Wissenschaftliche Rezensionen (Auswahl)
Schöne Shoah-Geschichten. Zur Kritik von Holocaust-Repräsentationen im Film, im Fernsehen und in der Gegenwartsliteratur. In: literaturkritik.de 7/2011.„Heimliche Drehbücher“. So eine Überraschung: Jüdische Texte und Filme, welche die Geschichte der Shoah aus einer anderen Perspektive als der Bernhard Schlink wahrnehmen, haben in Deutschland einen schlechten Ruf. In: literaturkritik.de 3/2011.
Totale Tinte. Ohne Anlass wird Ernst Jünger vom Deutschen Literaturarchiv Marbach als einer der „wichtigsten Schriftsteller der Moderne“ vorgestellt – und Helmuth Kiesel beglückt uns mit seiner Erst-Edition der „Tagebücher 1914-1918“. In: literaturkritik.de 1/2011.
Wenn die Erinnerung kommt. "Der Kitsch ist die Lüge, die Kunst ist die Wahrheit". Zum autobiografischen Schreiben Saul Friedländers, Ruth Klügers und Jean Amérys. In: Jungle World, 4. November 2010.
Lügenmaschinen. Claudia Glunz und Thomas F. Schneider haben einen Tagungsband über den „Einfluss technischer Innovationen auf die Darstellung und das Bild des Krieges in den Medien und Künsten“ herausgegeben, in dem eventuell nicht immer ganz die Wahrheit steht. In: literaturkritik.de 8/2010.
Bilder, die das Sehen verhindern. Judith Butler fragt sich, „warum wir nicht jedes Leid beklagen“, während Martin Sexl und Arno Gisinger versuchen, mediale „Rekonstruktionen des Krieges“ in einem aufwändig gestalteten Text-Bild-Band durchschaubar zu machen. In: literaturkritik.de 8/2010.
Größtmögliche emotionale Resonanz. Sind „Antikriegsfilme“ überhaupt denkbar? Einige Überlegungen zur ambivalenten Affektwirkung medialer und literarischer „Gegenbilder“ – anhand einer Reihe interdisziplinärer Neuerscheinungen zum Thema. In: literaturkritik.de 2/2010.Unermessliche Verblendung. Warum Alfred Döblins Roman „Wallenstein“ im Zeitalter des „Djihad“ und des „War on Terror“ wieder gelesen werden muss. In: literaturkritik.de 2/2010.
Perspektivwechsel um 180 Grad. Monika Albrecht stellt in ihrer
Studie „‚Europa ist nicht die Welt‘. (Post)Kolonialismus in Literatur
und Geschichte der westdeutschen Nachkriegszeit“ die These einer
„kolonialen Amnesie“ in Frage. In: literaturkritik.de 12/2009.
Einmaleins der Genozide. Daniel Jonah Goldhagen hat
für seine Studie „Schlimmer als Krieg. Wie Völkermord entsteht und wie
er zu verhindern ist“ den Taschenrechner ausgepackt. Nicht nur deshalb
ist das Buch misslungen. In: literaturkritik.de 11/2009.
Von der Unfähigkeit, andere zu betrauern. Philip Gourevitch und
Errol Morris dokumentieren die „Geschichte von Abu Ghraib“ – und Judith
Butlers Analyse von „Krieg und Affekt“ versucht, diesem Phänomen
theoretisch auf den Grund zu gehen. In: literaturkritik.de 9/2009.
Diffuse Mixturen. Konkrete Fragestellungen sind Mangelware: Drei
Sammelbände widmen sich den Erscheinungsformen des Krieges in
Geschichte und Gegenwart. In: literaturkritik.de 8/2009.
Wiederholungen einer Ur-Szene. Daniel Baranowskis Studie "Simon
Srebnik kehrt nach Chelmno zurück" ist eine veritable Pionierleistung
in der "Lektüre der Shoah". In: literaturkritik.de 7/2009.
Tragischer Karneval. Wie es kommt, dass sich Anne D. Peiters Arbeit
zur Verbindung von "Komik und Gewalt" und Matthias Schönings Studie
über eine "Versprengte Gemeinschaft" an vergleichbaren Problemen
abarbeiten. In: literaturkritik.de 7/2009.
Das Tabu existierte nie. Die internationale Erforschung des
Bombenkriegsthemas in der Literatur und den Medien agiert
differenzierter und dekonstruiert Legenden. In: literaturkritik.de 7/2009.
Genozide sind verhinderbar. Einige Literaturhinweise anlässlich des Todes der Menschenrechtskämpferin Alison Des Forges und zur Aufklärung des Völkermords in Ruanda. In: literaturkritik.de 3/2009.
Wenn sich Massenmörder selbst überführen. Anton Holzer erinnert in seinem Bildband "Das Lächeln der Henker. Der unbekannte Krieg gegen die Zivilbevölkerung 1914-1918" an vergessene Gräuel im Ersten Weltkrieg. In: literaturkritik.de 12/2008.
Jenseits von Soll und Haben. Auftrag erfüllt: Karl Gutzkows Papstroman „Der Zauberer von Rom“ liegt endlich wieder in einer Neuausgabe der Erstauflage vor. In: Bargfelder Bote, Lieferung 305 (2008), S. 9-14.
