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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis
zu den Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2001/2002

15.10.2001 bis 08.02.2002
(Weihnachtspause vom 24.12.2001 bis zum 11.1.2002)


Klassische Philologie


Änderungen gegenüber dem allgemeinen Personal- und Vorlesungsverzeichnis und gegenüber dem Kommentierten Vorlesungsverzeichnis sind mit gekennzeichnet.

Seminareröffnung mit Vorstellung des Lehrprogramms: Di, 16.10.2001, 18 Uhr c.t., WR D 512.

Studierende, die unmittelbar vor dem Examen stehen und Probeklausuren schreiben möchten, treffen sich zu einer Besprechung mit Prof. Dr. Jürgen Leonhardt im Anschluß an die Seminareröffnung.

Dr. Achim Heinrichs mit Studierenden der Klassischen Philologie: Studienberatung für Erstsemester und Studienortwechsler.

Di, 16.10.2001, 14 Uhr c.t., WR D 512


10 101 PS Leonhardt, Jürgen: Einführung in philologische Arbeitstechniken I
Do 16--18, WR D 511, Beginn: 18.10.2001

Nach der neuen, zur Genehmigung anstehenden Studienordnung für Magister- und Lehramtsstudium wird der Stoff der bisherigen "Einführung in die Klassische Philologie" und der Metrikübung neu verteilt auf je zwei aufeinanderfolgende Einführungsveranstaltungen, die in alternierendem Wechsel angeboten werden und in denen jeweils sowohl "Einführung" allgemeiner Art wie Metrik behandelt werden. Ziel dieser Umschichtung ist eine Entlastung zu Beginn des Grundstudiums: Nach Besuch der Einführung I hat man elementare handwerkliche Kenntnisse und Grundkenntnisse im Bereich der Metrik und kann sich dann ggf. ein wenig Zeit lassen, bis man, nach praktischer Anwendung dieser Grundkenntnisse in Proseminaren usw., den Fortsetzungskurs besucht. Weiterhin soll vermieden werden, daß manche kompliziertere handwerkliche Techniken, die man im Grundstudium weniger benötigt, zu früh ohne Praxisbezug eingeführt und dann wieder vergessen werden. Nach der Marburger Studienordnung muß die Einführung II erst nach der Zwischenprüfung absolviert werden; doch empfiehlt es sich, auch diese zweite Übung bereits im Grundstudium zu belegen (insbesondere, wenn man einen Studienortwechsel in Betracht zieht).

In der Einführung I werden u.a. behandelt: Grundlagen der lateinischen Sprach- und Literaturgeschichte; Grundlagen der Hermeneutik, Hilfsmittel (Handbücher, Lexika); Einführung in die Textkritik, Einführung in die Geschichte der Klassischen Philologie, Umgang mit wissenschaftlicher Sekundärliteratur, Grundregeln für das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten, Grundlagen der Prosodie und Verslehre. (In die Einführung II gehören dann z.B. Umgang mit komplexeren Hilfsmitteln wie dem Thesaurus linguae Latinae, Einübung in die Behandlung schwierigerer Probleme der Grammatik und Textkritik, praktische Übungen zur wissenschaftlichen Literaturrecherche, Benutzung elektronischer Datenbanken u.a.m.).

Zur ersten Information: Riemer, P. / Weissenberger, M. / Zimmermann, B., Einführung in das Studium der Latinistik. München 1998. Jäger, Gerhard, Einführung in die Klassische Philologie. München 31990. Ausführlicher Überblick über die Inhalte des Faches: F. Graf (Hrsg.), Einleitung in die lateinische Philologie. Stuttgart und Leipzig 1997.


Griechisch

10 104 VL Thiel, Rainer: Lesbische und melische Lyrikýýýýýýý
Di 11--13, WR D 512, Beginn: 23.10.2001

Diese Vorlesung ist eine Fortsetzung derer im Wintersemester 2000/2001; auf die ausführlicheren Ankündigungen im zugehörigen Kommentierten Vorlesungsverzeichnis WS 2000/2001, insbesondere was die Literatur angeht, wird hiermit verwiesen. Nachdem im vergangenen Wintersemester Elegie und Iambus ausführlicher behandelt wurden, liegt der Schwerpunkt im kommenden auf der monodischen und der fragmentarisch überlieferten Chorlyrik. Im Zentrum werden dabei Alkaiosý und Sapphos Lieder sowie Alkman, Stesichoros, Ibykos, Anakreon, Korinna und die lyrischen Stücke des Simonides stehen. Auf Pindar und Bacchylides wird (angesichts der Fragmente aus Simonideischen Epinikien und Dithyramben) nur ein Seitenblick fallen.

Textausgabe und Literatur: Als Textausgabe empfehle ich zur Anschaffung D. L. Page, Lyrica Graeca Selecta, Oxford 1968. Bequem und im Ganzen zuverlässig orientierende Einführungen zu den einzelnen Dichtern und Gattungen bietet Douglas E. Gerber, A Companion to the Greek Lyric Poets, Leiden u. a. 1997. Im Übrigen sei wiederum auf die Ankündigungen zum Wintersemester 2000/2001 verwiesen.

