (1864) und Thomas Mann, Wälsungenblut (1921).
Hauptseminar (als Co-Moderator zusammen mit PD Dr. Jochen Strobel und Dr. Jörg Schuster):
Gegenwartsliteratur 2000-2010
Die Gegenwartsliteratur findet seit einigen Jahren immer mehr das Interesse der Literaturwissenschaft. Lange Zeit behauptete fast allein die Literaturkritik ihre Zuständigkeit für kürzlich erschienene Texte, überwogen die Zweifel an der Möglichkeit methodengeleiteten literaturwissenschaftlichen Sprechens darüber. Allerdings ist heute längst nicht entschieden, welche deutschsprachigen Bücher des vergangenen Jahrzehnts als repräsentativ angesehen werden können, welche Bücher aus dieser Zeit auf Dauer im Gedächtnis kommender Lesergenerationen ihren Platz finden werden. Die als Kolloquium konzipierte Lehrveranstaltung ermöglicht eine offene Diskussion über typische Themen, Trends, Schreibweisen, Diskurse in der Literatur der letzten zehn Jahre. Der Kenntnisstand der Literaturkritik soll dabei ebenso herangezogen werden wie derjenige der Germanistik. An der Textauswahl sollen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv beteiligen:
Jeweils über 1-2 Sitzungen wird ein Roman, ein Theatertext, ein Lyrik-, Essay- oder Prosaband im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Als Co-Moderatoren werden sich Dr. Jörg Schuster und Dr. Jan Süselbeck beteiligen.
Übung:
Formen literaturkritischen Schreibens
Die „Medienexperten", moniert Helmut Böttiger in einem Artikel, den er kürzlich in der „Süddeutschen Zeitung" publizierte, taxierten die Literatur nur noch im Blick auf ihre Massenkompatibilität, anstatt über die ästhetische Qualität von Texten nachzudenken. Was für diese Publizisten zähle, sei tatsächlich nur noch das, was sich auch verkaufe: „Nimmt man sie beim Wort, sind das Hansi Hinterseer und Rosamunde Pilcher."
Der Literaturkritiker sollte jedoch versuchen, sich von den Interessen des Marktes und dem Konformitätsdruck des Literaturbetriebs zu emanzipieren. Nur so kann er dem „Schema erstarrter Phrasen" entsagen, das schon Theodor W. Adorno als Krisensymptom der Literaturkritik nach 1945 benannte. Doch wie genau könnte man dem allgemeinen PR-Gerede, an dem das heutige Feuilleton laut Böttiger zunehmend krankt, überhaupt noch etwas entgegen setzen?
Diese und viele andere Fragen, mit denen sich der angehende Kulturjournalist konfrontiert sieht, werden in der Übung beantwortet - in erster Linie durch die Diskussion selbst geschriebener Rezensionen, aber auch durch die systematisch vorangetriebene Zeitungslektüre. Dafür sollen die Feuilletons wichtiger Tages- und Wochenzeitungen sowie maßgebliche literaturvermittelnde Websites vorgestellt werden.
Wintersemester 2010/2011:
Hauptseminar
1929 beklagte Arnold Zweig in der „Weltbühne“ eine „frisch-fröhliche Konjunktur“, die ihm abermals die „alte Freude am Krieg als unbürgerlicher Lebensform, als Gelegenheit zum großen Abenteuer“ heraufzubeschwören schien: Ende der 1920er-Jahre, also eine Dekade nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, gab es eine große Welle neuer Romanerscheinungen, die das Fronterlebnis der Jahre von 1914-1918 thematisierten. Dabei kam es zu bemerkenswerten öffentlichen Erregungen und kontroversen Debatten über das Für und Wider von „Antikriegsromanen“ und ihre fragwürdigen Gegenmodelle.
Ziel des Hauptseminars ist die vergleichende Lektüre ausgewählter Beispieltexte dieser kriegskritischen bzw. -verherrlichenden Gattung, deren Genese bereits während des Kriegs einsetzte. Mit Hilfe ideologiekritischer und narratologischer Detailanalysen wird die grundsätzliche Ambivalenz ihrer Darstellungsmuster herausgearbeitet: Hilft die im Blick auf diese Werke in der Literaturwissenschaft mittlerweile ‚modisch‘ gewordene Feststellung weiter, Kriege seien „undarstellbar“? Was beschreiben diese Frontromane überhaupt, wie schildern sie es – und welche politischen Zielsetzungen verfolgen sie damit?
Auf dem Programm stehen Texte von Walter Flex, Ernst Jünger, Erich Maria Remarque, Ludwig Renn, Siegfried Kracauer, Arnolt Bronnen, Edlef Köppen und Arnold Zweig. Im Fall von Erich Maria Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“ wird die vielfach zensierte und umstrittene Verfilmung Lewis Milestones von 1930 in die Diskussion einbezogen.
Übung
Formen literaturkritischen Schreibens
Unter der Überschrift „wunderbar kranker lesestoff“ urteilt eine begeisterte „Kundenrezensentin“ auf der Website von Amazon.de über Helene Hegemanns umstrittenen Roman „Axolotl Roadkill“ (2010): „Auch wenn ein Großteil des Geschriebenen aus einem Internetblog geklaut wurde, kann ich einfach nur sagen: top und Daumen hoch!“
Nicht nur, dass die Einschränkung in dieser Wertung, ein „Großteil“ des Romans sei abgeschrieben, nicht zutrifft. Auch der zweite Teil des Satzes lässt den Leser eher ratlos zurück, da er nirgends weiter begründet wird.
So geht das also offensichtlich nicht – Literaturkritiken schreiben. Doch wie genau könnte man es besser machen? Diese und viele andere Fragen, mit denen sich der angehende Kulturjournalist konfrontiert sieht, werden in dieser Übung beantwortet – in erster Linie durch die Diskussion selbst geschriebener Rezensionen, aber auch durch die systematisch vorangetriebene Zeitungslektüre. Dafür sollen die Feuilletons wichtiger Tages- und Wochenzeitungen sowie maßgebliche literaturvermittelnde Websites vorgestellt werden.
Frühere Semester (Auswahl):
Übungen:
1)
Polemik und Satire im Kulturjournalismus
„Tatsächlich erinnert mich Stifter immer an Heidegger, an diesen lächerlichen nationalsozialistischen Pumphosenspießer. [...] Heidegger hat alles Große so verkleinert, dass es deutschmöglich geworden ist [...]. Heidegger ist der Pantoffel- und Schlafhaubenphilosoph der Deutschen, nichts weiter.“
Tiraden wie diese mögen nicht von jedem als lustig empfunden werden. Manche Leser sind sogar so empört über eine solche „Schmähkritik“, dass sie dagegen rechtliche Schritte einleiten. Wenn sie mit der kritisierten Person identisch sind, die im Text durch ein argumentum ad hominem auf „ehrverletzende Weise“ in ihrem Recht auf Persönlichkeitsschutz beeinträchtigt wird, hat so eine Klage auch Aussicht auf Erfolg.
Trotzdem wurden Kritik und Humor in der Literaturgeschichte immer wieder auf äußerst einfallsreiche Weise miteinander verbunden. Und so ist das Zitat aus Thomas Bernhards Roman „Alte Meister“ (1985) ein markantes Beispiel für eine Vermischung von Polemik und Satire, die auch in der Literaturkritik nach wie vor besonders gerne verwendet wird, um die Leser effektiv zu polarisieren.
Die wichtigsten Handwerksregeln, die man beim kreativen Umgang mit solchen Textformen beachten sollte, werden in gemeinsamer Schreib- und Redaktionsarbeit vermittelt. Die Feuilletons wichtiger Tages- und Wochenzeitungen sowie maßgebliche literaturvermittelnde Websites sollen von den Teilnehmern im Plenum vorgestellt und nach inspirierenden polemischen bzw. satirischen Textbeispielen durchsucht werden.
2)
Formen literaturkritischen Schreibens
Literaturkritiker haben einen schweren Stand. Viele meinen sogar, sie seien überflüssig. Und Literaturwissenschaftler nehmen sie sowieso nicht besonders ernst. Doch „Totgesagte leben länger“, wie Jörg Drews 1999 geradezu trotzig bemerkte.
Wie geht es im neuen Jahrtausend, da tatsächlich immer weniger Menschen gedruckte Zeitungen lesen, mit dem kulturjournalistischen Genre weiter? Wie kann man sich im World Wide Web nachhaltig als Literaturkritiker profilieren? Und wie lernt man das überhaupt – gute Buchbesprechungen zu schreiben?
Diese und viele andere Fragen, mit denen sich der angehende Rezensent konfrontiert sieht, werden in dieser Übung beantwortet – in erster Linie durch die Diskussion selbst geschriebener Kritiken, aber auch durch die systematisch vorangetriebene Zeitungslektüre. Dafür sollen die Feuilletons wichtiger Tages- und Wochenzeitungen sowie maßgebliche literaturvermittelnde Websites vorgestellt werden.
Wintersemester 2009/10:
Hauptseminare:
1)
Postcolonial Studies. Theoretische Grundlagentexte und ihre hermeneutische Anwendung
Erst seit einigen Jahren wird mit den Postcolonial Studies auch in der deutschsprachigen Literaturwissenschaft ein Paradigmenwechsel wirksam, der vor allem von der amerikanischen Literatur- und Kulturtheorie ausging. Die US-Germanistin Susanne Zantop diagnostizierte 1997 eine postkoloniale Amnesie im deutschen kulturellen Gedächtnis und wies nach, dass es sogar schon im Zeitraum von 1770-1870, also noch vor der relativ kurzen deutschen Kolonialzeit von 1884-1919, eine rege phantasmatische Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Kolonialismus in der deutschsprachigen Literatur gab. Aus dieser Perspektive wird nun auch die Zeit nach der deutschen Kolonialära in ein ganz neues Licht gerückt: Im Jahr 2008 stellte etwa Sabine Wilke fest, dass man „eigentlich die gesamte deutsche Literatur nach dem Ersten Weltkrieg als postkoloniale Literatur neu lesen müsste“.
Im Hauptseminar werden theoretische Grundlagentexte der ‚großen Drei‘ der Postcolonial Studies, Edward W. Said, Homi K. Bhabha und Gayatri Chakravorty Spivak, gelesen, um sie für die Interpretation ausgewählter literarische Texte aus dem 19., 20. und 21. Jahrhundert fruchtbar zu machen, die bereits Gegenstand ‚postkolonialer‘ Deutungen geworden sind.
Bis zu Semesterbeginn sind folgende theoretische Publikationen zu lesen: Edward W. Said, „Orientalismus“, Homi K. Bhabha, „Die Verortung der Kultur“, Gayatri Chakravorty Spivak, „Can the Subaltern Speak? Postkolonialität und subalterne Artikulation“ sowie Klaus Theweleit, „PlayStation Cordoba/Yugoslavia/Afghanistan etc. Ein Kriegsmodell“, in: Ders.: Der Knall. 11. September, das Verschwinden der Realität und ein Kriegsmodell. Frankfurt am Main 2002, S. 7-61.
Zur vorbereitenden Lektüre für die hermeneutische Praxis sind folgende Texte vorgesehen: Heinrich von Kleist, Die Verlobung in St. Domingo (1808); Joseph Conrad, Herz der Finsternis (1902); Gustav Frenssen, Peter Mohrs Fahrt nach Südwest (1906); Franz Kafka, In der Strafkolonie (1919); Arno Schmidt, Seelandschaft mit Pocahontas (1953); Nicolas Born, Die Fälschung (1979), Uwe Timm, Morenga (1985) sowie Christian Kracht, Ich werde hier sein, im Sonnenschein und im Schatten (2008).
2)
"Das kann man nicht erzählen." - Genozide als Thema der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
Das Postulat, dass das referentielle Vermögen der Sprache angesichts der Shoah an seine Grenze stoße, dominiert die Diskussion einer Möglichkeit des Schreibens über Auschwitz nach wie vor. Dem gegenüber steht aber auch die vehemente Kritik einer solchen „Unsagbarkeits-Topik“, wie sie etwa Jorge Semprun oder Ruth Klüger geäußert haben.
Sie gehören zu den Protagonisten einer im 20. Jahrhundert entstandenen Literaturgattung, die sich aus Texten Überlebender zusammensetzt, deren Ziel es ist, ein Zeugnis von den Verbrechen des Holocausts abzulegen.
Im Seminar werden neben bereits bekannteren Werken wie Klügers Autobiografie „weiter leben. Eine Jugend“ (1992) auch die Prosa und Theaterstücke von jüngeren deutschsprachigen Autoren diskutiert, die sich als Nachgeborene aus ganz anderen Blickwinkeln an das Thema herangewagt haben und über deren Bücher im In- und Ausland teils erhitzte Debatten geführt werden.
Zu problematisieren ist zudem das Phänomen, dass mittlerweile auch Genozide wie der türkische Völkermord an den Armeniern (1915/16) oder der Hutu an den Tutsi in Ruanda (1994) in Werken wie denen von Edgar Hilsenrath, Lukas Bärfuss und Hans Christoph Buch zum Thema der Gegenwartsliteratur geworden sind und zunehmend in die literaturwissenschaftliche Debatte um die Darstellbarkeit von Auschwitz mit einbezogen werden.