Von der Kontingenz des modernen Krieges. Eine Relektüre von Lew N. Tolstojs Großroman "Krieg und Frieden" - aus gegebenem Anlass. in: literaturkritik.de 11/2008.
Perpetuierter Papierkrieg / Vorsicht, Military Turn! Die Sozial-, Kultur- und Medienwissenschaften rüsten sich für ein neues Modethema – »Information Warfare« In: Mittelweg 36, Heft 4, 17. Jahrgang, August/September 2008, S. 55-68. Siehe auch die teils ausführlicheren Versionen in literaturkritik.de 11/2008.
Ursprung des Hasses. Die Thomas-Bernhard-Werkausgabe treibt die Kanonisierung eines Weltliteraten voran - und Bernhard Judex' Biografie Johannes Freumbichlers ermöglicht differenziertere Perspektiven auf das Werk seines Enkels. In: literaturkritik.de 11/2008.
Völkermord als Naturgesetz. Medardus Brehls Studie zur "Vernichtung der Herero" belegt, dass die "Diskurse der Gewalt in der deutschen Kolonialliteratur" nocht lange nicht beendet sind. In: literaturkritik.de 6/2008.
Der "vaterländische" Kriegsreporter. Gelernt hat Theodor Fontane sein Handwerk als Verfasser von akribisch recherchierten Büchern über deutsche Kriege. Ein Sammelband informiert über "Neue Wege der Forschung". In: literaturkritik 5/2008.
Traumprotokolle vergessener Geschichte. Die "Zeichen des Krieges" in der Literatur und den Medien ändern sich. Die historische Untersuchung ihrer Entwicklung führt zurück in verdrängte Bereiche des kollektiven Gedächtnisses. In: Mittelweg 36, Heft 4, 16. Jahrgang, August/September 2007, Thema: Krieg und Medien, Literaturbeilage, S. 38-58. Siehe auch die erweiterte Version bei literaturkritik.de 11/2007.
Ein anderes Lesen. Peter von Matt und Michael Maar werfen unkonventionelle Blicke auf kanonische Werke der Weltliteratur. In: literaturkritik.de 9/2007.
Polemik, Forschung und Vereinnahmung. Einige Anmerkungen zum „Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft“, nebst einem ungebetenen Seitenblick auf Ernst Klees „Kulturlexikon zum Dritten Reich“. In: literaturkritik.de 7/2007.
Nachrichten aus Babel. Robert Weningers verdienstvolle „Arno-Schmidt-Auswahlbibliographie“ ist in einer zweiten Auflage erschienen. In: literaturkritik.de 5/2007.
Cul=Tour oder Die Theorie des Phonetismus. Arno Schmidts gesammelte (Fernseh-)Interviews lassen den selbsternannten „Wortmetz“ als Grimassenkünstler wiederauferstehen. In: literaturkritik.de 3/2007.
Multiple Heterotopie. Stefan Höppners Dissertation über „Die USA als Imaginationsraum in Arno Schmidts Erzählwerk“ eröffnet neue Forschungsperspektiven. In: literaturkritik.de, Ausgabe 3/2007.
Ziemlich schnuppe. Hans Wollschlägers gesammelte Essays und Literaturkritiken bieten nicht viel mehr als um sich selbst trödelnden Narzissmus. In: literaturkritik.de, Ausgabe 3/2007.
Total Recall. Nicht alle Bücher, die von dem interdisziplinären Boom der Neurobiologie zu profitieren versuchen, erreichen ihr Ziel. In: literaturkritik.de, Ausgabe 02-2007
Nicht lange gefackelt. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften hat Karl Kraus’ legendäre Zeitschrift „Die Fackel“ komplett digitalisiert ins Internet gestellt. In: literaturkritik.de 2/2007.
Abseits vom Weg. Walter Hincks „Romanchronik des 20. Jahrhunderts“ stellt eher unbekannte Romane berühmter Autoren vor. In: literaturkritik.de 10/2006.
Das Krönchen. Verena Mayer und Roland Koberg haben ein erstes umfassendes Porträt der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek vorgelegt. In: Konkret 9/2006.
Alfred Estermann: „Schopenhauers Kampf um sein Werk“. In: Konkret 9/2006.
Beschriebene Schreibhemmung. Georg Jansen untersucht Thomas Bernhards „intertextuelle Destruktionen“. In: literaturkritik.de 2/2006.
Axel Dunker (Hg.): (Post-)Kolonialismus und deutsche Literatur. Impulse der angloamerikanischen Literatur- und Kulturtheorie, Bielefeld: Aisthesis Verlag 2005. In: „Zeitschrift für Deutsche Philologie“ (ZfdPh), Band 124, Heft 2/2005 S. 294-296.
Chloé Lachauer: Von „Kriexministern“ und „Schreckensmännern“. Deutsche Politik im Werk Arno Schmidts. Marburg: Tectum, 2004. In: „Wirkendes Wort“, Jahrgang 55 (April 2005), Heft 1, S. 161-164.