Weitere ausgewählte Literatur findet sich hier auf einer Website, die eigens der in der Vorlesung erwähnten Literatur gewidmet ist. Die Literatur umfasst Titel, die in der Vorlesung im WS 2000/2001 und im laufenden WS 2001/2002 erwähnt werden

10 105 PS Thiel, Rainer: Homer, Ilias
Mi 11--13, WR D 612, Beginn: 17.10.2001

Homers Ilias ist vielleicht das älteste, ganz sicher aber das bedeutendste und einflussreichste Werk der europäischen Literatur. Weder die antike noch die moderne Literatur konnten an der Macht und Vollkommenheit, mit denen der Iliasdichter seine Charaktere und seine Handlungsstrukturen gestaltet hat, vobeigehen, und selbst das lateinische Mittelalter, das keinen direkten Zugang zur Ilias hatte, ist doch indirekt über die römische Epik von ihr geprägt.

Das Proseminar will vor allem dieser Fähigkeit des Iliasdichters nachgehen, Charaktere zu zeichnen und Handlungen und Handlung aus ihnen heraus zu entwickeln und verständlich zu machen. Die Fragen der Datierung und (mündlichen oder schriftlichen) Abfassung, der Kompositions- und Versifikationstechnik und der Überlieferung der Ilias von ihrer Entstehung bis zu den alexandrinischen Ausgaben sollen deshalb nur kurz berührt, aber nicht näher verfolgt werden. Im Zentrum steht dagegen die Frage, wie der Iliasdichter das Zustandekommen menschlichen Handelns im Zusammenspiel von menschlichem Charakter, äußerer Situation, gesellschaftlichen Normen und göttlicher Einwirkung gestaltet. Dabei soll auch dem Vergleich mit Vergils Aeneis angemessener Raum gegeben werden. Auf die Begleitlektüre wird ausdrücklich hingewiesen. Ihr Besuch wird für Teilnehmer am Proseminar dringend empfohlen, ist jedoch nicht voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme.

Textausgabe: Zur Anschaffung empfohlen: Homerus, Ilias, rec. Martin L. West, I: rh. i--xii, Stuttgart-Leipzig: Teubner, 1998, II: rh. xiii--xxiv, München--Leipzig: Saur, 2000. Es kann aber auch jede andere vollständige Ilias-Ausgabe verwendet werden.

Übersetzung: Homer, Ilias. Neue Übertragung von W. Schadewaldt, Frankfurt a. M. 1975.

Literatur: Zur Einführung: J. Latacz, Homer. Der erste Dichter des Abendlandes, München-Zürich, 31997. Weiteres: Aristoteles, Poetik; B. Snell, Die Entdeckung des Geistes, Hamburg 1946 (Göttingen, 31975); H. Fränkel, Dichtung und Philosophie des frühen Griechentums, München, 31962; Arbogast Schmitt, Selbständigkeit und Abhängigkeit menschlichen Handelns bei Homer. Hermeneutische Untersuchungen zur Psychologie Homers, Abh. Akad. Mainz 5/1990, Stuttgart 1990.

Leistungsnachweis: Über die Leistungsnachweise werden wir uns in der zweiten Sitzung verständigen.

Programm: Folgende Texte möchte ich behandeln, wobei nicht alles gemeinsam im Original gelesen werden kann:

  • Der Streit zwischen Agamemnon und Achill: Buch I, bes. 188--222, 326--350. Presbeia: IX, bes. 89--188, 222--429, 496--501, 600--619. XVI 1--100. XIX 1--99, 134--153.
  • Hektor schilt Paris, dieser bietet einen Zweikampf mit Menelaos an III 15-75. Zweikampf; Niederlage des Paris und seine Entrýckung durch Aphrodite 340--382. Aphrodite nýtigt Helena, sich Paris zuzuwenden 383--450.
  • Versammlung in Troja: Beratung um eine mýgliche Rýckgabe Helenas und Reaktion der Achaier auf das Angebot der Troer VII 345--420.
  • Der Abschied Hektors von Andromache und Astyanax VI 369--502.
  • Diomedes verwundet Aphrodite, die versucht, den verwundeten Aineias zu entrýcken, flieht aber vor Apollon: V 297--446.
  • (/*EKTOROS LU/TRA, XXIV: bes. 120--142 (Thetis ýberbringt Achill den Beschluss der Gýtter), 143--188 (Iris informiert Priamos), 217--227 (Bewertung von Weissagungen und Gýttersprýchen), 322--467 (Priamos gelangt, von Hermes geleitet, zu Achill, um Hektors Leichnam auszulýsen), 477--694 (Gesprých zwischen Priamos und Achilles, Hermes bringt Priamos und Hektors Leichnam zurýck).

Vorbereitung: Für die erste Sitzung bitte ich unter Zuhilfenahme einer Übersetzung (s. o.) das erste Buch der Ilias präsent zu halten. Auf Griechisch ist vorzubereiten Il. 1, 188--222. 326--350.

10 106 HS Schmitt, Arbogast: Platon, Politeia, Buch 5--7
Di 17--19, WR D 511, Beginn: 23.10.2001

In den Büchern 5--7 der 'Politeia' gibt Platon eine konzise, zusammenfassende Darstellung seiner Ideenlehre. Er zeichnet den Denkweg nach, der ihn dazu geführt hat, Ideen anzusetzen und führt die Konsequenzen vor, die sich aus diesem Ansatz ergeben

  • für die Kriterien der Wissenschaftlichkeit des Erkennens,
  • für die Analyse der spezifisch menschlichen Vermögen des Menschen und ihrer Kultivierung.