Das Seminar fragt zum einen nach den Traumata, mit denen solche Texte umgehen, sowie nach den jeweiligen erzählerischen Mitteln, mit denen die Texte den Leser emotionalisieren – oder auch im Gegenteil die Empathie des Rezipienten bewusst abzuwehren versuchen. Zum anderen steht die kritische Frage nach der Vergleichbarkeit der unterschiedlichen thematisierten Genozide im Mittelpunkt – und wie damit in den einzelnen Werken umgegangen wird.
Übungen:
1)
Textformen im Feuilleton
„Ein Feuilleton schreiben heißt auf einer Glatze Locken drehen“, spottete einst der große Sprachkritiker Karl Kraus in seiner legendären Zeitschrift „Die Fackel“. In der Tat: Rezensionen, Glossen oder Kolumnen zu schreiben ist eine Kunst für sich. Man muss es üben, trainieren und vor allem: dafür viel Zeitung lesen. Die wichtigsten Handwerksregeln, die man beim kreativen Umgang mit solchen Textformen beachten muss, werden in gemeinsamer Schreib- und Redaktionsarbeit vermittelt. Die Feuilletons wichtiger Tages- und Wochenzeitungen sowie maßgebliche literaturvermittelnde Websites sollen von den Teilnehmern im Plenum vorgestellt werden.
2)
Kritiken schreiben
Wie bewertet man als Journalist ein Buch? Darf man in einer Rezension eines spannenden Romans überhaupt verraten, wie dessen Geschichte ausgeht? Was macht man, wenn die Handlung des vorzustellenden Textes so kompliziert ist, dass man viel zu wenig Platz hat, um sie genau wiederzugeben? Hat man als Kritiker nicht die Aufgabe, Einfluss auf das Kaufverhalten der Leser zu nehmen?
Diese und viele andere Fragen, mit denen sich der angehende Kulturjournalist konfrontiert sieht, werden in dieser Übung beantwortet – in erster Linie durch die Diskussion selbst geschriebener Kritiken, aber auch durch die systematisch vorangetriebene Zeitungslektüre. Dafür sollen die Feuilletons wichtiger Tages- und Wochenzeitungen sowie maßgebliche literaturvermittelnde Websites vorgestellt werden.
Sommersemester 2009:
Hauptseminar:
Literarische Repräsentationen des Krieges und ihre Effekte (II): Theater der
Gewalt (19.-21. Jahrhundert)
Sommersemester 2008:
Hauptseminar:
Literarische Repräsentationen des Krieges und ihre Effekte (19.- 21. Jahrhundert)
Davor:
Seit 2005 jedes Semester zwei Lehrveranstaltungen zum Kulturjournalismus (siehe die online stehenden früheren Vorlesungsverzeichnisse).
Hier einige Beispiele in chronologischer Reihenfolge:
- Theater- und Filmkritik (Sommersemester 2006)
- Kulturjournalistisches Schreiben: Glossen, Rezensionen, Kommentare (Wintersemester 2006/2007)
- „Anbei den Messias zurück“. Kreatives Kritisieren im Feuilleton (Sommersemester 2007)
- "Gut finden verboten". Die feine Kunst des Verrisses (Wintersemester 07/08)
- Das Ohr liest mit. Wie man Hörbücher rezensiert.
(Wintersemester 2008/09)
Tagungen, Vorträge und Moderationen
Literarische Lesungen
Seit 2005 als 1. Vorsitzender des Marburger
Literaturforums e.V. regelmäßige Lesungsmoderationen und
-organisationen, bisher u.a. mit:
Dietmar Dath, Edgar Hilsenrath, Helmut Krausser, Peter Kurzeck, Wolfgang Welt, Thomas Ebermann und Rainer Trampert, Jan Philipp Reemtsma, Bernd Rauschenbach und Joachim Kersten, Susanne Fischer, Silke Scheuermann, Frank Schulz, Kevin Vennemann, Tanja Dückers, Antje Rávic Strubel, Ingo Schulze, Thomas Brussig, Monika Maron, Detlef Kuhlbrodt, Wolfgang Wippermann, Karen Duve, Rolf-Bernhard Essig, Jörg Sundermeier, Markus Orths, Dagmar Leupold, David Wagner, Katharina Hacker, Friedhelm Rathjen, Olga Martynova, Uwe Timm, Jan Peter Bremer und Judith Schalansky.
Tagungsleitungen:
4) Generationengeschichte und NS-Erinnerung. Emotionalisierungstechniken narrativer "Aufarbeitungen der Vergangenheit". Tagung des DFG-Graduiertenkollegs „Generationengeschichte“ in Zusammenarbeit mit dem Seminar für Deutsche Philologie der Georg-August-Universität Göttingen. Konzept und Leitung: Dr. Jan Süselbeck, 20.-21. Juli 2012, Heyne-Haus, Papendiek 16, 37073 Göttingen.
3) Literarische Orte heute? Räume des Schreibens und Schauplätze der Fiktion in der Gegenwartsliteratur. Ein Kolloquium des Marburger Literaturforums e. V. mit Schriftstellern, Kultur- und Literaturwissenschaftlern, Historischer Rathaussaal Marburg an der Lahn, 22.-24. November 2012. Konzept und Leitung: Dr. Jörg Schuster und Dr. Jan Süselbeck.
2) Krieg – Literatur, Medien, Emotionen. Internationale und interdisziplinäre Tagung, Universität Aarhus, 2.-4. September 2010 (gemeinsam mit Søren R. Fauth und Kasper Green Krejberg). Finanziert vom Danish Council for Independent Research und der Universität Aarhus. Siehe dazu auch den Presse-Bericht in der "Welt" vom 9. September 2010: "Verdammt in alle Ewigkeit. Warum trägt Guttenberg die Pilotenbrille von Tom Cruise? Eine Konferenz in Aarhus sucht nach den ästhetischen Rastern, durch die wir den Krieg betrachten", von Mladen Gladic.
1) Literatur der Generationen? Trends im Erzählen seit 1990. Veranstaltet vom Marburger Literaturforum e.V. und dem Kulturamt der Stadt Marburg (in Zusammenarbeit mit Dr. Andrea Geier). Gefördert von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V., Historischer Rathaussaal, Marburg an der Lahn.
Vorträge
30) Verschwinden die Verrisse aus der Literaturkritik? Zum Status polemischer Wertungsformen im Feuilleton. Germanistentag 2013 in Kiel: "Germanistik für das 21 Jahrhundert", Sektion 3: Literaturkritik. Leitung: Heinrich Kaulen (Marburg) und Christina Gansel (Greifswald), 22.-25.9.2013.
29) Was wurde aus der "Etym-Theorie"? Über die Funktion der Psychoanalyse in Arno Schmidts Spätwerk nach "Zettel's Traum". Tagung: Arno-Schmidt-Symposion, Frühjahr 2013, Ile de Berder, Golfe du Morbihan, Frankreich. Organisatoren: Prof. Dr. Lutz Hagestedt, Universität Rostock und Prof. Dr. Michael Müller, Universität Stuttgart.
28) Das multiple Ich. Arnolt Bronnens Autobiografie als später 'Spiegel-Text' zu seinem Freikorps-Roman "O.S.". Tagung: Die Medien im Krieg – Krieg in dem Medien. Helden, Führer, Masse und Technik im Ersten Weltkrieg. Universität Zürich, 6.-8.12.2012. Veranstalter: Prof. Dr. Karl Wagner (Universität Zürich), Prof. Dr. Michael Gamper (Universität Hannover), lic. phil. Stephan Baumgartner (Universität Zürich).
27) Die Kraft der Tränen. Über die Melodramatisierung des ‚Täterinnenschicksals‘ in Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser" (1995) und in Stephen Daldrys Verfilmung "The Reader" (2008). Tagung: "Erinnerung – Fremdheit – Engagement. Entwicklungstendenzen der deutschen und polnischen Literatur nach 1989/90", Wroclaw, 7.-9.11.2012 (Organisation: Prof. Dr. Monika Wolting, Institut für Germanische Philologie, Universität Wroclaw und Dr. Markus Joch, Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik, Goethe-Universität Frankfurt am Main).
2011
24) Thomas Bernhards Komödie "Über allen Gipfeln ist Ruh. Ein deutscher Dichtertag um 1980" als Persiflage auf Autorschaftskonzepte des 20. Jahrhunderts. Vortrag auf der Internationalen Thomas Bernhard-Konferenz, 23.-25. November 2011: "Thomas Bernhard – Persiflage und Subversion", Université Libre de Bruxelles.
23) Die zerteilte Jungfrau als Unterpfand des Genozids. Heinrich von Kleists „Herrmannsschlacht“ (1808) im Kontext aktueller Diskussionen um die „neuen Kriege“. Vortrag auf der Tagung: Constructive and Destructive Functions of Violence in the Work of Heinrich von Kleist. University of Exeter, 18.-20. July 2011.
22) ‚Boom boom, bang bang, lie down you’re dead‘. Zur Affektwirkung der Explosionsästhetik in M. Antonionis "Zabriskie Point" (1970) und F. F. Coppolas "Apocalypse Now" (1979). Vortrag auf der Tagung: Die Explosion vor Augen / L'explosion en point de mire. 5. interdisziplinärer deutsch-französischer Workshop für jungegeisteswissenschaftliche ForscherInnen IFFD-GIRAF, 3.-4. Juni 2011, Paris.
21) Vortrag innerhalb der Ringvorlesung "Aktualität und Traditionalität - Zur Aufgabe Kritischer Theorie", Wintersemester 2010/2011, Philipps-Universität Marburg: "Die Außenseiter sind die Lehrer. Leo Löwenthals Konzept einer Sozialgeschichte der Literatur", 19. Januar 2011.
2010
20) Lüsterne Gräfinnen, mörderische Liebhaber. Über Pornografie, Kannibalismus und orgiastische Gewaltexzesse in Elfriede Jelineks „Bambiland / Babel“ und „Rechnitz (Der Würgeengel)“. Vortrag auf der Tagung "Gender und Genre im postdramatischen Theater. Autorschaftskonzepte und Inszenierungspraktiken", organisiert von Dr. Urte Helduser, Prof. Dr. Andrea Geier und Prof. Dr. Nina Birkner, 25.-27. November 2010 in Trier.
19) "Deutscher Sohn": Großer Roman oder Porno-Provokation? Podiumsdiskussion im tazcafé, Berlin. Mit den Autoren Ingo Niermann und Alexander Wallasch sowie Prof. Dr. Moritz Baßler, 16. November 2010, 20 Uhr. Auszüge aus der Diskussion kann man im Internet-Radio detektor.fm anhören.
18) Vortrag auf der Aarhuser Tagung "Krieg - Literatur, Medien, Emotionen" (s.o.): „Ich komme nur ganz kurz hierher.“ Zur Affektwirkung ‚filmischer‘ Schnitt- und Überwältigungsästhetik in Christian Krachts Kriegsroman „Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten“ (2008), 3. September 2010.
17) „Die Geschichte einer Lyzeistin“. Geschlechterbilder in Arnolt Bronnens Freikorps-Roman „O.S.“ (1929). Vortrag beim XII. Internationalen Germanistenkongress. Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit, Warschau, 30. Juli - 07. August 2010, Sektion "Koloniale und postkoloniale deutschsprachige Literatur".
16) „Bedenkliche Trustbildung“? Strategische Generationskonstrukte ‚alternder Avantgarden‘ im Spiegel der Literaturkritik. Vortrag auf der Tagung "Alternde Avantgarden: Poetik und Politik des Alterns in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur", Université de Liège, 6.-8. Mai 2010.
15) Podiumsdiskussion anlässlich der Filmreihe zum Marburger Kamerapreis 2010 für Jost Vacano: Die verlorene Ehre der Katharina Blum (Regie: Volker Schlöndorff, Margarethe von Trotha, 1975), 24. Februar 2010.
2009
14) Der erfrischende Machetenhieb. Zur literarischen Darstellung des Genozids in Ruanda, am Beispiel des Romans „Hundert Tage“ von Lukas Bärfuss und seiner intertextuellen Bezüge zu Heinrich von Kleists „Verlobung in St. Domingo“ (1811): "Störungen. Kriegsdiskurse in Literatur und Medien von 1989 bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts". Wissenschaftliche Tagung in Verbindung mit dem SFB 434 "Erinnerungskulturen" der Universität Gießen vom 29.06. bis zum 01.07.2009, Schloss Rauischholzhausen. Leitung: Prof. Dr. Carsten Gansel, Universität Gießen und Prof. Dr. Heinrich Kaulen, Philipps-Universität Marburg.
13) Gesichter des Schreckens. Beobachtungen zur ästhetischen Verbindung von Krieg, Gewalt und Lust in der Literatur und im Film. Vortrag im Marburger Promotionskolleg, 2. Februar 2009.
12) Die Außenseiter sind die Lehrer. Leo Löwenthal und die Literatursoziologie. Vortrag auf der Tagung: "Textgelehrte. Literaturwissenschaft und literarisches Wissen im Umkreis der Kritischen Theorie". Internationale Fachtagung vom 14.-16. Januar 2009 am Simon-Dubnow-Institut Leipzig. Leitung: Prof. Dr. Dan Diner (Simon-Dubnow-Institut) und Prof. Dr. Dieter Burdorf (Universität Leipzig).
2008
11) Buchvorstellung / Podiumsdiskussion:
Jan Philipp Reemtsma diskutiert mit Jan Süselbeck über sein neues
Buch
Vertrauen und Gewalt. Versuch über eine besondere
Konstellation der Moderne, 23.06.2008, 20 Uhr, Hessisches
Landestheater Marburg.
