Carthamus
tinctorius - Färberdistel; Öldistel; Falscher Safran
(Asteraceae - Korblütengewächse)
Die Färberdistel hat einen zweifachen
Nutzwert: sie ist Ölpflanze und Färbepflanze. Die Früchte speichern bis
zu 50% fettes Öl (trocknend, aus 75% essentieller Linolsäure, daher
eines der wertvollsten Fette für die menschliche Ernährung), welches zu
Speise- (Distelöl) und zu technischen Zwecken (Lacke und Firnisse)
verwendet wird. Da der Rauchpunkt von Distelöl schon bei 150°C liegt
ist es zum Braten und Fritieren nur bedingt geeignet. Die Pflanze ist
anspruchslos und gedeiht auch in trockenen Gebieten. Sie ist schon im
Altertum aus der vorder- bis mittelasiatischen Wildart Carthamus
oxycantha domestiziert worden und seid 2000 v. Chr. in Ägypten in
Kultur.
Der Farbstoff Carthamin (Saflorrot), der aus den Blüten gewonne wird, ist neben Indigo bis in die Neuzeit hinein der wichtigste Farbstoff gewesen. Heute (seit 1900) ist er von synthetischen Anilinfarben verdrängt. Die Blütenkörbchen wurden durch Quetschen von den Involukralblättern und Fruchtknoten befreit. Um besonders reines Rot zu erhalten muss den Blüten durch Wässern das nur bedingt zum Färben geeignete wasserlösliche Saflorgelb entzogen (in Indien wurde Saflorgelb früher trotzdem verwendet) werden. Dies liefert den 'gewaschenen' Saflor, der von höherer Qualität ist als der 'ungewaschene'. Durch Extrahieren in alkalischer Lösung wird den Blüten das Carthamin (Saflorrot) entnommen. Das Filtrat ist die Färbeflotte, die nun wieder durch Zitronensäure sauer (bis pH 4-5) gemacht werden muss. Darin kann ohne Beize Seide und Baumwolle über Nacht bei Zimmertemperatur gefärbt werden. Der Farbstoff ist nicht lichtecht (bedeutet: verblasst in der Sonne). Die Altertumsvölker (z.B. Ägypter) färbten ihr Tuch damit, im Elsas gab es eine wichtige Färberwirtschaft bis in die Neuzeit. Carthamin färbt Seide, Baumwolle und andere Fasern je nach Menge rosa, kirschrot, braungelb oder schwarz.
Der Farbstoff Carthamin (Saflorrot), der aus den Blüten gewonne wird, ist neben Indigo bis in die Neuzeit hinein der wichtigste Farbstoff gewesen. Heute (seit 1900) ist er von synthetischen Anilinfarben verdrängt. Die Blütenkörbchen wurden durch Quetschen von den Involukralblättern und Fruchtknoten befreit. Um besonders reines Rot zu erhalten muss den Blüten durch Wässern das nur bedingt zum Färben geeignete wasserlösliche Saflorgelb entzogen (in Indien wurde Saflorgelb früher trotzdem verwendet) werden. Dies liefert den 'gewaschenen' Saflor, der von höherer Qualität ist als der 'ungewaschene'. Durch Extrahieren in alkalischer Lösung wird den Blüten das Carthamin (Saflorrot) entnommen. Das Filtrat ist die Färbeflotte, die nun wieder durch Zitronensäure sauer (bis pH 4-5) gemacht werden muss. Darin kann ohne Beize Seide und Baumwolle über Nacht bei Zimmertemperatur gefärbt werden. Der Farbstoff ist nicht lichtecht (bedeutet: verblasst in der Sonne). Die Altertumsvölker (z.B. Ägypter) färbten ihr Tuch damit, im Elsas gab es eine wichtige Färberwirtschaft bis in die Neuzeit. Carthamin färbt Seide, Baumwolle und andere Fasern je nach Menge rosa, kirschrot, braungelb oder schwarz.