Um den erkenntnistheoretischen Zugang Platons zu seiner Ideenlehre möglichst klar herauszuarbeiten, beginnt das Seminar nicht mit dem Buch 5, sondern mit dem Buch 7, in dem Platon sein Konzept einer sogenannten Allgemeinmathematik (communis mathematica scientia) vorstellt. Erst nach der Behandlung dieser erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Grundlagen wenden wir uns den großen Gleichnissen, dem Sonnen-, dem Linien- und dem Höhlengleichnis zu, deren Bedeutung auf diese Weise von ihren sachlichen Voraussetzungen her besser erfaßt werden kann. Neben der Einführung in die platonische Erkenntnistheorie strebt das Seminar auch eine Klärung des Verhältnisses von Erkenntnis, Gefühl, Wille und Handlung bei Platon an.

Zur Vorbereitung empfohlen: Die Lektüre der Bücher 5--7 des Staats (von den deutschen Übersetzungen ist trotz ihrer altertümlichen Sprache und einiger weniger Mißverständnisse immer noch am getreuesten die Übersetzung von Schleiermacher, die im Rowohlt-Verlag leicht zugänglich ist). Wer sich über die Grundtendenz, die die Interpretation in dem Seminar verfolgt, vorweg informieren möchte, kann lesen: Arbogast Schmitt, Erkenntnistherorie bei Platon und Descartes, Antike und Abendland 35, 1989. Der Einzelne und die Gemeinschaft in der Dichtung Homers und in der Staatstheorie bei Platon, Verlag Steiner, Stuttgart 2000.
Beide Arbeiten liegen auch als Kopiervorlage im Seminar für Klassische Philologie, Geschäftszimmer, 5. Stock, Zi. 516 aus.

Die Veranstaltung kann als Pro- oder Hauptseminar besucht werden.

10 107 KO Schmitt, Arbogast, Heinzle, Joachim: Die Ilias und das Nibelungenlied
Do 9.30--11.00, WR D 512, Beginn: 18.10.2001

Die Ilias und das Nibelungenlied gelten als die bedeutendsten Heldenepen der Weltliteratur. Ziel des Seminars ist es, in vergleichender Analyse Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Textkonstituierung herauszuarbeiten und den Gründen für die eminente Wirkung der beiden Werke in der europäischen Literatur und Kunst seit dem 18. Jahrhundert nachzugehen.

Textgrundlage Ilias: Ilias, Homeri opera, hgg. D.B. Monroe und Th.W. Allen (2 Bde.), Oxford 1920 u.ö. (Reihe Oxford Classical Texts).

Übersetzungen: Homer, Ilias. Neue Übertragung von Wolfgang Schadewaldt, Frankfurt/Main 1975 u.ö. (Insel-Taschenbuch 153) oder: Homer, Ilias. Neue Übersetzung, Nachwort und Register von Roland Hampe, Stuttgart 1979 u.ö. (Reclams Universal-Bibliothek Nr. 249).

Textgrundlage NL: Das Nibelungenlied. Mittelhochdeutscher Text und Übertragung. Hg., übers. und mit einem Anhang versehen von Helmut Brackert. 2 Bde. (Fischer Taschenbuch 5038 und 6039). Frankfurt 1970 (laufend Neudrucke).

Vorbereitende Lektüre Ilias: Joachim Latacz, Homer. Eine Einführung, Artemis Verlag, München u. Zürich 1985 u.ö.; ders., Troja und Homer. Die Lösung eines alten Rätsels, München 2001; Arbogast Schmitt, Selbständigkeit und Abhängigkeit menschlichen Handelns bei Homer. Hermeneutische Untersuchungen zur Psychologie Homers, Steiner Verlag, Stuttgart 1990.

Vorbereitende Lektüre NL: Joachim Heinzle: Das Nibelungenlied. Eine Einführung. (Fischer Taschenbuch 11843.) Frankfurt 1996.

10 108 UE Fiedler, Wilfried: Syntax und Stilistik: Unterstufeýý
Do 13.30--15.00, WR D 511, Beginn: 18.10.01

In der Unterstufe der Übungen zur Syntax und Stilistik erfolgt der Einstieg ins Übersetzen aus dem Deutschen ins Griechische. Die nach Themen geordnete Stoffverteilung (Subjekt, Prädikat, Kasuslehre, Infinitiv, Partizip) folgt der Anordnung in der Grammatik von H. Lindemann, Griechische Satzlehre (s.u.).

Da die Formenlehre als weitgehend bekannt vorausgesetzt wird, sollten Deklinationen, Konjugationen und Stammformen vor dem Start in die Stilübungen gründlich aufgearbeitet und wiederholt werden. Dazu kann die von Ihnen bisher benutzte Grammatik weiterbenutzt werden.

Erforderliches Lehrbuch: H. Lindemann, Griechische Satzlehre, St. Ottilien: Eos, 21974 (u.ö.).

Leistungsnachweis: Abschlußklausur.

10 109 UE Fiedler, Wilfried: Syntax und Stilistik: Oberstufeý
Mi 11--13, WR D 611, Beginn: 17.10.01

Es werden Texte griechischer Redner, Philosophen und Historiker aus einer deutschen Version ins Griechische übersetzt und unter syntaktischen und stilistischen Aspekten behandelt.

Lehrbuch: Siehe Unterstufe.

Voraussetzung: Bestandene Abschlußklausur des Mittelkurses oder gleichwertige Klausur einer anderen Universität.

Leistungsnachweis: Abschlußklausur.