2007
10) Konservative Propheten. Die Dichter-Priester im historischen Umfeld des Nationalsozialismus – und ihr Kritiker Arno Schmidt. Vortrag auf der 2. Internationalen Gerhart-Hauptmann-Konferenz zur „Inszenierung der Dichter-Rolle“, am 16. November 2007 im Gerhart-Hauptmann-Museum, Erkner.
9) Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma und Dr. Jan Süselbeck diskutieren Karl Gutzkows Großroman "Der Zauberer von Rom" (1858-1861), Stand der Buchwissenschaften, Frankfurter Buchmesse 2007, 12. Oktober 2007.
8) Das Nachzittern des Grauens. Metonymien und (kollektive) Erinnerungs-Bilder der Shoah in Texten Arno Schmidts und Thomas Bernhards. Vortrag beim Deutschen Germanistentag 2007, Marburg an der Lahn, 25. September 2007).
7) Podiumsdiskussion in der Berliner Literaturwerkstatt: My Space? Schöne neue Online-Welt 2. Mit Friedrich W. Block (Stiftung Brückner-Kühner, Kassel), Holm Friebe (Zentrale Intelligenz-Agentur, Berlin), Sabine Scho (Autorin, Sao Paulo/Berlin), Jan Süselbeck (literatukritik.de, Marburg), 23. März 2007.
2006
6) Walser light? Ist das ‚junge Erzählen‘ vom Nationalsozialismus innovativ, verharmlosend oder einfach nur harmlos? Vortrag bei der Tagung Literatur der Generationen? Trends im Erzählen seit 1990. Veranstaltet vom Marburger Literaturforum e.V., und der Stadt Marburg. Gefördert von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V., Marburg an der Lahn, 3.-15. Oktober 2006.
5) Thomas-Bernhard-Symposium, Literaturhaus Frankfurt: „Thomas Bernhard und die Jungen. Schreiben mit, nach, unter, gegen Bernhard“. Mit Uwe Betz, Martin Huber, Hans Höller, Bernhard Judex, Thomas Kraft, Manfred Mittermayer, Christoph Narholz und Jan Süselbeck (Vortrag: Das Mißverständnis. Zu Andreas Maiers Rezeption Thomas Bernhards), 11. März 2006.
2004
4) „Spellbound“. Arno Schmidts Blick auf die DDR. Vortrag auf der Tagung der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser (GASL) in Ahlden an der Aller, 1.-3. Oktober 2004.
3) „Wollt Ihr de DDR nochma sehn ?“ Lesung aus dem Arno-Schmidt-Roman „Das steinerne Herz“ (zusammen mit Gregor Strick), Kaffee Burger, Berlin-Mitte, Herbst 2004.
2003
2) GhoulArsch und Fritattensuppe. Essen & Trinken bei Arno Schmidt und Thomas Bernhard. Eine Mitteilung culinärrischer Merkwürdichkeitn. Stipendiaten-Vortrag im Müllerhaus, Cordingen, Frühjahr 2002.
2002
1) „Wider den literarischen Götzendienst“. Arno Schmidts schwieriges Verhältnis zu Adalbert Stifter. Stipendiaten-Vortrag im Müllerhaus, Cordingen am 9. November 2002.
Veröffentlichungen
Monografien
Im Angesicht der Grausamkeit. Zur Emotionalisierungsästhetik
literarischer und audiovisueller Kriegsdarstellungen vom 19. bis zum
21. Jahrhundert. Habilitationsschrift, Philipps-Universität Marburg
2011 (eingereicht im Juni 2011, Publikation in Vorbereitung).
Das Gelächter der Atheisten. Zeitkritik bei Arno Schmidt und Thomas Bernhard. Basel, Frankfurt am Main: Stroemfeld 2006. (Rezensionen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, beim IRAS Internet Review Arno Schmidt und bei IASL Online).
„Arse=tillery + Säcksualität“. Arno Schmidts kritische Auseinandersetzung mit Gustav Frenssen. Bielefeld: Aisthesis Verlag 2001. (Rezensionen bei IASL Online und im Bargfelder Boten, letztere auch veröffentlicht bei IRAS).
Sammelbände
Søren Fauth / Kasper Green Krejberg / Jan Süselbeck (Hrsg.): Repräsentationen des Krieges. Emotionalisierungsstrategien in der Literatur und in den audiovisuellen Medien vom 18. bis zum 21. Jahrhundert. Sammelband zur Aarhuser Konferenz vom 2.-4- September 2010, erscheint im Juni 2012 im Wallstein Verlag, Göttingen. Weitere Informationen zum Projekt finden sich hier.
Andrea Geier und Jan Süselbeck (Hrsg.): Konkurrenzen, Konflikte, Kontinuitäten. Generationenfragen in der Literatur seit 1990. Göttingen: Wallstein Verlag 2009. (Rezensionen bei literaturhaus.at, im German Studies Review, Vol. 33, Nr. 2 (2010), in Focus on German Studies Nr. 17 (2010) sowie in der Zeitschrift für deutsche Philologie (4/2011)).
Weitere Publikationen in Auswahl:
Aufsätze
2012
46) Später Ruhm. Thomas Bernhards Drama „Über allen Gipfeln ist Ruh. Ein deutscher Dichtertag um 1980“ als Persiflage auf Autorschaftskonzepte des 20. Jahrhunderts. In: Manfred Mittermayer / Mireille Tabah (Hrsg.): Thomas Bernhard – Persiflage und Subversion (in Vorbereitung).
45) ‚Boom boom, bang bang, lie down you’re dead‘. Zur Affektivität der Explosionsästhetik in M. Antonionis "Zabriskie Point" (1970) und F. F. Coppolas "Apocalypse Now" (1979). Erscheint im Sammelband zur Tagung: Die Explosion vor Augen / L'explosion en point de mire. 5. interdisziplinärer deutsch-französischer Workshop für junge geisteswissenschaftliche ForscherInnen IFFD-GIRAF, 3.-4. Juni 2011, Paris (in Vorbereitung bei Königshausen & Neumann).
44) Der Krieg als Vater aller Dinge? Zur emotionswissenschaftlichen Fragestellung des Bands. In: Søren Fauth / Kasper Green Krejberg / Jan Süselbeck (Hrsg.): Repräsentationen des Krieges. Emotionalisierungsstrategien in der Literatur und in den audiovisuellen Medien vom 18. bis zum 21. Jahrhundert. Wallstein Verlag, Göttingen (erscheint im Juli 2012).
43) „Ich komme nur ganz kurz hierher.“ Emotionale Strategien der ‚filmischen‘ Schnitt- und Überwältigungsästhetik in Christian Krachts Kriegsroman „Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten“ (2008). In: Søren Fauth / Kasper Green Krejberg / Jan Süselbeck (Hrsg.): Repräsentationen des Krieges. Emotionalisierungsstrategien in der Literatur und in den audiovisuellen Medien vom 18. bis zum 21. Jahrhundert. Wallstein Verlag, Göttingen (erscheint im Juli 2012).
42) Lüsterne Gräfinnen, mörderische Liebhaber. Über Pornografie, Kannibalismus und orgiastische Gewaltexzesse in Elfriede Jelineks „Bambiland / Babel“ und „Rechnitz (Der Würgeengel)“. In: Nina Birkner / Andrea Geier / Urte Helduser (Hrsg.): Theater des Anderen – Anderes Theater. Geschlecht und Alterität im postdramatischen Theater“. Bielefeld: transcript Verlag 2012 (in Vorbereitung).
41) Progressive Zitatose. Zur Intertextualität in Ulrich Holbeins Roman „Isis entschleiert“. In: Hans-Edwin Friedrich (Hrsg.): Ulrich Holbein. Text + Kritik. Zeitschrift für Literatur (in Vorbereitung).
40) Die zerteilte Jungfrau als Unterpfand des Genozids. Heinrich von Kleists „Herrmannsschlacht“ (1808) im Kontext aktueller Diskussionen um die „neuen Kriege“. In: Mittelweg 36, Nr. 7, Februar/März 2012. S. 86-101.
39) „Es ist total moralisch, das Werk“. Elfriede Jelineks Theatertexte „Bambiland" und "Babel“ (2004) als Reaktionen auf die Fotos aus Abu Ghraib, gelesen im Kontext neuerer Kriegsinszenierungen in den Medien. In: Julia Schöll / Johanna Bohley (Hrsg.): Das erste Jahrzehnt. Narrative und Poetiken des 21. Jahrhunderts. Würzburg: Königshausen & Neumann 2011, S. 99-113.
38) „Bedenkliche Trustbildung“? Strategische Generationskonstrukte ‚alternder Avantgarden‘ im Spiegel der Literaturkritik. In: Alexandra Pontzen / Heinz-Peter Preußer (Hrsg.): Alternde Avantgarden (Jahrbuch Literatur und Politik, Band 6), Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2011, S. 205-218.
37) Der erfrischende Machetenhieb. Zur literarischen Darstellung des Genozids in Ruanda, am Beispiel des Romans „Hundert Tage“ von Lukas Bärfuss und seiner intertextuellen Bezüge zu Heinrich von Kleists „Verlobung in St. Domingo“ (1811). In: Carsten Gansel / Heinrich Kaulen (Hg.): Kriegsdiskurse in Literatur und Medien nach 1989. Deutschsprachige Gegenwartsliteratur und Medien, Band 8. Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht 2010, S. 183-201.
2010
36) Kampf als inneres Erlebnis? Zur emotionalen Wirkung der
Kriegsdarstellung in Computerspielen und ihren Vorbildern. In:
kjl&m. Kinder-/Jugendliteratur und Medien in Forschung, Schule und
Bibliothek. 62. Jahrgang 2009, 10.2, S. 14-24.
34) Reflexionslosigkeit als Erfolgsrezept. Zum soldatischen Identifikationspotential in Erich Maria Remarques Bestseller „Im Westen nichts Neues“ (1929). In: Wirkendes Wort. 59. Jahrgang, Dezember 2009, Heft 3. S. 383-403.
33) Das Nachzittern des Grauens. Metonymien und Erinnerungen der Shoah in Texten Arno Schmidts und Thomas Bernhards. In: Judith Klinger und Gerhard Wolf (Hrsg.): Gedächtnis und kultureller Wandel. Erinnerndes Schreiben - Perspektiven und Kontroversen. Tübingen: Max Niemeyer Verlag 2009, S. 113-124.
32) Der erfrischende Machetenhieb. Zur literarischen Darstellung des Genozids in Ruanda, am Beispiel des Romans "Hundert Tage" von Lukas Bärfuss. In: Mittelweg 36, 18. Jg., 2009, Heft 3, S.77-92.
31) "Walser light?" Ist das junge Erzählen vom Nationalsozialismus
innovativ, verharmlosend oder einfach nur harmlos? In: Andrea Geier und
Jan Süselbeck (Hrsg.): Konkurrenzen, Konflikte, Kontinuitäten.
Generationenfragen in der Literatur seit 1990. Göttingen: Wallstein
Verlag 2009, S. 53-68.
30) Zusammen mit Andrea Geier: Was haben die „Trends im Erzählen“ seit
1990 mit der „Generationenfrage“ zu tun? In: Konkurrenzen, Konflikte,
Kontinuitäten. Generationenfragen in der Literatur seit 1990. Hrsg. von
Andrea Geier und Jan Süselbeck. Göttingen 2009, S. 7-15.
29) Konservative Propheten. Die Dichter-Priester im historischen Umfeld
des Nationalsozialismus – und ihr späterer Kritiker Arno Schmidt. In:
Hauptmann 2007. Dokumentation der internationalen Hauptmann-Konferenzen
2006/2007, Museumsverbund Gerhart Hauptmann, Erkner 2008, S.
71-79.
28) „Arse=tillery + Säcksuallität“.
„Pjj...jj...juu...juuu“ und „Tschuu...uu“: Arno Schmidts fragwürdige
Auseinandersetzung mit dem Heimatliteraten Gustav Frenssen ist ein
immer noch unerledigter Fall. In: literaturkritik.de 6/2009.
27) Lexikonartikel: Ulrich Holbein. In: Killy
Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraums.
2., vollständig überarbeitete Neuausgabe, hrsg. von Prof. Dr. Wilhelm
Kühlmann, Walter de Gruyter: Berlin/New York 2009. Band 5: Har – Hug,
S. 554-555.
2008
26) Stimmengewirr. Grundsätzliche Überlegungen zu
Shoah-Repräsentationen in der Literatur des 21. Jahrhunderts. In:
Mitteilungen des deutschen Germanistenverbandes 2/2008, S.
172-188.
25) Kulturindustrie, nein danke. Ein literaturkritisches Grußwort an
die Pressestellen der Verlage. In: Ralf Laumer (Hrsg.): Verlags-PR. Ein
Praxisleitfaden. Frankfurt am Main: Bramann Verlag 2008, S.
132-136.
24) Wenn große Jungs Indianer spielen. Thesen zur Emotionalisierung
und Sexualisierung der Kriegsdarstellung in Arnolt Bronnens
Skandalroman O.S. (1929). In: Literatur als Lust. Begegnungen zwischen
Poesie und Wissenschaft. Festschrift für Thomas Anz zum 60. Geburtstag.
Herausgegeben von Lutz Hagestedt. Reihe Theorie und Praxis der
Interpretation, Band 6. München: Belleville 2008, S. 309-315.
