Unsere Arbeitsgruppe analysiert die
anatomische, neurochemische, und funktionelle Organisation des
Insektengehirns. Derzeitige Projekte untersuchen Anatomie und Funktion
des Zentralkomplexes (Heuschrecke
Schistocerca gregaria),
Mechanismen des Polarisationssehsystems und der Kompassorientierung
(
Schistocerca gregaria), neuronale Mechanismen circadianer
Rhythmik (Schabe
Leucophaea maderae), und die Verteilung von
Neurotransmittern und Neuropeptiden (verschiedene Spezies).
Unsere Arbeitsgruppe untersucht die neuronalen Systeme im Gehirn von
Honigbienen (Apis mellifera), die an der Verarbeitung von
Himmelskompasssignalen beteiligt sind. Wir benutzen intrazelluläre
Ableitungen, immunhistochemische Methoden, sowie Tracerstudien um
Neurone morphologisch und physiologisch zu charakterisieren.
In der Arbeitsgruppe beschäftigen wir uns mit der Ontogenie,
Plastizität und Phylogenie des olfaktorischen Systems von Insekten.
Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Antennalloben, den ersten
Verschaltstationen für Duftinformation im Gehirn der Tiere. Als
Versuchstiere kommen vor allem der Tabakschwärmer
Manduca
sexta, der rote Reismehlkäfer
Tribolium castaneum, die
Honigbiene
Apis mellifera, die Gelbfiebermücke
Aedes
aegypti und die Fruchtfliege
Drosophila melanogaster zum
Einsatz. Insbesondere interessieren uns neben der generellen
Morphologie des olfaktorischen Systems, vor allem verschiedene
Signalmoleküle wie Stickstoffmonoxid, Neuropeptide und biogene Amine,
aber auch die Rolle von elektrischer Aktivität, von hormoneller
Koordination der verschiedenen Entwicklungsvorgänge durch das
Entwicklungshormon 20-Hydroxyecdyson, sowie der Einfluss von
Pheromonkomponenten und von „normalen“ Düften auf die Organisation der
Antennalloben.