Lektüre:

Grundstudium:

10 110 UE Thiel, Rainer: Homer, Ilias (begleitend zum Proseminar)ý

Di 14--16 (ab 30.11.2001), WR D 612, Beginn: 19.10.2001

Die Ilias-Lektüre ist vor allem als Begleitlektüre zur Ergänzung des griechischen Proseminars gedacht, kann aber auch unabhängig vom Proseminar besucht werden. In Anlehnung an den Gegenstand des Proseminars will die Lektüre nicht kontinuierlich einen Teil der 24 Bücher der Ilias behandeln, sondern einzelne, für das Verständnis homerischer Charakterdarstellung besonders ergiebige Passagen aus der gesamten Ilias auswählen.

Gelesen werden soll im Wesentlichen eine Auswahl aus den Texten, die im Proseminar behandelt werden sollen. Auf das Programm zum Proseminar wird deshalb hier verwiesen.

Als Textausgabe wird die neue Ausgabe von West, zur Einführung J. Lataczs Artemis-Band empfohlen; beide sind unter dem Ilias-Proseminar mit genauen Angaben aufgeführt.

10 111 UE Fiedler, Wilfried: Lysias

Mo 16--18, WR D 511 + 2 SWS O. u. Z. n. V., Beginn: 22.10.01

Lysiasý Reden geben einen interessanten Einblick in die privaten und politischen Verhältnisse Athens um 400 v. Chr. und in das Gerichtswesen dieser Zeit. Außerdem eignen sie sich wegen ihrer klaren Sprache vorzüglich zur Einarbeitung in die griechische Prosa. Gelesen werden sollen zunächst or. 1: Über die Ermordung des Eratosthenes, or. 12: Gegen Eratosthenes, or. 16: Verteidigung des Mantitheos, or. 24: Für den erwerbsunfähigen Krüppel.

Zielgruppe: Griechischstudierende im Grundstudium, sonstige Interessenten mit Griechischkenntnissen.

Zur Anschaffung empfohlen: Lysiae orationes, rec. C. Hude, Oxford: Clarendon (OCT), 1912 u.ö. Auch andere Texte können benutzt werden.

Leistungsnachweis: Abschlußklausur.

Hauptstudium:

10 112 UE Schmitt, Arbogast: Platon, Politeia, Buch 5--7 (begleitend zum Hauptseminar)

Do 16--18, WR D 612, Beginn: 18.10.2001

10 113 UE Schmitt, Arbogast: Klausurenkurs zur Examensvorbereitung
Z.u.O.n.V.

Griechischer Sprachkurs:

10 114 UE Fiedler, Wilfried: Griechisch für Anfängerýýý
Mo 13.30--15.00, Mi 8--10, Do 8.00--9.30, WR D 512, Beginn:17.10.01
+ Repetitionskurs im Umfang einer SWS in der vorlesungsfreien Zeit (Termin und Stoff der Wiederholung werden im WS 2001/2002 vereinbart)

Der sich über zwei Semester erstreckende Kurs bietet eine zügige Einführung in die altgriechische Sprache. Verwendet wird dabei das Lehrbuch Kantharos, aus dem im Wintersemester die Lektionen 1-- ca. 45 behandelt werden sollen. Teilnehmer benötigen keine Vorkenntnisse, sollten aber außer dem regelmäßigen Besuch der Veranstaltungen eine ausreichende Zeit für die Vorbereitung und Nacharbeit (ca. 10--15 zusätzliche Wochenstunden) einplanen.

Notwendige Lehrbücher: Kantharos, Griechisches Unterrichtswerk, hrsg. v. Ellinger, Fink, Heil, Meier, Stuttgart: Klett, 1982 u.ö. -- Ars Graeca, Griechische Sprachýlehre, hrsg. v. Mehrlein, Richter, Seelbach, Leggewie, Paderborn: Schöýningh, 51981 u.ö. oder evtl. auch eine andere Grammatik.


Lateinisch

10 119 VL Wimmel, Walter: Antike und abendländische Romdichtung
Die Vorlesung muss leider eneut ausfallen.

10 120 VL Leonhardt, Jürgen: Die Liebe in der römischen Literatur
Do 11--13, WR D 512, Beginn: 18.10.2001

Die römische Einstellung zur Liebe wird heute meist im Zusammenhang mit der sog. subjektiven Liebeselegie diskutiert, das heißt konkret: mit den Gedichten von Properz, Tibull und Ovid (Amores). Der Grund dafür ist, daß die sich hier zeigende Vorstellung von Liebe unserer modernen (im Grunde vom 18. und 19. Jahrhundert geprägten) Vorstellung einer "romantischen" Liebe am nächsten kommt. In Rom ist die Liebeselegie als literarische Gattung jedoch eine temporäre Erscheinung, die in einer ganz bestimmten, auf wenige Jahrzehnte beschränkten Situation vermutlich in Form eines Protestes gegen traditionelle Vorstellungen entwickelt wurde. Über dieser Besonderheit geraten die Verbindungen zu anderen Darstellungsformen der Liebe in der römischen Literatur oft zu sehr in den Hintergrund. Im Rahmen dieser Vorlesung soll die römische Liebeselegie daher einmal in größerem Kontext von Werken aus dem 2. Jh. v. Chr. bis zum 4. Jh. n. Chr. betrachtet werden. Folgende Themen bzw. Texte werden behandelt: Die Liebe in der römischen Komödie (Plautus und Terenz), die Liebe im Epos (vor allem: Dido und Aeneas bei Vergil), die Liebesgedichte Catulls, Ursprünge und Entwicklung der römischen Liebeselegie (mit Anhang: Ovids Heroides); Liebe bei Horaz (vor allem in den Oden), in der Tragödie (Seneca: Medea, Megara im Hercules furens, Deianira im Hercules Oetaeus), bei Apuleius (Der goldene Esel); das sog. Pervigilium Veneris; Liebe in der spätantiken Dichtung (Ausonius, Claudian), Liebe im lateinischen Roman (vor allem: Historia Apollonii Regis Tyri). Dabei werden jeweils die wichtigsten Texte bzw. Passagen mit ihren Interpretationsproblemen vorgestellt; ein Gesamtbild ergibt sich dann im Laufe der Zeit durch den Vergleich.