23) (Zusammen mit Kathrin Fehlberg und Andrea Geier): Wenn Projekte
scheitern. Vom Aufschub des Schreibens (nicht nur) in der Literatur.
In: Literatur als Lust. Begegnungen zwischen Poesie und Wissenschaft.
Festschrift für Thomas Anz zum 60. Geburtstag. Herausgegeben von Lutz
Hagestedt. Reihe Theorie und Praxis der Interpretation, Band 6.
München: Belleville 2008, S. 45-57.
22) ‹ZigeunerNaturen›. Arno Schmidts ambivalente Faszination für das moderne Vagabundentum. In: Hans Richard Brittnacher / Magnus Klaue (Hg.): Unterwegs. Zur Poetik des Vagabundentums im 20. Jahrhundert. Wien / Köln / Weimar: Böhlau 2008, S. 195-210.
21) „Es sei denn Einer ›zahlte‹“. Ein Versuch über das Thema Armut im Werk Arno Schmidts. In: Elke Brüns (Hrsg.): Ökonomien der Armut. München: Wilhelm Fink Verlag, S. 189-206.
2007
20) Ekel, Natur und Entfremdung. Über Zusammenhänge zwischen David
Lynchs Film „The Elephant Man“ (1980), den Gemälden Salvador Dalís und
Kafkas Metamorphosenparabeln. In: Schriftenreihe der Deutschen
Kafka-Gesellschaft, Band 1. Bonn: Bernstein Verlag, S. 77-99.
2006
19) Das Mißverständnis. Zu Andreas
Maiers Rezeption Thomas Bernhards. In: Martin Huber, Bernhard Judex,
Wendelin Schmidt-Dengler (Hg.): Thomas-Bernhard-Jahrbuch 2005/2006.
Wien / Köln / Weimar: Böhlau 2006, S. 191-201.
18) Harte Jungs. Anmerkungen zu Arno
Schmidts Kritik an Gottfried Benn. In: literaturkritik.de 7/2006.
2005
17) „Work in
progress…?“ Klaus Theweleits Pocahontas-Projekt. In: Sabine Kyora/Uwe
Schwagmeier (Hrsg.): Pocahontas revisited. Kulturwissenschaftliche
Ansichten eines Motivkomplexes. Bielefeld: Aisthesis Verlag 2005, S.
243-259.
16) "Haß auf Teutonisches". (Über Wolfgang Hildesheimer). In: 5 x 7. 35
Jahre Lesebuch. Frankfurt am Main: Stroemfeld 2005, S. 201-208.
15) „Spellbound“. Arno Schmidts Blick auf die DDR. In: Zettelkasten 24.
Aufsätze und Arbeiten zum Werk Arno Schmidts. Jahrbuch der Gesellschaft
der Arno-Schmidt-Leser (GASL) 2005. Herausgegeben von Guido Erol
Öztanil. Wiesenbach: Bangert & Metzler 2005, S. 81-100.
14) Optimisten schreiben schlecht. Über Widersprüche in Arno
Schmidts Kritik an Adalbert Stifters „Nachsommer“. In:
literaturkritik.de 11/2005.
13) Peinliche Verwandtschaft. Über Adalbert Stifters Rolle im
Werk Thomas Bernhards - mit einigen Seitenblicken auf Arnold Stadlers
Annäherung „Mein Stifter“. In: literaturkritik.de 11/2005.
12) Gedankenspiele von Lust & Mord. Ein kurzes Profiling
zur notorischen Krimiverachtung Arno Schmidts. In: literaturkritik.de
9/2005.
11) „Strategisch Saufen“ und andere Angewohnheiten. Einige Nachträge
zum Thema Essen und Trinken bei Arno Schmidt, unter besonderer
Berücksichtigung Thomas Bernhards. In: Martin Huber / Manfred
Mittermayer / Wendelin Schmidt-Dengler / Svetlan Lacko Vidulié (Hg.):
Thomas Bernhard Jahrbuch 2004. (Thomas Berhard Privatstiftung / Thomas
Bernhard-Archiv / Internationale Thomas Bernhard Gesellschaft), Wien /
Köln / Weimar: Böhlau 2005, S. 73-89.
10) Kegel, Kerker und Türme. Notizen zum Thema Architektur bei Thomas
Bernhard. In: literaturkritik.de 6/2005.
2004
9) Wider literarischen Götzendienst. Arno Schmidts Kritik des Stifter-Kults. In: Bargfelder Bote Lieferung 275-276 / November 2004, S. 3-24.
8) „Saufn ’ss mein hobby“ oder: War Arno Schmidt ein Trinker? In: Buch
vom Trinken. Herausgegeben von Jörg Sundermeier. Berlin: Verbrecher
Verlag 2004, S. 49-57.
7) Das unfertige Nebelbild. Arno Schmidts Kindheit in Hamburg-Hamm. In:
Hamburgbuch. Herausgegeben von Jörg Sundermeier und Werner Labisch.
Berlin: Verbrecher Verlag 2004, S. 137-141.
2003
6) GhoulArsch und Fritattensuppe. Essen
& Trinken bei Arno Schmidt und Thomas Bernhard. Eine Mitteilung
culinärrischer Merkwürdichkeitn. In: Gregor Strick (Hrsg.):
Zettelkasten 22. Aufsätze und Arbeiten zum Werk Arno Schmidts. Jahrbuch
der GASL 2003, Wiesenbach: Bangert & Metzler 2003, S.
235-255.
5) „Geschichte? Schicksal?“ In einer Nebenrolle: Fouqué. Das
Restaurationspanorama „Goethe und Einer seiner Bewunderer“. In:
Bargfelder Bote, Lieferung 269-70 / Oktober 2003, S. 3-26.
4) Die neue Ess-Klasse oder: Warum die Arno-Schmidt-„Gemeinde“ dringend
Thomas Bernhard lesen sollte. In: Bargfelder Bote, Lfg. 266 / Februar
2003, S. 6-9.
2002
3) Der verlegte Schlüssel. Misanthropie und Solipsismus im Werk Arno Schmidts und Thomas Bernhards. Ein Ausblick. In: Zettelkasten 21. Aufsätze und Arbeiten zum Werk Arno Schmidts. Jahrbuch der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser (GASL) 2002. Herausgegeben von Rudi Schweikert. Wiesenbach: Bangert & Metzler 2002, S. 105-143.
2000
2) Zusammen mit Jan Jürgen Jenrich: „D’s’ss’n ganzer KurzRoman“. Zum Verhältnis zwischen Rahmen- und Binnenhandlung [in der Schule der Atheisten]. In: Horst Denkler/Carsten Würmann (Hgg.): „Alles=gewendet!“ !“ Zu Arno Schmidts „Die Schule der Atheisten“. Bielefeld: Aisthesis Verlag 2000, S. 35-45.
1) Zusammen mit Jan Jürgen Jenrich: Gnosis ? : Allerdings ! Zu Arno
Schmidts „Heiligen Büchern“ in der Schule der Atheisten. In
Horst Denkler/Carsten Würmann (Hgg.): „Alles=gewendet!“ Zu Arno
Schmidts „Die Schule der Atheisten“, Bielefeld: Aisthesis Verlag 2000,
S. 131-160.
Wissenschaftliche Rezensionen (Auswahl)
Schöne Shoah-Geschichten. Zur Kritik von Holocaust-Repräsentationen im Film, im Fernsehen und in der Gegenwartsliteratur. In: literaturkritik.de 7/2011.„Heimliche Drehbücher“. So eine Überraschung: Jüdische Texte und Filme, welche die Geschichte der Shoah aus einer anderen Perspektive als der Bernhard Schlink wahrnehmen, haben in Deutschland einen schlechten Ruf. In: literaturkritik.de 3/2011.
Totale Tinte. Ohne Anlass wird Ernst Jünger vom Deutschen Literaturarchiv Marbach als einer der „wichtigsten Schriftsteller der Moderne“ vorgestellt – und Helmuth Kiesel beglückt uns mit seiner Erst-Edition der „Tagebücher 1914-1918“. In: literaturkritik.de 1/2011.
Wenn die Erinnerung kommt. "Der Kitsch ist die Lüge, die Kunst ist die Wahrheit". Zum autobiografischen Schreiben Saul Friedländers, Ruth Klügers und Jean Amérys. In: Jungle World, 4. November 2010.
Lügenmaschinen. Claudia Glunz und Thomas F. Schneider haben einen Tagungsband über den „Einfluss technischer Innovationen auf die Darstellung und das Bild des Krieges in den Medien und Künsten“ herausgegeben, in dem eventuell nicht immer ganz die Wahrheit steht. In: literaturkritik.de 8/2010.
Bilder, die das Sehen verhindern. Judith Butler fragt sich, „warum wir nicht jedes Leid beklagen“, während Martin Sexl und Arno Gisinger versuchen, mediale „Rekonstruktionen des Krieges“ in einem aufwändig gestalteten Text-Bild-Band durchschaubar zu machen. In: literaturkritik.de 8/2010.
Größtmögliche emotionale Resonanz. Sind „Antikriegsfilme“ überhaupt denkbar? Einige Überlegungen zur ambivalenten Affektwirkung medialer und literarischer „Gegenbilder“ – anhand einer Reihe interdisziplinärer Neuerscheinungen zum Thema. In: literaturkritik.de 2/2010.Unermessliche Verblendung. Warum Alfred Döblins Roman „Wallenstein“ im Zeitalter des „Djihad“ und des „War on Terror“ wieder gelesen werden muss. In: literaturkritik.de 2/2010.
Perspektivwechsel um 180 Grad. Monika Albrecht stellt in ihrer
Studie „‚Europa ist nicht die Welt‘. (Post)Kolonialismus in Literatur
und Geschichte der westdeutschen Nachkriegszeit“ die These einer
„kolonialen Amnesie“ in Frage. In: literaturkritik.de 12/2009.
Einmaleins der Genozide. Daniel Jonah Goldhagen hat
für seine Studie „Schlimmer als Krieg. Wie Völkermord entsteht und wie
er zu verhindern ist“ den Taschenrechner ausgepackt. Nicht nur deshalb
ist das Buch misslungen. In: literaturkritik.de 11/2009.
Von der Unfähigkeit, andere zu betrauern. Philip Gourevitch und
Errol Morris dokumentieren die „Geschichte von Abu Ghraib“ – und Judith
Butlers Analyse von „Krieg und Affekt“ versucht, diesem Phänomen
theoretisch auf den Grund zu gehen. In: literaturkritik.de 9/2009.
Diffuse Mixturen. Konkrete Fragestellungen sind Mangelware: Drei
Sammelbände widmen sich den Erscheinungsformen des Krieges in
Geschichte und Gegenwart. In: literaturkritik.de 8/2009.
Wiederholungen einer Ur-Szene. Daniel Baranowskis Studie "Simon
Srebnik kehrt nach Chelmno zurück" ist eine veritable Pionierleistung
in der "Lektüre der Shoah". In: literaturkritik.de 7/2009.
Tragischer Karneval. Wie es kommt, dass sich Anne D. Peiters Arbeit
zur Verbindung von "Komik und Gewalt" und Matthias Schönings Studie
über eine "Versprengte Gemeinschaft" an vergleichbaren Problemen
abarbeiten. In: literaturkritik.de 7/2009.
Das Tabu existierte nie. Die internationale Erforschung des
Bombenkriegsthemas in der Literatur und den Medien agiert
differenzierter und dekonstruiert Legenden. In: literaturkritik.de 7/2009.
Genozide sind verhinderbar. Einige Literaturhinweise anlässlich des Todes der Menschenrechtskämpferin Alison Des Forges und zur Aufklärung des Völkermords in Ruanda. In: literaturkritik.de 3/2009.
Wenn sich Massenmörder selbst überführen. Anton Holzer erinnert in seinem Bildband "Das Lächeln der Henker. Der unbekannte Krieg gegen die Zivilbevölkerung 1914-1918" an vergessene Gräuel im Ersten Weltkrieg. In: literaturkritik.de 12/2008.
Jenseits von Soll und Haben. Auftrag erfüllt: Karl Gutzkows Papstroman „Der Zauberer von Rom“ liegt endlich wieder in einer Neuausgabe der Erstauflage vor. In: Bargfelder Bote, Lieferung 305 (2008), S. 9-14.
Von der Kontingenz des modernen Krieges. Eine Relektüre von Lew N. Tolstojs Großroman "Krieg und Frieden" - aus gegebenem Anlass. in: literaturkritik.de 11/2008.
Perpetuierter Papierkrieg / Vorsicht, Military Turn! Die Sozial-, Kultur- und Medienwissenschaften rüsten sich für ein neues Modethema – »Information Warfare« In: Mittelweg 36, Heft 4, 17. Jahrgang, August/September 2008, S. 55-68. Siehe auch die teils ausführlicheren Versionen in literaturkritik.de 11/2008.
Ursprung des Hasses. Die Thomas-Bernhard-Werkausgabe treibt die Kanonisierung eines Weltliteraten voran - und Bernhard Judex' Biografie Johannes Freumbichlers ermöglicht differenziertere Perspektiven auf das Werk seines Enkels. In: literaturkritik.de 11/2008.
Völkermord als Naturgesetz. Medardus Brehls Studie zur "Vernichtung der Herero" belegt, dass die "Diskurse der Gewalt in der deutschen Kolonialliteratur" nocht lange nicht beendet sind. In: literaturkritik.de 6/2008.
