24.01.2011
Marburger Studenten auf internationaler Konferenz vertreten
Vom 7. bis 9. November 2010 fand in Riga das neunte Colloquium Balticum statt
Unter Beteiligung von Vertretern der Universität Marburg fand in Riga vom 7. bis 9. November 2010 das neunte Colloquium Balticum statt. Dabei handelt es sich um eine jährliche Konferenz von Altertumswissenschaftlern aus Universitäten des Ostseeraumes, bei der hochrangige Forscher und Studenten gleichberechtigt und Seite an Seite Vorträge halten und dabei Ergebnisse verwirklichter Projekte und Ideen für künftige Vorhaben austauschen.
Das Colloquium, das sich stets den antiken Grundlagen der modernen
europäischen Kultur und ihrer Rezeption besonders im Ostseeraum widmet
und daher passend unter dem Motto „Perpetuum mobile antiquitatis“
stand, wurde von Marburger Seite durch die Studenten Elisabeth
Hollmann, Yannick Spies und Sven Meier bereichert. Elisabeth Hollmann
stellte in einem interessanten und lebendigen Vortrag exemplarisch die
Plautusrezeption in Shakespeares „Much Ado about Nothing“ dar. Yannick
Spies zeigte am Beispiel einer Wortvertauschung in der Schrift „De
Doctrina Christiana“ des Heiligen Augustinus grundsätzliche Probleme
der Textkritik auf und demonstrierte eindrucksvoll die Notwendigkeit
einer Neuausgabe des Werkes. Sven Meier machte die Zuhörer mit der
Bedeutung des Wortes licentia im poetologischen Konzept des
Horaz bekannt.
Die abschließende Sektion wurde von Frank Lembke, der als
wissenschaftlicher Assistent am Seminar für Klassische Philologie tätig
ist, moderiert. Damit vertrat er Prof. Dr. Gregor Vogt-Spira, durch
dessen Wechsel von Greifswald nach Marburg die Philipps-Universität
Mitglied des Colloquiums wurde und der derzeit den Posten des
Generalsekretärs der international renommierten Villa Vigoni
innehat.
Sven Meier
Weitere Informationen unter http://www.colloquiumbalticum.org/