Zur Einführung: Lyne, R.O.A.M., The Latin Love Poets. From Catullus to Horace. Oxford 1980, Holzberg, N., Die römische Liebeselegie. Eine Einführung. Darmstadt 1990.

Der Besitz folgender Texte wird empfohlen: Vergil, Aeneis (B. IV); Horaz, Oden; Ovid, Amores.

10 121 PS Leonhardt, Jürgen: Terenz, Andria
Di 9--11, WR D 511, Beginn: 23.10.2001

Die Komödien des Terenz eignen sich nicht nur hervorragend als Einführung in die hellenistische Komödie, sondern auch als vergnüglicher Übungsstoff für mancherlei philologische Details: lateinische Sprachgeschichte, Metrik, Alltagswortschatz u.a.m. Dabei ist die "Andria" zu Unrecht weniger bekannt als z.B. die Adelphen -- Grund genug, sich mit diesem Stück genauer zu beschäftigen. Für alle sprachlichen und metrischen Details bietet die Ausgabe von Thierfelder gerade für noch weniger versierte Latinisten eine hervorragende Einführung (sie enthält sogar ein Wortverzeichnis). Ziel des Proseminars ist es (neben einer Einführung in die Geschichte der antiken Komödie), den Text dieses Stückes so beherrschen zu lernen, daß man ihn als Literatur genießen kann.

Kritische Textausgabe (zur Anschaffung empfohlen): P. Terenti Afri Comoediae, rec. R. Kauer / W.M. Lindsay, Oxford 1926 (u. ND).

Hilfsmittel zur Einführung und zur Lektüre: P. Terentius Afer, Andria. Textbearbeitung, Einleitung und Eigennamenverzeichnis von A. Thierfelder, Heidelberg 1951. Von diesem Band, der im Buchhandel nicht mehr erhältlich ist, liegt eine Komplettkopie im Geschäftszimmer als Kopiervorlage aus.

Kommentar: G.P. Shipp, Melbourne 21960; Terentius, Andria, introd., trad. e note di G. Zanetto. Milano 1988.

Zur Einführung in die römische Komödie: E. Lefèvre (Hrsg.), Das römische Drama. Darmstadt 1978 (Grundriß der Literaturgeschichten nach Gattungen).ý

10 122 HS Leonhardt, Jürgen: Horaz, Oden
Fr 11--13, WR D 511, Beginn: 19.10.2001

Die Oden des Hoqraz gehören zum Kernbestand europäischer Lyrik. Die nicht mehr zu übertreffende Kunst des Ausdrucks fand selbst in den Zeiten, als man die römische Literatur wegen ihrer angeblichen Unselbständigkeit minder achtete, höchste Anerkennung, so etwa bei dem griechenbegeisterten Friedrich Nietzsche. Vieles an der horazischen Kunst, insbesondere die sorgfältig ausgearbeitete Interdependenz zwischen formalem Aufbau und Aussage der Gedichte, wurde jedoch erst in den letzten Jahren erforscht. Ebenso weiß man heute viel mehr über den kulturgeschichtlichen und politischen Hintergrund des Odenwerks.

Folgende Themen werden in den ersten Sitzungen im Plenum (unter Einbeziehung von Kurzreferaten) behandelt: Überblick über die griechische Lyrik, Biographie des Horaz, Aufbau und Überlieferung der Odenbücher, äolische Metrik. Anschließend sollen einzelne Gedichte jeweils von einem Referenten genauer vorgestellt werden. Folgende Gedichte werden auf jeden Fall behandelt: I,1 (zusammen mit II,20 und III,30); I,5 (mit weiteren Liebesgedichten); I,37; III,2 (und allgemein die Römeroden); IV,4; carmen saeculare. Eine Liste mit diesen Gedichtthemen liegt ab sofort im Geschäftszimmer aus; weitere Referatthemen können ggf. bereits in den Semesterferien vereinbart werden (ab 5. August).

Neben den oben genannten werden besonders folgende Oden zur Lektüre empfohlen: Buch I: 2, 8,9,10,11,14,17,20,22,26,31,34. Buch II: 2,3,4,6,7,10,13,14,17. Buch III: 1-6, 9,12,13,25,28. Buch IV: 1,2,3,6,9,11.

Text: Empfehlenswert ist immer noch die Teubnerausgabe von F. Klingner; die Teubnerausgaben von Shackleton-Bailey und Borzsák können, wenn bereits vorhanden, benutzt werden.