Der "vaterländische" Kriegsreporter. Gelernt hat Theodor Fontane sein Handwerk als Verfasser von akribisch recherchierten Büchern über deutsche Kriege. Ein Sammelband informiert über "Neue Wege der Forschung". In: literaturkritik 5/2008.
Traumprotokolle vergessener Geschichte. Die "Zeichen des Krieges" in der Literatur und den Medien ändern sich. Die historische Untersuchung ihrer Entwicklung führt zurück in verdrängte Bereiche des kollektiven Gedächtnisses. In: Mittelweg 36, Heft 4, 16. Jahrgang, August/September 2007, Thema: Krieg und Medien, Literaturbeilage, S. 38-58. Siehe auch die erweiterte Version bei literaturkritik.de 11/2007.
Ein anderes Lesen. Peter von Matt und Michael Maar werfen unkonventionelle Blicke auf kanonische Werke der Weltliteratur. In: literaturkritik.de 9/2007.
Polemik, Forschung und Vereinnahmung. Einige Anmerkungen zum „Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft“, nebst einem ungebetenen Seitenblick auf Ernst Klees „Kulturlexikon zum Dritten Reich“. In: literaturkritik.de 7/2007.
Nachrichten aus Babel. Robert Weningers verdienstvolle „Arno-Schmidt-Auswahlbibliographie“ ist in einer zweiten Auflage erschienen. In: literaturkritik.de 5/2007.
Cul=Tour oder Die Theorie des Phonetismus. Arno Schmidts gesammelte (Fernseh-)Interviews lassen den selbsternannten „Wortmetz“ als Grimassenkünstler wiederauferstehen. In: literaturkritik.de 3/2007.
Multiple Heterotopie. Stefan Höppners Dissertation über „Die USA als Imaginationsraum in Arno Schmidts Erzählwerk“ eröffnet neue Forschungsperspektiven. In: literaturkritik.de, Ausgabe 3/2007.
Ziemlich schnuppe. Hans Wollschlägers gesammelte Essays und Literaturkritiken bieten nicht viel mehr als um sich selbst trödelnden Narzissmus. In: literaturkritik.de, Ausgabe 3/2007.
Total Recall. Nicht alle Bücher, die von dem interdisziplinären Boom der Neurobiologie zu profitieren versuchen, erreichen ihr Ziel. In: literaturkritik.de, Ausgabe 02-2007
Nicht lange gefackelt. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften hat Karl Kraus’ legendäre Zeitschrift „Die Fackel“ komplett digitalisiert ins Internet gestellt. In: literaturkritik.de 2/2007.
Abseits vom Weg. Walter Hincks „Romanchronik des 20. Jahrhunderts“ stellt eher unbekannte Romane berühmter Autoren vor. In: literaturkritik.de 10/2006.
Das Krönchen. Verena Mayer und Roland Koberg haben ein erstes umfassendes Porträt der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek vorgelegt. In: Konkret 9/2006.
Alfred Estermann: „Schopenhauers Kampf um sein Werk“. In: Konkret 9/2006.
Beschriebene Schreibhemmung. Georg Jansen untersucht Thomas Bernhards „intertextuelle Destruktionen“. In: literaturkritik.de 2/2006.
Axel Dunker (Hg.): (Post-)Kolonialismus und deutsche Literatur. Impulse der angloamerikanischen Literatur- und Kulturtheorie, Bielefeld: Aisthesis Verlag 2005. In: „Zeitschrift für Deutsche Philologie“ (ZfdPh), Band 124, Heft 2/2005 S. 294-296.
Chloé Lachauer: Von „Kriexministern“ und „Schreckensmännern“. Deutsche Politik im Werk Arno Schmidts. Marburg: Tectum, 2004. In: „Wirkendes Wort“, Jahrgang 55 (April 2005), Heft 1, S. 161-164.
Verkachelt. Über einen mißlungenen Versuch, Arno Schmidts Roman „Das steinerne Herz“ zu bebildern. In: Konkret 4/2005.
Wie ein gutes Gitarrensolo. Friedhelm Rathjen hat eine Best-of-Sammlung eigener Beiträge zum literarischen Umfeld Arno Schmidts und James Joyces publiziert. (IRAS Internet Review Arno Schmidt 2005).
Neues vom Zauberberg. Schriften zu Zeitschriften: Weil sich am 12. August Thomas Manns 50. Todestag jährt, feiert die „Neue Rundschau“ ihren ehemaligen Autor mit einigen gebührenden Hommagen - in einem durchaus "Rundschau"-ungewohntem Stil. In: taz vom 4.7.2005.
Der Billigkritisierer. Erst die Rührung und die Erschütterung, dann die Erkenntnis, einem Lügner aufzusitzen: Andreas Maiers missglückter Vatermord an seinem Schriftstellerlehrer Thomas Bernhard. In: taz vom 25.6.2005.
Die Signatur ein freudianisches "es". Der Schriftsteller Arno Schmidt bezeichnete ihn als den „größten Illustrator des Jahrhunderts“: Jetzt würdigt Wolfgang Schneider den Maler Eberhard Schlotter erstmals in einer Monografie. Die hagiografische Sekundärliteratur überkandidelter Schmidtianer musste er in vielen Fußnoten revidieren. In: taz vom 5.4.2005.
Wolfgang Schneider: Abg(es)änge. Eberhard Schlotter. Das späte Werk. Justus von Liebig Verlag, Darmstadt 2004. (IRAS Internet Review Arno Schmidt 2004).
Herr Drews on air. Literatur ohne Kompromisse. ein buch für jörg drews. Bielefeld: Aisthesis Verlag, 2004. (IRAS Internet Review Arno Schmidt 2004).
Außenseiter, Ausnahmen und vergessene Einzelleistungen. Ein misstrauischer Blick auf die deutsche Nachkriegsliteratur. Rezension zu Hans-Gerd Winter (Hg.): „Uns selbst mussten wir misstrauen.“ Die „junge Generation“ in der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Hamburg: Dölling und Galitz 2002. In: Schauerfeld. Mitteilungen der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser“, 16. Jahrgang 2003, Heft 4, S. 13-15.
Arno Schmidt: Fragmente. Prosa, Dialoge, Essays, Autobiographisches. Bargfelder Ausgabe, Supplemente Band I, 2003. (IRAS Internet Review Arno Schmidt 2003).
Die Gilde der Guten. Neue Bücher von und über Arno Schmidt geben einen Einblick in die Werkstatt des Autors. In: Konkret 1/2003.
Lieblos gebündelt. Rezension zu Frank Schäfer: Harte Kerle. Essay 05. Münster: Oktober Verlag 2003. In: Schauerfeld. Mitteilungen der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser“, 16. Jahrgang 2003, Heft 4, S. 12-14.
Ichsucht. Rezension zu Karl Gutzkow: Die neuen Serapionsbrüder. Roman. Hg. von Kurt Jauslin. Gutzkows Werke und Briefe. Kommentierte Gesamtausgabe, hg. vom Editionsprojekt Karl Gutzkow. Erzählerische Werke, Bd. 17. In: Schauerfeld. Mitteilungen der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser“, 16. Jahrgang 2003, Heft 1, S. 12-15.
Doris Plöschberger: SilbmKünste & Buchstabmschurkereien. Zur Ästhetik der Maskierung und Verwandlung in Arno Schmidts Zettel’s Traum. Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter 2002. (IRAS Internet Review Arno Schmidt 2002).
„Gut Raubdruck!“ Rezension zu Jörg Drews u. Doris Plöschberger (Hg.): Des Dichters Aug’ in feinem Wahnwitz rollend …“. Dokumente und Studien zu „Zettel’s Traum“. München: edition text + kritik, 2001. In: Schauerfeld. Mitteilungen der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser, 14. Jahrgang 2001, Heft 4-15 – 15. Jahrgang 2002, Heft 1, S. 23-27.
Lob der Putzfrau. Rezension zu: Marius Fränzel: “Dies wundersame Gemisch”. Eine Einführung in das erzählerische Werk Arno Schmidts. Kiel: Verlag Ludwig 2002. (IRAS Internet Review Arno Schmidt 2002).
Angeln verboten. Rezension zu Jörg Drews und Doris Plöschberger (Hg.): Starker Toback, voller Glockenklang. Zehn Studien zum Werk Arno Schmidts. Bielefeld: Aisthesis Verlag, 2001. In: Schauerfeld. Mitteilungen der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser“, 15. Jahrgang 2002, Heft 3/3, S. 27-31.
Der Prosapionier als Letzter Dichter. Acht Vorträge zu Arno Schmidt. Herausgegeben von Timm Menke und Robert Weninger. Hefte zur Forschung, Band 6. Bargfeld: Arno Schmidt Stiftung 2001. (IRAS Internet Review Arno Schmidt 2001).
Journalismus (Auswahl)
Seit 2001 Arbeiten als freier Journalist und Autor u.a. für die
"Frankfurter Allgemeine Zeitung", den "Deutschlandfunk", für die "taz",
die "Frankfurter Rundschau", die "Süddeutsche Zeitung", die "Jüdische
Allgemeine", den "Mittelweg 36", für "Konkret", die "Jungle
World", für "Theater heute" und
"Arte".
Hinweis: Die meisten der genannten Artikel
sind online, auch
wenn sie hier nicht immer konsequent verlinkt sind. Sind sie per
Google nicht direkt zu finden, so stehen sie eventuell auch
unter anderem Titel und in varriierten Versionen bei
literaturkritik.de im Netz.
Rezensionen und Artikel (zu Literatur, Ausstellungen,
Theater, Film und Musik)
Was geantwortet werden muss. Wie Günter Grass sein Gedicht „Was gesagt werden muss“ bereits 1990 in seiner Frankfurter Poetikvorlesung ankündigte – mit einem Exkurs zu seiner Novelle „Im Krebsgang“ (2002). In: literaturkritik.de 05/2012.
Im Zeichen von Elisabeth Förster-Nietzsches Yerba-Mate-Tee. Ein Kommentar zur Debatte um Christian Krachts Roman „Imperium“ und seinen „Briefwechsel“ mit David Woodard. In: literaturkritik.de 3/2012.
In der „G-Trap“. Christian Krachts Roman „Imperium“ kokettiert mit Ironie und Zynismus. Gleichzeitig wirft der „Briefwechsel“ des Autors mit dem Komponisten David Woodard aber auch Fragen auf, denen die Presse bisher konsequent aus dem Weg gegangen ist. In: literaturkritik.de 3/2012.
Der gemeine Jurist. Von der verschrobenen revisionistischen Ideologie des Bestsellerautors Bernhard Schlink. In: Konkret 12/2011.
Urknall des Dschihad-Dramas. KÜSSE UND BISSE (7) - Notizen zum Kleist-Jahr: Was fangen wir im neuen Jahrtausend mit der "Hermannsschlacht" an? Eine kleine Aufführungsgeschichte. In: taz, 21. Juni 2011.
Gefühle höherer Befriedigung. (Interpretation von Peter Hacks' Gedicht "Klosteridyll" für Marcel Reich-Ranickis "Frankfurter Anthologie"). In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. April 2011.
Die dritte Phase der Verdrängung. SCHOAH: Ein bemerkenswerter Sammelband über die öffentliche "Erinnerung und Medialisierung des Nationalsozialismus" zieht eine bittere Bilanz der letzten dreißig Jahre. In: "Sonntaz" vom 5. Februar 2011.
Kursbuch der Vernichtung. Mathias Énard gelingt das Kunststück, eine Sinfonie über den Krieg zu komponieren, ohne dass sie kitschig wird. Dabei übertrumpft er Jonathan Littell sprachlich um Längen. In: taz, 11. Januar 2011.
Spätrömische Dekadenz stand ihm gut. Peter O. Chotjewitz, Schriftsteller, Übersetzer, ewiger Bohemien und einst Wahlverteidiger von Andreas Baader, ist tot. Er wurde 76 Jahre alt. Nachruf in der taz vom 16. Dezember 2010.
Wälsungenblut, deutschreligiös. Ingo Niermann und Alexander Wallasch proben mit ihrem Porno-Roman „Deutscher Sohn“ die ultimative Provokation. In: taz, 9. Oktober 2010.
Still he's rowling along. Die meisten lesen Arno Schmidt aus den falschen Gründen. Vielleicht kann jetzt die gesetzte Fassung seines gefürchteten Buchungetüms "Zettel's Traum" daran etwas ändern. In: konkret 10/2010.
Der „Djihad“ als Pathos-Losung des postmodernen Blockbuster-Kinos? Statt eines Editorials: Von David Lynchs „Dune“ (1984) bis zu James Camerons „Avatar“ (2009) – Selbstmordattentäter-Erzählungen und völkische Ideologien scheinen für die Kriegs- und Fantasy-Filme der letzten Jahrzehnte ein Erfolgsgarant gewesen zu sein. In: literaturkritik.de 8/2010.
Irony, over. Der Hype um die Dandy-Literatur Christian Krachts ist vorbei, jetzt beschäftigen sich die Germanisten mit seinen Büchern. Jan Süselbeck vermisst in dem von Johannes Birgfeld und Claude D. Conter herausgegebenen Sammelband zu Leben und Werk des Autors einen kritischen Blick auf den Literaten. In: Jungle World, 6. Mai 2010.
Kontinent der Vernichtung. Der katholische Priester
Patrick Desbois hat für sein Buch "Der vergessene Holocaust" die
Ermordung der ukrainischen Juden erforscht -
allerdings ohne die Arbeiten seiner Vorgänger zu erwähnen. In:
literaturkritik.de 10/2009.
