24.10.2011
GI-Dissertationspreis für Christian Kästner
Beste Informatikdissertation im deutschsprachigen Raum
Die Programmierung von variabler Software in Form einer Produktlinie
gehört zu den großen Herausforderungen der aktuellen
Softwaretechnikforschung. Dabei wird die Grundversion einer Software
erstellt, die für verschiedene
Produkte maßgeschneidert wird, ohne immer neue Software schreiben zu
müssen. Ein Beispiel hierfür ist beispielsweise Steuerungssoftware für
Heizungen oder Autos, die an verschiedene Heizungs-, bzw. Autotypen
angepasst werden kann.
Herr Kästner stellt den in der Praxis weit verbreiteten Ansatz von
Bedingter Kompilierung, typischerweise mit Präprozessoren, erstmals auf
ein formales, wissenschaftliches Fundament, entwickelt darauf aufbauend
praktisch einsetzbare Werkzeuge, evaluiert diese empirisch, widerlegt
populäre Kritiken und zeigt neue Möglichkeiten und Chancen eines
solchen Ansatzes auf.
Der Dissertationspreis wird jährlich gemeinsam von der Gesellschaft für
Informatik e.V. (GI), der Schweizer Informatik Gesellschaft, der
Oesterreichischen Computer Gesellschaft und dem German Chapter of the
ACM vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung findet
auf der GI-Jahrestagung INFORMATIK 2011 am 5. Oktober 2011 in Berlin
statt.
Weitere Informationen zum Dissertationspreis finden sich unter
www.gi.de.