Kommentare: Als Hilfsmittel für eigene Lektüre in den Ferien genügen zunächst der deutschsprachige Kommentar von A. Kiessling/R. Heinze, Q. Horatius Flaccus, Oden und Epoden, zuletzt 13. Auflage Dublin/Zürich 1968 und die "Komplettinterpretation" aller Oden von H.P. Syndikus, Die Lyrik des Horaz, 2 Bde., 3., neu bearb. Auflage Darmstadt 2001. Weitere (vor allem englische) Kommentare sind in der Seminarbibliothek leicht zu finden und werden in der ersten Seminarsitzung vorgestellt.

Zur allgemeinen Einführung: E. Lefévre, Horaz. Dichter im augusteischen Rom. München 1993.

Syntax und Stilistik:

10 125 UE Büttner, Stefan: Unterstufe
Fr 14--16, WR D 512, Beginn:19.10.2001

Vermittels einer Übersetzung von Einzelsätzen aus dem Deutschen ins Lateinische sollen alle Probleme der Syntax und Stilistik erörtert werden. Ziel ist dabei auch, für die Lektüre lateinischer Texte an anderer Stelle das Problembewußtsein zu schärfen. Schwerpunkt des Kurses, der sehr dicht ist und für den man daher genügend Zeit in der Semesterplanung reservieren sollte, ist der in RHH. Paragraphen 105--181 abgehandelte Stoff.

Lehrbücher: Vorausgesetzt ist der Besitz der lateinischen Grammatik von H. Rubenhauer/J.B. Hofmann/R. Heine, Bamberg--München 101977.

10 126 UE Kappl, Brigitte: Mittelstufeý
Fr 14--16, WR D 511, Beginn: 19.10.2001

Aufbauend auf dem Stoff des Unterkurses werden im Mittelkurs zunächst der Gebrauch der Tempora und Modi im Lateinischen, sodann die einzelnen Nebensatzarten behandelt (RHH, Paragraphen 205--264).

Teilnahmevoraussetzung: Erfolgreich absolvierter Unterkurs

Lehrbücher: RHH (s. Unterkurs); Menge (s. Oberkurs).

Leistungsnachweis: Abschlußklausur

10 127 UE Büttner, Stefan: Oberstufe
Di 9--11, WR D 612, Beginn: 23.10.2001

Nach dem Durchgang durch die Syntax im Unter- und Mittelkurs steht im Zentrum des Oberýkurses die Stilistik. Es geht jetzt also nicht mehr nur darum, einýzelne Sätze in grammatikalisch korrektes Latein zu übersetzen, sondern darum, die gedankliche Struktur eines zusammenhänýgenden Textes zu erfassen und dieser Struktur mit den Möglichkeiten der lateinischen Sprache angemessen Ausdruck zu verleihen. Das soll im Kurs anhand von deutschen Texten, die sich an Passagen aus Ciceros Werk orientieren, geübt werden. Zur Vorbereitung wird empfohlen, sich mit Ciceros Philippiken, zu beschäftigen.

Lehrbücher: RHH, Hermann Menge: Stilistik, München 141965 u.ö. (wird leider nicht mehr aufgelegt, ist aber in der Seminarbibliothek und der Lehrbuchsammlung mehrfach vorhanden).

Leistungsnachweis: Abschlußklausur.

Lektüre:

Grundstudium:

10 129 UE Schmitz, Christine: Lateinische Lektüre (propädeutisch): Cicero
Mi 11--13, WR D 511, Fr 11--13, WR D 512 Beginn: 17.10.2001

Diese Veranstaltung ist speziell für Studienanfänger eingerichtet worden. Die Übung dient der Wiederholung und Vertiefung der Grammatik und soll Studierende der Latinistik auf die eigenýständige Lektüre vorbereiten.
Anhand des Dialogs Brutus, in dem die Geschichte der Rhetorik Roms dargestellt wird, soll die Syntax wiederholt werden; daneben werden durch entsprechende Übungen die Kenntnisse in der Formenlehre gefestigt.ýAm Anfang des Semesters wird eine Befreiungsklausur angeboten; diejenigen, die diese beýstehen, müssen nicht an der Propädeutik teilnehmen, sondern können sofort alle anderen Veranstaltungen des Grundstudiums besuchen.

Termin der Befreiungsklausur: Fr 1;gt in seinem rigorosen Traditionalismus auch Züge eines frühen Klassizismus, der über die Jahrhunderte hinweg namentlich Cicero und Vergil als die eigentlichen und wahren unanfechtbaren Repräsentanten des römischen Wertekanons im Denken und Handeln, eben als normgebende Klassiker verehrte. Dieser paganen Rückwendung führender gesellschaftlicher Kreise in der alten Stadt Rom stellt Augustinus den gewaltigen Entwurf seiner civitas Dei gegenüber, mit dem er das Weltgebäude der heidnischen Tradition erschütterte und in 22 Büchern das Fundament einer neuen Welt aus den Geist der christlichen Offenbarung zu legen versuchte.

Konsequenterweise gelten seine ausführlichsten Invektiven und Widerlegungsversuche eben Vergil und Cicero, und zwar insbesondere dort, wo sie als Künder der Größe und Bedeutung Roms auftreten bzw. zitiert werden.

Im Zentrum des Lektürekurses soll daher eine Auswahl von Texten stehen, die für diese Tendenz des Gesamtwerkes repräsentativ sind. Es wird ein Reader mit längeren Passagen aus den Büchern 1,5 und 19 erstellt, der etwa ab Mitte der Semesterferien im Geschäftszimmer des Seminars ausliegt.

Zugrunde gelegt wird die Ausgabe von Dombart und Kalb. Darmstadt 51981 (im Seminar vorhanden).