Eine Art von Buschkrieg. Harry Graf Kesslers fesselndes Tagebuch 1914-1916 belegt, wie virulent spezifische Kolonialpläne für die deutschen Kämpfe im Osten Europas waren. In: taz vom 11.8.2009.
Kriegerdenkmal. Tsahal: Claude Lanzmanns Film über Israels Armee liegt endlich als DVD vor. In: Jüdische Allgemeine vom 6.8.2009.
Blinde Flecken. Warum Judith Butlers Buch "Krieg und Affekt" bei deutschen Lesern gut ankommen wird. In: Konkret 8/2009.
Kein Anfang und kein Ende. Peter Kurzecks neu aufgelegter, wesentlich überarbeiteter Roman „Kein Frühling“ handelt von skurrilen Figuren aus einer verlorenen Zeit. In: literaturkritik.de 7/2009.
Schillernde Selbstinszenierung. Jonathan Littell, Autor von "Die Wohlgesinnten", hat eine Schrift zur Struktur der faschistischen Sprache verfasst. Darin finden sich mehr Fragen als Antworten. In: taz vom 31. März 2009.
Kein Vaterland! Sehr deutsch, sehr todessehnsüchtig, sehr verstörend: Reinhard Jirgl beerbt in seinem misanthropischen Zeitroman "Die Stille" Arno Schmidt und Alfred Döblin, ohne dabei epigonal zu wirken. Jede Antwort weiß in diesem Buch von einer Frage. In: taz vom 12. März 2009.
Scherzmaterial. Jan Süselbeck über ein neues Buch aus Thomas Bernhards Nachlaßschublade. In: Konkret 2/2009. Siehe auch literaturkritik.de 3/2009.
Der ewige Sohn. Hans Wollschlägers gesammelte Essays zu Arno Schmidt künden von der fragwürdigen Vergötterung eines Übervaters. In: literaturkritik.de 1/2009.
Schule des Tresens. Erfolgreich und vergessen (Folge 11) zu Hermann Peter Piwitt: Die Gärten im März. Zuerst: Rowohlt, Reinbek 1979, neuaufgelegt bei Wallstein, Göttingen 2008. In: Konkret 12/2008, S. 43.
Das große Scheitern. Neu aufgelegt: Alfred Döblins großes "Erzählwerk" über die Revolution vom "November 1918" - ein historischer Roman, der Maßstäbe für die Prosa eines ganzen Jahrhunderts setzte. In: taz vom 8./9. November 2008. Siehe auch die sehr viel ausführlichere Version in literaturkritik.de 12/2008.
Abbilder einer Epoche in ihrem Überdruss. Eine opulente Neuausgabe von Claude Lévi-Strauss' "Traurigen Tropen" feiert den 100. Geburtstag des großen Ethnologen. In: literaturkritik.de 12/2008.
Bezeichnende Innerlichkeit. Peter Walther hat eine opulente Anthologie mit Tagebuch- und Briefnotizen deutscher Intellektueller herausgegeben, die den Ersten Weltkrieg kommentierten. In: literaturkritik.de 11/2008.
Tagebuch über Arno Schmidt: Sie nannten es Arbeit. Große Verrisse, kleine Honorare, Schnaps um 8.45 Uhr: Alice Schmidt hielt in ihrem "Tagebuch aus dem Jahr 1955" die Arbeitsbedingungen ihres Ehemanns fest. In: taz vom 8.10.2008.
Ein Tag im Leben. Der Rock-Opa Neil Young gastierte mit seiner »Electric Band« in Berlin und headbangte sich durch die wichtigsten Songs seines über 40jährigen Schaffens. In: Jungle World vom 28. August 2008.
Streber vs. Profikiller. Der Bestsellerautor Daniel Kehlmann hat eine Rede über Bertolt Brecht gehalten. Darin zeigt er sich als ideologischer Musterschüler der Berliner Republik. In: Konkret, Heft 9 / September 2008, S. 64. Siehe auch die Online-Version in: literaturkritik.de 10/2008.
Aus dem Märchenland. Die isländische Band Sigur Rós serviert auf ihrem neuen Album erneut Pathos, dass einem schwindelig wird. In: Jungle World vom 24. Juli 2008.
Alte Frauen beim Metzger. Tom Segevs Klassiker "Die ersten Israelis" und Claude Lanzmanns Debütfilm "Warum Israel" erzählen von der Geschichte eines jungen Staates. In: literaturkritik.de 5/2008.
Schicksalsirrtum Überleben. Als KZ-Überlebender
litt Jean Améry unter dem Dilemma des "Übriggebliebenen", 1978 beging
er Selbstmord. Mit Band 9 ist jetzt die Werkausgabe komplett. In: taz
vom 26.4.2008.
Die Böswilligen. Jonathan Littells monumentaler NS-Kriegsroman "Die
Wohlgesinnten" ist bei der deutschen Kritik durchgefallen - allerdings
mit merkwürdigen Begründungen. In: konkret 4/2008, S. 46-47. Siehe auch
die ausführliche Version in: literaturkirtik.de
5/2008.
Wenn Deutsche über Auschwitz reden. Ruth Klügers wieder aufgelegte Autobiografie "weiter leben" schärft den kritischen Blick auf die moderne Genozidforschung und die deutsche "Vergangenheitsbewältigung". In: literaturkritik.de 5/2008.
Der Handlanger. Shlomo Venezia stellt sich seinen Erinnerungen an Auschwitz. In: Jüdische Allgemeine, 13. März 2008. Siehe auch die wesentlich erweiterte Version: Wichtiger als 1.000 Bibeln. Shlomo Venezias Bericht "Meine Arbeit im Sonderkommando Auschwitz" und Irene Ebers autobiografischer Versuch "Ich bin allein und bang" erzählen, was lange niemand hören wollte - genauso wie Claude Lanzmanns Film "Shoah". In: literaturkritik.de 5/2008.
Opferkultur von der Antike bis zur Gegenwart. Das Buch "Märtyrer-Porträts" lässt Differenzierungen vermissen. Der islamistische Selbstmordattentäter, der auf himmlische Freuden spekuliert, findet seinen Bezugspunkt auch in der christlichen Tradition. Darauf macht Sigrid Weigel in dem Buch "Märtyrer-Porträts" aufmerksam, das den Lesen mit Opfertod, Blutzeugen und Heiligen Kriegern konfrontiert. Jan Süselbeck stellt das Buch vor. Deutschlandfunk, 28. Januar 2008, 19:15 Uhr.
Full Spectrum Dominance. Niels Werber findet die vergessen geglaubte "Geopolitik der Literatur" in der Populärkultur wieder In: literaturkritik.de 2/2008.
Ameise und Vollmeise. Die Tarnkappe neben dem Stahlhelm: Thomas Karlaufs Biografie Stefan Georges erinnert an den einflussreichsten Dichter-Priester des 20. Jahrhunderts. In: konkret 1/2008. Siehe auch die Online-Version bei literaturkritik.de 2/2008.
Notorischer Kotzbrocken. Arno Schmidts "Briefwechsel mit Kollegen" dokumentiert ein Rezeptionsphänomen, das bis heute nicht ergründet ist. In: konkret 1/2008. Siehe auch die Online-Version bei literaturkritik.de 2/2008.
German Walking. Ausspannen in der Schweiz, mit Wandern und Lesen. Das hatte sich der Kleinunternehmer Jobst Böhme so schön vorgestellt. Bald hockt er in der Bergwelt und sichtet drei Manuskripte, die ihm ein befreundeter Schriftsteller mitgab. Aus der Lesereise wird ein Slalom in die Vergangenheit: Auch wenn man in Brigitte Kronauers Roman »Errötende Mörder« am Ende nur noch Bahnhof versteht – es lohnt sich, ihn zu lesen. In: Jungle World vom 29.11.2007.
Reiche Ernte. Der Germanist Wolfgang Matz versucht in seiner Studie »1857. Flaubert, Baudelaire, Stifter« zu erklären, wie es dazu kam, dass gleich drei der berühmtesten Bücher des 19. Jahrhunderts im selben Jahr erschienen. In: Jungle World vom 22.11.2007.
Schreibwut revisited. Germanisten betreiben die Wiederentdeckung des Romanciers und Aufklärers Karl Gutzkow. Das ist eine gute Idee! Nun erscheinen die 3.000 Seiten des "Zauberers von Rom" neu. In: taz vom 1.11.2007.
Diese Prosa schockt einen total. Achtung! Euch
interessiert nur noch die Finsternis. Der abgefahrenste
Roman der Saison: Mark Z. Danielewskis Metahorror "Das Haus - House
of
Leaves" lehrt uns das Fürchten auf zweiter Stufe. In: taz vom
10.10.2007.
Rettung der Zeit. Sanftmütige Sinfonien: Peter Kurzeck beschreibt mit großer Liebe die Vorgeschichte einer Trennung – „Oktober und wer wir selbst sind“. In: taz vom 28.4.2007. Siehe auch die veränderte Version bei literaturkritik.de 6/2007.
Schulze war hier. Autor sein heißt reisen, lesen, Preise und Stipendien abräumen. Ingo Schulzes Erzählband „Handy“ schildert die kleine Welt des Literaturbetriebs. In: Jungle World vom 4.4.2007.
Sag mir, wo die Botschaft ist, wo ist sie geblieben? Drei Akkorde und die Wahrheit: Mit seinem neuen Album „My Name Is Buddy“ kehrt Ry Cooder zur Folklore der nordamerikanischen Arbeiterbewegung zurück. In: Jungle World vom 11.4.2007.
Unter Bestien. Über 70 Jahre nach seiner Entstehung erscheint Jean Amérys Jugendroman „Die Schiffbrüchigen“. In: Jungle World vom 28.3.2007.
Kein Sommermärchen. Frederick Weinsteins „Aufzeichnungen aus dem Versteck“ schildern die autobiografischen „Erlebnisse eines polnischen Juden 1939-1946“. In: literaturkritik.de 3/2007.
Karl, der Blogger. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften hat Karl Kraus’ legendäre Zeitschrift Die Fackel komplett digitalisiert und ins Internet gestellt. In: Jungle World vom 24.1.2007.
Frickler unter sich. Was ist eigentlich aus den guten, alten Helden an der Fusion-Gitarre geworden? Aktuelle Jazz-CDs üblicher Verdächtiger. In: Jungle World vom 6.12.2006.
Wechselbad der Gefühle. Edgar Hilsenraths „Berlin … Endstation“ führt den Leser zurück zu Hilsenraths Kaddisch für die Armenier, seinem „Märchen vom letzten Gedanken“. In: literaturkritik.de 12/2006.
Der verlorene Sohn. Joachim C. Fests Erinnerungen handeln vom zerrissenen Charakter seines Vaters. Seinem eigenen revisionistischen Geschichtsbild bleibt der Autor trotzdem treu. In: literaturkritik.de, Ausgabe 10-2006.
HJ, Beatles und DDR. Warum Helmut Kraussers schulmäßig gebauter Roman „Eros“ nichts taugt. In: Jungle World vom 4.10.2006. Sie auch die Version bei literaturkritik.de 10/2006.
Prekäres Entdeckertum. Gunther Nickel fragt nach der Krise des Lektorats und gibt zehn Insider-Einschätzungen zur Lage eines wandelbaren Berufs heraus. In: literaturkritik.de 9/2006.
Atlantis der Kindheit. Frank Schulz hat endlich den dritten Teil seiner "Hagener Trilogie" vorgelegt: „Das Ouzo-Orakel“. In: literaturkritik.de 9/2006.
Stephan Porombka: Kritiken schreiben. Ein Trainingsbuch. Eine Rezension von Jan Süselbeck. Arte, 16.8.2006.
Der Kampf und die Kamera. Der Zusammenhang von Krieg und seinen Abbildern wird neuerdings immer intensiver untersucht. Ein Blick in neuere wissenschaftliche Monografien und Sammelbände. In: Jungle World vom 9.8.2006. Siehe auch literaturkritik.de 10/2006.
Sommer, Baumhaus, Tod. Kevin Vennemanns Debütroman „Nahe Jedenew“ handelt von einem Pogrom und umkreist das Ende allen Erzählens. In: Jungle World vom 12.7.2006.
Dichtung und Wahrheit. Ruth Klügers Aufsatzsammlung „Gelesene Wirklichkeit“ untersucht das spannungsreiche Verhältnis zwischen faktischer Erinnerung und Kitsch. In: Jungle World vom 28.7.2006.
Der Klimasturz. Matthias Matussek schießt sich im „Spiegel“ auf den in Frage gestellten Heine-Preisträger Peter Handke ein und serviert die Jury gleich mit ab. In: literaturkritik.de, Ausgabe 07-2006.
Den Tränen auf der Spur. Warum weinen wir bei Filmen wie „Brokeback Mountain“ und „Titanic“? Woher rührt das Unbehagen an den Inszenierungen von David Lynch? Drei Studien über Psychoanalyse und Kino suchen nach Antworten. In: Jungle World vom 21.6.2006.
So geht das nicht? So geht es doch! Am kommenden Sonntag feiert Edgar Hilsenrath seinen achtzigsten Geburtstag: Sein Erstlingsromans "Nacht" wurde endlich wieder aufgelegt, er trifft wie Faustschläge. In: Frankfurter Rundschau, 29.3.2006.