Verkachelt. Über einen mißlungenen Versuch, Arno Schmidts Roman „Das steinerne Herz“ zu bebildern. In: Konkret 4/2005.
Wie ein gutes Gitarrensolo. Friedhelm Rathjen hat eine Best-of-Sammlung eigener Beiträge zum literarischen Umfeld Arno Schmidts und James Joyces publiziert. (IRAS Internet Review Arno Schmidt 2005).
Neues vom Zauberberg. Schriften zu Zeitschriften: Weil sich am 12. August Thomas Manns 50. Todestag jährt, feiert die „Neue Rundschau“ ihren ehemaligen Autor mit einigen gebührenden Hommagen - in einem durchaus "Rundschau"-ungewohntem Stil. In: taz vom 4.7.2005.
Der Billigkritisierer. Erst die Rührung und die Erschütterung, dann die Erkenntnis, einem Lügner aufzusitzen: Andreas Maiers missglückter Vatermord an seinem Schriftstellerlehrer Thomas Bernhard. In: taz vom 25.6.2005.
Die Signatur ein freudianisches "es". Der Schriftsteller Arno Schmidt bezeichnete ihn als den „größten Illustrator des Jahrhunderts“: Jetzt würdigt Wolfgang Schneider den Maler Eberhard Schlotter erstmals in einer Monografie. Die hagiografische Sekundärliteratur überkandidelter Schmidtianer musste er in vielen Fußnoten revidieren. In: taz vom 5.4.2005.
Wolfgang Schneider: Abg(es)änge. Eberhard Schlotter. Das späte Werk. Justus von Liebig Verlag, Darmstadt 2004. (IRAS Internet Review Arno Schmidt 2004).
Herr Drews on air. Literatur ohne Kompromisse. ein buch für jörg drews. Bielefeld: Aisthesis Verlag, 2004. (IRAS Internet Review Arno Schmidt 2004).
Außenseiter, Ausnahmen und vergessene Einzelleistungen. Ein misstrauischer Blick auf die deutsche Nachkriegsliteratur. Rezension zu Hans-Gerd Winter (Hg.): „Uns selbst mussten wir misstrauen.“ Die „junge Generation“ in der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Hamburg: Dölling und Galitz 2002. In: Schauerfeld. Mitteilungen der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser“, 16. Jahrgang 2003, Heft 4, S. 13-15.
Arno Schmidt: Fragmente. Prosa, Dialoge, Essays, Autobiographisches. Bargfelder Ausgabe, Supplemente Band I, 2003. (IRAS Internet Review Arno Schmidt 2003).
Die Gilde der Guten. Neue Bücher von und über Arno Schmidt geben einen Einblick in die Werkstatt des Autors. In: Konkret 1/2003.
Lieblos gebündelt. Rezension zu Frank Schäfer: Harte Kerle. Essay 05. Münster: Oktober Verlag 2003. In: Schauerfeld. Mitteilungen der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser“, 16. Jahrgang 2003, Heft 4, S. 12-14.
Ichsucht. Rezension zu Karl Gutzkow: Die neuen Serapionsbrüder. Roman. Hg. von Kurt Jauslin. Gutzkows Werke und Briefe. Kommentierte Gesamtausgabe, hg. vom Editionsprojekt Karl Gutzkow. Erzählerische Werke, Bd. 17. In: Schauerfeld. Mitteilungen der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser“, 16. Jahrgang 2003, Heft 1, S. 12-15.
Doris Plöschberger: SilbmKünste & Buchstabmschurkereien. Zur Ästhetik der Maskierung und Verwandlung in Arno Schmidts Zettel’s Traum. Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter 2002. (IRAS Internet Review Arno Schmidt 2002).
„Gut Raubdruck!“ Rezension zu Jörg Drews u. Doris Plöschberger (Hg.): Des Dichters Aug’ in feinem Wahnwitz rollend …“. Dokumente und Studien zu „Zettel’s Traum“. München: edition text + kritik, 2001. In: Schauerfeld. Mitteilungen der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser, 14. Jahrgang 2001, Heft 4-15 – 15. Jahrgang 2002, Heft 1, S. 23-27.
Lob der Putzfrau. Rezension zu: Marius Fränzel: “Dies wundersame Gemisch”. Eine Einführung in das erzählerische Werk Arno Schmidts. Kiel: Verlag Ludwig 2002. (IRAS Internet Review Arno Schmidt 2002).
Angeln verboten. Rezension zu Jörg Drews und Doris Plöschberger (Hg.): Starker Toback, voller Glockenklang. Zehn Studien zum Werk Arno Schmidts. Bielefeld: Aisthesis Verlag, 2001. In: Schauerfeld. Mitteilungen der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser“, 15. Jahrgang 2002, Heft 3/3, S. 27-31.
Der Prosapionier als Letzter Dichter. Acht Vorträge zu Arno Schmidt. Herausgegeben von Timm Menke und Robert Weninger. Hefte zur Forschung, Band 6. Bargfeld: Arno Schmidt Stiftung 2001. (IRAS Internet Review Arno Schmidt 2001).