Die Veranstaltung ist gedacht für Studierende des Lateinischen im Hauptstudium (Lehramt/Magister). Interessenten aus anderen Fächern (z.B. Theologie, Philosophie) sind willkommen.

10 134 UE Latta, Bernd: Sallust, Bellum Iugurthinum

Do 19--21, WR D 512, Beginn: 18.10.2001

Siehe Zusatzaushang.

Fachdidaktik:

10 135 UE Heinrichs, Achim: Schulpraktische Studien I
Mi 9--11, WR D 511 + schulbezogene Blocklektüre im Umfang von 1 SWS, Beginn:17.10.2001
Z.u.O.n.V.

Mit den Schulpraktischen Studien I wird das im SS 2002 durchzuführende Praktikum vorbereitet. Dies erfolgt in verschiedenen Themenbereichen: 1. Grundlagen und Vorgaben für die unterrichtliche Praxis in Hessen; 2. Lehr- und Lernmittel; 3. Grundfragen altsprachlichen Unterrichts; 4. Didaktik und Methodik; 5. Unmittelbare Praktikumsvorbereitung. Für jeden dieser Bereiche stehen verschiedene Einzelthemen (Referate) zur Wahl. Die entsprechende Liste liegt ab Beginn der Semesterferien zusammen mit der Teilnehmerliste aus. Bitte achten Sie darauf, daß für die Vorbereitung und wissenschaftliche Begleitung des Praktikums der Besuch der Schulpraktischen Studien I und II verbindlich ist.

Zielgruppe: Studierende des Lateinischen und des Griechischen im Hauptstudium (Studiengang Lehramt), die das pädagogische Blockpraktikum schon absolviert haben.

10 136 UE Heinrichs, Achim: Fachdidaktik: Linguistik und Schulgrammatik
Fr 9--11, WR D 511, Beginn: 19.10.2001

Neuere lateinische Lehrbücher repräsentieren eine schwer durchschaubare Grammatikkonzeption: Einerseits ist die alte "Schulgrammatik", die letztlich immer wieder auf Kühner-Stegmann zurückzuführen ist, durchaus nicht überwunden. Andererseits treten parallel und konkurrierend Adaptionen linguistischer Grammatiktheorien und -modelle auf, die nicht nur therminologische Verwirrung stiften können. Namentlich Dependenz- und Textgrammatik prägen seit den 70er Jahren das Bild. Während die klassisch-philologische Wissenschaft nur sehr am Rande z.B. von strukturalistischer Sprachwissenschaft Kenntnis nimmt, hat sich die fachdidaktische Diskussion immer wieder mit der Frage eines in diesem Sinne "modernen" Sprachunterrichts beschäftigt. Lehrpläne, Rahmenrichtlinien etc. sprechen gerade auf dem Gebiet der Grammatik eine (Meta-) Sprache, die nicht nur alterfahrenen Lehrkräften, sondern auch jungen Absolventen eines philologischen Studiums ziemlich fremd ist. Dies ist um so bedauerlicher, als es um wahrhaft fundamentale Fragen des Sprachunterrichts und letztlich des Gesamtkonzeptes vom Schulfach Latein geht.

Es wird in dieser Übung also einerseits um eine Einführung in neuere Konzeptionen und Modelle zum Thema "Sprach- und Grammatikunterricht" gehen, andererseits aber auch um eine Kritik der spezifisch didaktischen Linguistik-Adaption.

Ein Literaturverzeichnis zur einführenden Lektüre liegt ab Mitte der Semesterferien aus. Demonstrationstexte werden als Reader zur Verfügung gestellt. Die Übung ist gedacht für Studierende des Lateinischen (vorwiegend Lehramt) im Hauptstudium. Über die Form der jeweiligen Leistungsnachweise wird in der 1. Sitzung gesprochen.

10.137 UE Lappe, Sabine, Gehring, Thomas: Die heimatliche Römerstadt im Unterricht
Termin: Blockveranstalýtung, genaue Terminabsprache erfolgt gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Anschluß an die Seminareröffnung, s. Aushang.

Realienkunde im Lateinunterricht? Mit ihrer Lateinklasse einmal 'eine richtige' Römerstadt zu besuchen, ist für viele Lateinlehrerinnen und -lehrer eine Selbstverständlichkeit. Und was bedeutet eine solche Exkursion für ihre Schülerinnen und Schüler? -- ein 'Kontrastprogramm' zum Alltag des Lateinunterrichtes und, zumindest würden wir uns das wünschen, ein Erlebnis, das den Lateinunterricht selbst bereichert, auf neue Füße stellt.
In diesem Proseminar möchten wir ein Konzept vorstellen und gemeinsam weiterentwickeln, eine Unterrichtsidee der besonderen Art, die die römische Stadt nicht nur als Einlage in den Unterricht einbettet, sondern zum Thema einer Latein-Unterrichtseinheit macht.
Die römische Stadt, wie wir sie heute in Fundstücken bzw. einzelnen Mauerresten mit einer Schulklasse besuchen können, und die Texte, die wir im Lateinunterricht lesen, haben einiges gemeinsam: Beide sind bruchstückhaft, beide können Schülerinnen und Schülern -- und uns -- Rätsel aufgeben. Und -- und das ist das Schöne -- beide ergänzen sich gegenseitig, wenn es darum geht, die Rätsel zu lösen. So wird vielleicht etwas von dem kulturellen Zusammenhang, in dem Text und Fundstücke und Ruinen stehen, für Schülerinnen und Schüler heute wieder sichtbar.
Herr Dr. Thomas Gehring ist Lateinlehrer an einer Zürcher Schule und hat das Unterrichtskonzept als Unterricht zur Römerstadt Augusta Raurica (Kaiseraugst, bei Basel) entworfen und vielfach durchgeführt. Mit seinen Materialien und Erfahrungen wollen wir arbeiten, ausserdem mit einer Adaption seiner Vorlage zur Römersiedlung Antunnacum (Andernach, am Mittelrhein) durch Sabine Lappe. Ferner liegt seit dem letzten Wintersemester ein solcher Unterrichtsentwurf auch zu Nida (Frankfurt-Heddernheim) vor. Das Seminar bietet viel Gelegenheit zu Eigenengagement, wenn es gilt, die Vorlage auf weitere Orte zu übertragen, und damit für weitere Schulklassen nutzbar zu machen.