Donald Ducks hoch komplexe Verfahren. Klaus Theweleits neue Aufsatzsammlung „friendly fire“ widmet sich den „bunten Bubis und Girlies“ von MTV. Er liest aber auch Comics als amerikanische Geschichtsbücher. Netzeitung, 2.3. 2006.
Das nicht allzu lange Kurzeck-Telefonat. Der Schriftsteller Peter Kurzeck am Apparat. Ein kurzes Gespräch und eine längere Betrachtung über sein Werk. In: Jungle World vom 1.3.2006.
Der Infantile. Wolfgang Hildesheimers wiederaufgelegtes „Mozart“-Buch ist die ideale Anti-Lektüre zum affirmativen Vereinnahmungs-Jubiläum. In: literaturkritik.de 2/2006.
Father of Invention. Barry Miles hat die bislang fundierteste Biografie Frank Zappas geschrieben. Bloß den Zynismus des Musikers schätzt er nicht. In: Jungle World vom 4.1.2006.
Ein Glücksritter in Polen. Und dann die Wandlung des Opportunisten zum Helden: David M. Crowe hat die erste Biographie Oskar Schindlers vorgelegt. In: Frankfurter Rundschau, 4.1.2006.
Lesen und auf der Couch liegen. Michael Rohrwasser hat Sigmund Freuds Lektüren noch einmal nachgelesen. In: Jungle World vom 12.10.2005.
Er sah das Zifferblatt Europas nicht in Deutschland. Karl Ferdinand Gutzkows Biographie über sein publizistisches Idol, den Frankfurter Kritiker Ludwig Börne, in neuer Edition. In: Frankfurter Rundschau vom 5.10.2005.
Nicht weitersagen! Was ist dran an dem literarischen „Geheimtipp“ Hans Jürgen von der Wense? In: Konkret 10/2005.
Pillen mit Dylan. How does it feel? Sam Shepard beschreibt eine legendäre Tournee Bob Dylans. In: Jungle World vom 28.9.2005.
Deutsche Zeitbombe. Wie Wolfgang Kraushaar versucht, den vergessenen Antisemitismus der 68er zu enthüllen. In: Jungle World vom 6.7.2005.
Eine Welt in Ruinen. Martin Stritt hat ein rätselhaftes Gemälde des Niederländers Maarten van Heemskerck untersucht. In: Konkret 7/2005.
Dirty Harry kehrt zurück. Reemtsma zur Frage der Folter. In: Frankfurter Rundschau vom 29.6.2005.
Der Billigkritisierer. Erst die Rührung und die Erschütterung, dann die Erkenntnis, einem Lügner aufzusitzen: Andreas Maiers missglückter Vatermord an seinem Schriftstellerlehrer Thomas Bernhard. In: taz vom 25. Juni 2005.Republik rund um die Uhr. Reden wie zur Verteidigung der nationalen Sicherheit: In der neuen Akademie der Künste am Pariser Platz lasen Prominente 24 Stunden lang aus Schillers Werken. In: taz vom 8.3.2005.
Die Kerze brennt an beiden Enden. Was tun, wenn man Schiller vergessen hat? In den Schmähreden Arno Schmidts zu lesen hilft weiter. In: taz vom 19.3.2005.
Buch des Monats: Jan Süselbeck über Alice Schmidts Tagebuch aus dem Jahr 1954. In: Konkret 2/2005.
Décalage im Telefon. Über die Wechselwirkung der NS-Massenverbrechen mit Justiz, Technik und Literatur. In: Frankfurter Rundschau vom 19.1.2005.
Bei anruf Buch. Sublimation, Projektion und Größenwahn: Der Schriftsteller Peter O. Chotjewitz schreibt in seinem neuen Buch „Alles über Leoardo aus Vinci“ alles auf, was er über Leonardo da Vinci weiß, und legt dabei fleißig Fährten zur eigenen Vita aus. In: taz vom 28.12.2004.
Zynische Zeugnisse. Ein fulminantes DVD-Projekt holt die Erinnerung an den Auschwitz-Prozess zurück in die Gegenwart. In: Jungle World vom 22.12.2004.
Die Könige von Deutschland. Ein
Aufsatzband beschäftigt sich mit den deutschlandpolitischen
Vorstellungen von Intellektuellen und Künstlern in den dreißiger und
vierziger Jahren. In: Jungle World vom 8.12.2004.
Warten bis zum Sprachverlust. Was passiert, wenn man dem Theater das
Hören entzieht? In Ralf Kasteleiners Inszenierung von Beckett in
Gebärdensprache, von der deutsch-französischen Compagnie La Parole aux
Mains im Tacheles gezeigt, ziemlich viel. In: taz vom 3.12.2004.
Unerotische Epik. Sat.1 setzt im Zweiteiler „Die Nibelungen“ auf
Liebe und viel Geld. Den archaischen Stoff macht das aber auch nicht
besser. In: taz vom 29.11.2004.
Gebt mir Flachland. In der Vertretung des Landes Niedersachsen wurde eine neue Arno-Schmidt-Ausstellung eröffnet. Jan Philipp Reemtsma las sich in Rage und Wolfgang Schäuble hielt ein Nickerchen. In: taz vom 29.10.2004.
Trio vor Diorama. Wir Sensenmänner: Bernd Rauschenbach, Joachim Kersten und Jan Philipp Reemtsma lesen Arno Schmidts Geschichte „Großer Kain“ - sogar im Chor. In: taz vom 5.10.2004
Keine Sorgen mit die Deinen. Was Arno Schmidt zur Rechtschreibreform gesagt hätte. In: Jungle World vom 15.9.2004.
Panik im roten Panda. Ein Hartz-IV-Rabatt auf den Eintrittspreis: So verspricht der Theaterdiscounter Subversion. Doch das frisch ausgepreiste Stück „Arbeit, Angst, Angelika“ beeindruckt dann doch mehr durch den Mut der Schauspielerin als durch Inhalte. In: taz vom 10.9.2004.
Wie die Barbaren. Eine neue Studie belegt, dass die Deutschen bereits im 1. Weltkrieg die klaren Weltmeister im Töten waren. In: Jungle World vom 1.9.2004.
Scharfsinniger Schnösel. Wie man sein Gehirn Gewinn bringend in die Falten vergangener Zeiten legen kann: Die Tagebücher des Schriftstellers, Diplomaten, Kunstmäzens und weltläufigen Dandys Harry Graf Kessler. In: taz vom 24.8.2004.
Heiter bis wolkig. Die Thomas-Bernhard-Werkausgabe bei Suhrkamp lässt keine Wünsche offen. In ihr sind nun zwei weitere Teile erschienen. In: Jungle World vom 4.8.2004.
Harte Kerne. An der Schnittstelle zwischen Rechtskonservatismus und der extremen Rechten machte der Publizist Armin Mohler Karriere. In: Jungle World vom 4.8.2004.
Paint it black. Auch in seinem neuen Buch plädiert der Philosoph Karl Heinz Bohrer für eine Ästhetik des Bösen. In: Jungle World vom 28.7.2004.
Mutmaßungen über Uwe. Uwe Johnson zum Siebzigsten: Eine Ausstellung im Brecht-Haus erinnert an den 1984 verstorbenen Schriftsteller. Zur Eröffnung ging man der Frage nach, ob er „der typische DDR-Autor“ gewesen sei. In: taz vom 28.7.2004.
Frank hat frei. Ruhrfestspiele ohne Castorf. In: Jungle World vom 7.7.2004.
Beim Waschen dichten. Die Großväter sind die Lehrer! Die Ausstellung „Thomas Bernhard und seine Lebensmenschen“ im Literaturhaus Berlin folgt den Gedankenspuren von Familie und Freunden im Werk von Bernhard. In: taz vom 29.6.2004.
Kulturkritik aus nächster Ferne. Wage das entzaubernde Wort: Jean Améry hat oft geklagt, der Kulturbetrieb lasse ihn nur als „Parade-Opfer“ gelten. Nun ist der Auschwitz-Überlebende als Prosaautor und Philosoph neu zu entdecken - anhand der Werkausgabe und einer Biografie. In: taz vom 2.6.2004.
Krankenschwestern & dicke Dinger. Der Erste Weltkrieg in einer aktuellen Ausstellung des Deutschen Historischen Museums. In: literaturkritik.de 6/2004.
Präsent ohne Präsens. Was die Deutschen in Osteuropa für immer zerstörten: Edgar Hilsenraths Bukowina-Roman „Jossel Wassermanns Heimkehr“. In: taz vom 8.5.2004.
Theater als Trainingslager. Wie hältst du es mit der Gewalt? Das Theatertreffen lud Regisseure und Politiker zu einer Diskussion über die Reaktionen auf Terror und Krieg. Doch stattdessen ging es bald nur um ihre Darstellbarkeit. In: taz vom 5.5.2004 .
Das Werden des Wahns. Christian Geulen zeigt, wie die deutsche Gesellschaft sich ab 1870 immer mehr zum nationalistischen Projekt entwickelte. In: Jungle World vom 21.4.2004.
Auschwitz war eine deutsche Erfindung. Ein deutsch-polnisches Buch dokumentiert den Aufstand im Warschauer Ghetto 1943 anhand der Geschichten Überlebender. Zur Präsentation des Bandes diskutierten Polen und Deutsche über die Tragödie der Schoah und die Verantwortung dafür. In: taz vom 23.4.2004.
Diesen Tag anders feiern. Der Autor las und rauchte: Deutsche Verleger hatten lange Angst vor dem schwarzen Humor seiner Texte. Nun gibt es die Edgar-Hilsenrath-Werkausgabe im Dittrich-Verlag. In: taz vom 22.4.2004.
Tief unter der Heide. Die Eibia war der größte Bombenbauer im Dritten Reich. Heute findet sich auf ihrem Areal ein Erholungsgebiet. Erster Teil einer Serie über Orte des Nationalsozialismus. Kein schöner Land I. In: Jungle World vom 7.4.2004.
Die Tragödien sind real. Zweifel am großen Design der Welt: Susan Neiman denkt über das Böse nach und will eine andere Geschichte der Philosophie schreiben - vom Erdbeben in Lissabon über Auschwitz bis zu Al-Qaida. In: taz vom 25.3.2004.
Ein wankendes Leben. Von der jungen Musterschülerin der DDR-Literatur zum prominentesten Opfer der Stasi - anhand der Ausstellung zu Christa Wolf in der Akademie der Künste lässt sich eine große Zeitreise unternehmen. In: taz vom 25.3.2004.
Porsche ins Paradies. Jan Schüttes Familiendrama „Supertex“ schildert die Selbstfindung eines jüdischen Yuppies. In: Jungle World vom 10.3.2004.
Von Kopf bis Fuß auf Hiebe eingestellt. Von Bruderzwist und Blauen Engeln: In der Weimarer Republik war die berühmte Schriftstellerfamilie Mann ein beliebtes Ziel des Karikaturistenspotts. Die Landesvertretung Schleswig-Holsteins zeigt eine Ausstellung dieser Karikaturen, in denen sich ein bezeichnendes Stück deutscher Geschichte spiegelt. In: taz vom 4.3.2004.
Windespfeifen und Grasgewischel. Arno Schmidt feierte es als „ein Buch wie Homer“, James Fenimore Cooper inspirierte es für seine „Lederstrumpf“-Romane: Das Tagebuch der Offiziere Meriwether Lewis und William Clark, die Anfang des 19. Jahrhunderts begannen, den nordamerikanischen Kontinent bis hin zum Pazifik zu besiedeln. In: taz vom 17.2.2004.
„Und zeigten gerne, was wir konnten“. Andrej Angrick über die deutsche Massenmorde in der südlichen Sowjetunion 1941 – 43. In: Frankfurter Rundschau vom 11.2.2004.
Das Ende aller Stilmittel. Shock and Awe: Der Literaturwissenschaftler Peter Bürger fragte an der Humboldt-Universität nach den Möglichkeiten moderner Kunst sich mit dem Ereignis eines Weltkrieges auseinander zu setzen. In: taz vom 31.1.2004.
Schulz und Sühne. Edgar Hilsenraths satirischer Roman über die Nazidiktatur, die Judenvernichtung und die Staatsgründung Israels wurde jetzt auch wieder in Deutschland aufgelegt. In: Jungle World vom 24.1.2004.
Kaschierte Unsicherheit. Schriften zu Zeitschriften: Der „Mittelweg 36“ beschäftigt sich noch einmal mit Adorno – mit seinen Briefen an die Eltern und den Noten zur Literatur. In: taz vom 17.1.2004.
Am Leben bleiben. Wie lässt sich von der Erfahrung des Vernichtungslagers erzählen? Über Imre Kertész’ Roman „Liquidation“ und Thomas Bernhards „Auslöschung“ In: Jungle World vom 14.1.2004.
Schwarze Spiegel, bunte Scherben. Neuerscheinungen zum 90. Geburtstag Arno Schmidts beweisen: Schmidt hat nicht nur mit seinen Texten gestochen scharfe Zeitbilder geliefert, er hat auch fotografiert. In: Konkret 1/2004.
Naturgemäß ein Klassiker. Den Leser in ein richtiges Grauen hineintreiben: Mit den Romanen „Frost“ und „Verstörung“ sowie einem Kurzprosa-Band sind die ersten drei Bände der Thomas-Bernhard-Werkausgabe erschienen. In: taz vom 16.12.2003.
Die Mordlust der Möwe. Klaus Theweleit untersucht, wie das Kino auf die Deutschen sieht. In: Jungle World vom 3.12.2003.
