Drachenboot-Rennen zu „Drei Tage Marburg“ 2011
-Carolin Ziep-
Auch im Jahr 2011 war „Fianna Marburg“, das Team der Keltologen, wieder beim Drachenboot-Cup des Stadtfestes „Drei Tage Marburg“ am Start. Traditionen müssen schließlich bewahrt werden!
Nach bereits zwei mehr oder weniger erfolgreichen Teilnahmen in den vorausgegangenen Jahren gaben die Doktoranden nun sämtliche Organisation an die Studierenden ab; jedoch war Planungstalent Ricarda, die auch in den Vorjahren das meiste in die Hand genommen hatte, weiterhin maßgeblich beteiligt. Auf etwas chaotischem Wege fand sich schließlich eine bunte Mannschaft zusammen: Auch Zweitsemester und Freunde der Studierenden ließen sich motivieren.
Da „Fianna Marburg“ erfahrungsgemäß eher unterdurchschnittlich schnell paddelt, lag auch in diesem Jahr der Schwerpunkt nicht auf dem sportlichen, sondern auf dem künstlerischen Einsatz – sprich, der Kostümierung. Bereits 2009 als wilde, schnauzbärtige Krieger und 2010 als Barden und Druiden bewiesen die Marburger Keltologen Ideenreichtum und Basteltalent. Doch welche Verkleidung sollte es diesmal werden?
Im Rennen waren „Schafe“, „St. Patrick und seine Mönche“, „Pikten“ – halbnackt und blau bemalt – sowie „Feen und Elfen“. Letzterer Vorschlag überzeugte die meisten Paddler, und so wurden am 5. Juli gemeinschaftlich Flügel aus Draht und bunten Seidenstrümpfen gefertigt.
Zum Start am Sonntag, den 10. Juli, erschien ein jeder in seiner eigenen elfisch- oder feeischen Tracht, geschmückt mit Tüchern, Rüschen, Spangen und
Blümchen. Auch Besucher des Lahnufers schauten nicht schlecht: Die 21 Fabelwesen waren ein echter Hingucker!
Das Rennen begann gut. Die ganze Mannschaft blieb während der Fahrt im durch die Trommlerin vorgegebenen Paddelrhythmus. Leider reichte auch alles Bemühen wieder einmal nicht aus: „Fianna Marburg“ verlor, wie jedes Jahr, gleich das erste Rennen.
Dies machte den wackeren Teilnehmern natürlich nichts aus. Man wusste: Auf die Verkleidung kommt es an! Schließlich winkten der Siegerformation Gutscheine über ein – dies fanden die Keltologen im Jahr 2009 bereits bestätigt – durchaus passables Brunch-Buffet im Ahrens-Kaufhaus.
Die Konkurrenz indes schlief nicht. Die schlimme Befürchtung, man müsse gegen eine Gruppe von (mal wieder nicht selbst gemachten) Wikinger-Outfits bestehen, erfüllte sich zwar nicht, jedoch waren „Schneewittchen und die 20 Zwerge“, allesamt männlich einschließlich Schneewittchen, ernstzunehmende Gegner.
Da man sich keine großen Chancen ausrechnete, erschien nur der harte Kern der Mannschaft zur Siegerehrung, um sich nicht schon im Voraus geschlagen zu geben. Doch was soll man sagen? „Fianna Marburg“ hatte als Feen und Elfen auf der Lahn offensichtlich tiefer gewirkt als angenommen! Stolz nahmen die Paddler die Siegerurkunde sowie die 21 Gutscheine entgegen. Wenn das nicht ein guter Ausgleich zur Pleite im Vorjahr war!
Wieder einmal wurde bewiesen, dass eine gute und kreative Verkleidung sich lohnt – und dass man nicht immer schnell wie ein Sklave paddeln muss, um im Drachenboot-Cup ein Sieger zu sein.
„Fianna Marburg“ jedenfalls freut sich auf eine Rückkehr in die große Schlacht im Jahr 2012 – und dann sicher mit einem ganz neuen Selbstbewusstsein!
Auf zum nächsten Sieg!