Neugriechische Sprache und Literatur

10 145 SK Dimitroulia-Kohlhaas, Theodora: Neugriechisch II (für Fortgeschrittene)
Di 17.00--18.30, WR D 611, Beginn: 16.10.2001

Ziel/Inhalt: Die Kenntnisse des Neugriechischen werden in Schrift und Sprache erweitert. Großer Wert wird darauf gelegt, Grammatik, Syntax und Wortschatz in kommunikativen Übungen anzuwenden.

Zielgruppe: Die Veranstaltung ist für Hörerinnen und Hörer aller Fachbereiche gedacht. Sie richtet sich vor allem an solche Interessentinnen und Interessenten, die sich wegen ihres Studiums oder ihrer wissenschaftlichen Weiterbildung mit der neugriechischen Sprache und Kultur befassen wollen. Der neugriechische Sprachkurs baut auf dem vorausgegangenen Spachkurs I (für Anfänger) auf. Auch Seiteneinsteiger mit Vorkenntnissen sind willkommen.

Lehrbuch: Es wird weiter gearbeitet mit dem Lehrbuch: NE/A ELLHNIKA/ GIA APXA/RIOUS, herausgegeben vom Philologischen Fachbereich der Universität Kreta, Nefeli-Verlag, Athen, 1997.

10 146 SE Dimitroulia-Kohlhaas, Theodora: Seminar zur neugriechischen Literatur
Di 18.30--20.00, WR D 611, Beginn: 16.10.2001

Die literarische Schöpfung, Prosa wie Dichtung, der Jahre von 1900 bis 1930 steht im Mittelpunkt dieses Seminars. Sehr wichtige Entwicklungen in Sprache, Stil und Thematik werden wir durch Werke von Dichtern wie K. P. Kavafis und A. Sikelianos sowie von Schriftstellern wie Kon. Theotokis und K. Chatzopoulos (Realismus und Sozialkritik) erfahren, diskutieren und in ihrem sozialen und kulturellen Rahmen kommentieren. In den Wandlungen spiegeln sich einschneidende historische Ereignisse wie die Balkankriege und der Erste Weltkrieg wider. "*TO GLWSSIKO/ PRO/BLHMA", "das sprachliche Problem" zwischen "*DHMOTIKH/", der Volkssprache, und "*KAQAREU/OUSA", der "Reinen Sprache", spitzt sich zu und verlangt nach Lösung.

Zielgruppe: Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit guten neugriechischen Sprachkenntnissen.

Lehrmaterial: Referate über die Personen und ihre Epoche; Gedichte und Ausschnitte ihrer Werke werden in Kopien geliefert.


Veranstaltungen anderer Seminare

Lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit

10 160 VL Könsgen, Ewald: Lateinische Enzyklopädien und Sachbücher im Mittelalter

Di 9--11, WR C 115, Beginn: 16. Okt. 2001; ECTS 2 P

10 161 VL Rener, Monika: Mystikerinnen des Mittelaltersý

Fr 11-12 oder nach Vereinbarung, WR C 115, Beginn: 19. Okt. 2001; ECTS 1 P

10 162 SE Könsgen, Ewald: Das Lehrgedicht "De mysteriis ecclesiae" des Johannes de Garlandia

Mi 11--13, WR C 115, Beginn: 17. Okt. 2001; ECTS 5 P

10 163 LK Könsgen, Ewald: Adolf von Wien: Doligamusý

Mo 14--16, WR C 115, Beginn: 15. Okt. 2001; ECTS 4 P

10 164 UE Könsgen, Ewald: Einführung in die mittellateinische Sprache anhand ausgewählter historischer Texte

Di 14--16, WR C 115, Beginn: 23. Okt. 2001; ECTS 3 Pýýý

10 166 PS Rener, Monika: Hrotsvit von Gandersheim

Do 9--11 oder nach Vereinbarung WR C 115, Beginn: 18. Okt. 2001; ECTS 4 P

10 167 LK Rener, Monika: Lorenzo Vallas Schrift gegen die konstantinische Schenkung (De falso credita et ementita Constantini donatione)ý

Do 14--16 oder nach Vereinbarung, WR C 115, Beginn: 18. Okt. 2001; ECTS 4 P

10 168 LK Rener, Monika: Neulateinische Texte für Nichtphilologen (nach Vereinbarung)

WR C 115, Beginn: 1. Semesterwoche; ECTS 4 P.

Zuletzt aktualisiert: 01.11.2005 · Dieteric

 
 
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