Nageln für die Heimatfront. Eine neue kulturwissenschaftliche Studie widmet sich der Darstellung von Freund und Feind in Deutschland während des Ersten Weltkriegs. In: Jungle World vom 22.10.2003.
Gestorben muss sein. Jan Philipp Reemtsma befragt die Literaturgeschichte nach den Ursachen von Gewalt und Krieg. In: Jungle World vom 24.9.2003.
Buch des Monats: Jan Süselbeck über Karl Gutzkow: „Die neuen Serapionsbrüder“. In: Konkret 5/2003.
Menschen wie Rinder. Gustav Frenssen schrieb sich mit seiner Kolonial- und Heimatliteratur in die Herzen der Deutschen. Erster Teil einer Serie über nationalsozialistische Dichter. Führers Bettlektüre I. In: Jungle World vom 7.1.2003.
Blog-Kommentare
von mir finden sich auf schauerfeld.de, einem Blog zur
ersten gesetzten Ausgabe von Arno Schmidts "Zettel's Traum" (2010).
Porträts / Dossiers
Ein deutscher Dandy. Harry Graf Kesslers Tagebücher sind seismografische Literatur, ein schillerndes Medium der Geschichte und ein Spiegelbild des Intellektuellen im frühen 20. Jahrhundert. Eine Quellenkritik. Jungle World, 7.3.2007.
J.R. im Tunnel. Er tauchte in die Popszene der Achtziger ein und bald darauf ab. Jetzt sind seine Romane bei Suhrkamp erschienen. Eine Begegnung mit Wolfgang Welt, der dem Wahnsinnigwerden ein literarisches Denkmal gesetzt hat. In: Jungle World vom 14.2.2007. Siehe auch die Version: Lenz, postmodern. Eine Begegnung mit Wolfgang Welt, dem Autor der Romansammlung "Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe". In: literaturkritik.de 2/2007.
Room Full of Mirrors. Klaus Theweleit zum 65. Geburtstag. In: literaturkritik.de 2/2007.
Anderswohin, ganz unfreiwillig. Wer Jean Amérys Aufsätze und Bücher in der Werkausgabe nachliest, wird mit schockierenden Aktualitäten konfrontiert. Ein dringendes Plädoyer für die Lektüre eines der wichtigsten Publizisten des 20. Jahrhunderts. In: literaturkritik.de 11/2006.
Hölderlin vom Roten Stern. Früher war KD Wolff ein linker Revolutionär. Heute ist sein Verlag Stroemfeld/Roter Stern eine der ersten Adressen für historisch-kritische Editionen – und wieder einmal in finanziellen Schwierigkeiten. Netzeitung, 16.12.2004.
Aus der Deckung. Wolfgang Hildesheimers Erfahrungen als deutscher Schriftsteller. Jungle World, 27.10.2004.
Nicht dazugehören. Über den Schriftsteller Wolfgang Hildesheimer und seine zweite Emigration. Jungle World, 27.10.2004.
Interviews
Maelstrom vom Lügen. Ein Mailwechsel über Bret Easton Ellis' Roman „Lunar Park“ (mit Alban Nikolai Herbst). In: literaturkritik.de 10/2006.
"Reglementierungen bremsen das Denken." Interview mit KD Wolff. In: Jungle World vom 18.8.2004.
Reportagen
Wie man einen Grizzly überlebt. In den kanadischen Rocky Mountains sind die Braunbären zuhause. Vor nahenden Touristen nehmen die scheuen Tiere lieber Reißaus. Aber kann man sich da sicher sein? In: Jungle World vom 13. März 2008. Siehe dazu auch: An der Baumgrenze. In den kanadischen Nationalparks geht die Angst vor Grizzlies und Schwarzbären um. Die richtige Reiselektüre bringt den Hiker bei seiner Spurensuche auf andere Gedanken - oder auch nicht (literaturkritik.de 4/2008).
Der Trümmerhaufen wächst zum Himmel. Natur und Kultur in Kassel - was bei der documenta 12 vor allem nervt, sind die Katalogkommentare zu den ausgestellten Kunstwerken. In: literaturkritik.de 7/2007.
66 Grad Nord. Man kann Halldór Laxness, Jón Svensson oder Ina von Grumbkow lesen - aber wie ist Island wirklich? Besichtigung eines Schauplatzes. In: Literaturkritik.de 10/2006 und in der Jungle World vom 11.10.2006.New York im Nebel. Am ersten Oktoberwochenende feierte Berlin den 15. Jahrestag der deutschen Widervereinigung. Genau der richtige Zeitpunkt, um einmal nachzusehen, was die Deutschen mit ihrem „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ treiben. Eine Reportage von Jan Süselbeck. In: Konkret, Heft 11 (2005).
Preußen revisited. Eine Stippvisite in der „Infobox“ zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses. Literaturkritik.de Nr. 6/2005, zuerst erschienen in der Jungle World vom 27.4.2005.
„15.000 Volt bin ich“. In Marbach am Neckar wird die bislang umfassendste Ausstellung zu Leben und Werk Arno Schmidts gezeigt. Eine Erstbegehung mit Jan Süselbeck. In: Konkret 5/2006.
Wo die wilden Tiere wohnen. Acht Tage auf Safaritour durch Kenia. Ein Reisetagebuch. In: Jungle World vom 16.3.2005.
Last Exit Hans Huckebein. Text: Jan Süselbeck; Fotos: Franz-Josef Knelangen. Die Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser (GASL) tagte in Würzburg. Doch so mancher Forscher sehnte sich schnell nach Off-Topic-Aktivitäten. Eine Reportage.
Politik
Schluck und stirb! Glaubt man der Polizei, hat die Brechmittelvergabe nichts mit Rassismus zu tun und rettet Leben. Nach dem Tod Laya-Alama Condes in Bremen wird in mehreren Ländern über diese „Ermittlungsmethode“ diskutiert. In: Jungle World vom 26.1.2005.
Wellness beim Führer. Auf dem Obersalzberg in Bayern befand sich das
Urlaubsdomizil Adolf Hitlers. Die Hotelkette Interconti wird dort im
Frühjahr ein Vier-Sterne-Hotel eröffnen. Kein schöner Land IV. In:
Jungle World vom 5.1.2005.
MV und Zwanziger. Den DFB regiert jetzt eine „Doppelspitze“. Gerhard Mayer-Vorfelder und der rechte Filz bleiben. In: Jungle World vom 14.7.2004.
Vorwärts zur Null. Die Übernahme der Frankfurter Rundschau durch die SPD-Holding ist perfekt. In: Jungle World vom 12.5.2004.
Die Agenda frisst die Kinder. Mit den rot-grünen Reformen wird die Kinderarmut wieder zunehmen, meint der Kinderschutzbund. In: Jungle World vom 17.3.2004.
Piepende Tauben und die Grünen als Kulturgut. Nicht Subvention und Steuervergünstigung, sondern Investition: Eine Debatte im Bundestag zur auswärtigen Kulturpolitik und deren enger werdenden finanziellen Spielraum. In: taz vom 15.3.2004.
Möllemanns Erbe. Die Ermittlungen zu den Schwarzgeldkonten des verstorbenen Jürgen W. Möllemann und der Spendenaffäre der nordrhein-westfälischen FDP kommen kaum voran. In: Jungle World vom 21.1.2004.
Auf Regen folgt Sonne. Erst die Jahrhundertflut, dann die Jahrhundertdürre. Auch in Deutschland wird der Klimawandel spürbar. Vor allem die Landwirte erleiden wirtschaftliche Einbußen. In: Jungle World vom 10.12.2003.
Mutig in Mutlangen. Vor 20 Jahren veranstaltete die Friedensbewegung eine große Aktionswoche gegen die Stationierung der Pershing-II-Raketen. In: Jungle World vom 15.10.2003.
Ali im Rosenholz. Die Frage sollte
nicht lauten: Spitzelte Günter Wallraff für die Stasi? Sondern: Warum
ist das nicht völlig gleichgültig? In: Jungle World vom
10.9.2003.
Brennende Landschaften. Am 29. Mai jährt sich der Mordanschlag auf eine
türkische Familie in Solingen zum zehnten Mal. In: Jungle World vom
28.5.2003.
Mann im Ohrwaschel. Alle abhören und Autokennzeichen filmen: Die CSU wollte in Bayern eine umfassende Überwachung ermöglichen. In: Jungle World vom 14.5.2003.
Brücke über den Teich. Seit 50 Jahren kümmert sich die „Atlantik-Brücke“ um das deutsch-amerikanische Verhältnis. In: Jungle World vom 12.3.2003.
Nur eine Schlägerei. In Erfurt wurde ein Mann offenbar von Rechtsextremen zu Tode geprügelt. Die Polizei sieht keinen politischen Hintergrund der Tat. In: Jungle World vom 5.2.2003.
Ein Organ wird gespendet. Nachdem ein verwirrter Student mit seinem Motorsegler stundenlang über Frankfurt am Main kreisen konnte, fordert Verteidigungsminister Struck den Einsatz der Bundeswehr im Inneren. In: Jungle World vom 22.1.2003.
Intifada in Mitte. Wenn die Freunde Palästinas in Berlin demonstrieren und dabei gegen Israel hetzen, darf die PDS nicht fehlen. In: Jungle World vom 17.4.2002.
Nation im Kommen. Ganz ohne Bomben schreitet der katalanische Nationalismus voran. Gallische Dörfer, eine Serie über Regionalismus in Europa. Teil I. In: Jungle World vom 20.3.2002.
Schatz im Silbersee. Reinhard Gehlen war zuerst ein Agent der Nazis, dann der BRD. Kürzlich wurde bekannt, dass er 1956 einen Staatsstreich plante, für den Fall eines Wahlsieges der SPD. In: Jungle World vom 5.6.2002.
Wenn Preußen handeln. Seit mehreren Wochen protestieren Roma-Flüchtlinge aus Jugoslawien in ganz Deutschland gegen ihre geplante Abschiebung. In Berlin wurden sie besonders nett empfangen. In: Jungle World vom 19.6.2002.
Wieder ganz normal leben. Sechs Jahre Pirna sind genug. Die Familie Sendilmen ist wegen ständiger rechtsextremistischer Übergriffe, Pöbeleien und Bedrohungen nach Berlin gezogen. In: Jungle World vom 12.6.2002.
Verteile und herrsche. Mit der Veröffentlichung einer Liste von Profiteuren bedrängt die Initiative Berliner Bankenskandal die an der Hauptstadtpleite Schuldigen. Die Methode ist umstritten. In: Jungle World vom 31.7.2002.
Besuch in der Zone. Der rote Teppich ist ausgerollt. Der US-Präsident George W. Bush besucht für 24 Stunden Berlin. In: Jungle World, 22.5.2002.
Nur Ludwig lachte. Kanzlerkandidaten der CSU haben es schwer. 1980 hatte die Linke mit ihrer „Stoppt Strauß“-Kampagne die Nase vorn. In: Jungle World vom 23.1.2002.
Neues über Krieg und Tod. Jan Süselbeck über das Propagandamaterial der Bundeswehr. Auslandseinsätze der Bundeswehr, in den achtziger Jahren noch undenkbar, sind längst „wieder“ Normalität geworden - der erste deutsche Angriffskrieg nach 1945 ist bereits Geschichte. Wie aber verkauft sich die neue „selbstbewußte“ Truppe eigentlich in ihrem aktuellen Info- und Werbematerial und welche Ziele werden hier abgesteckt? In: Konkret 8/2001
Glossen und Literarisches
Über Marburg und alles, was mit Marburg zusammenhängt, unter besonderer Berücksichtigung des Turms AIn Betrachtung der gelben Papierrose: Wie es einem Redakteur von literaturkritik.de ergehen kann, der eine Jubiläumsausgabe zu Thomas Bernhards 80. Geburtstag vorbereiten darf. In: literaturkritik.de 3/2011.
Silencio. In: Am Erker 57. Fremde Länder, fremde Sitten. Münster, Juni 2009.
Der Traum vom Exzellenz-Cluster. Zwischen Master und Professor, zwischen Sekretariat und Dekanat, zwischen Seminar und Gremiensitzung wird auf hohem Niveau gejammert. Lamento aus dem Mittelbau, Teil IV. In: Jungle World, 2. April 2009.
Der dritte Mann. Für ein paar Texte mehr - eine Drehbuchkizze anlässlich des 10. Geburtstags von literaturkritik.de. In: literaturkritik.de 2-2009.
Das Geisterhaus. In: Jörg Sundermeier (Hrsg.): Frankfurtmainbuch. Berlin: Verbrecher Verlag 2007, S. 99-104.
Play Bernhard. Ein Dramolett. Champions League. In: Klaus Berndl, Oliver Krull & Gabriele Scholz (Hrsg.): Konkursbuch 45 special. Stimmen aus dem Abseits. antiFUSSBALL. Tübingen: Konkursbuch Verlag 2006, S. 66-76.
Und morgen Kassel! Die wundersame Soziologie der Arno-Schmidt-Leser: Eine Andeutung aus Marburger Kreisen. In: Süddeutsche Zeitung vom 24. und 25.7.2004.
"...wie mich Arno Schmidt einmal nervte". In: Rudi Schweikert (Hrsg.): "Da war ich hin und weg". Arno Schmidt als prägendes Leseerlebnis. 100 Statements und Geschichten. Wiesenbach: Bangert & Metzler 2004, S. 338-341.
berliner szenen
Siehe Online-Archiv der taz.

