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Aktuelle Vorträge:

Rahmenthema: „Naturkatastrophen sind Kulturkatastrophen“

 

Dienstag, den 24. April 2012

Prof. Dr. G. Berz, München: Naturkatastrophen sind Kulturkatastrophen: Trends, Risiken und Vorsorgestrategien.

Die Häufigkeiten und Schadenshöhen von Naturkatastrophen haben in den letzten Jahrzehnten weltweit dramatisch zugenommen. Hauptursachen sind steigende Bevölkerungs- und Wertekonzentrationen sowie erhöhte Verwundbarkeiten. Gleichzeitig gewinnt der globale Klimawandel immer größeren Einfluss auf die Häufigkeit und Intensität von Wetterextremen. Da diese Trends auf absehbare Zeit nicht zu stoppen sind, müssen dringend Vorsorgestrategien gegen die gefährlich steigenden Risiken entwickelt und eingesetzt werden.

 

Dienstag, den 15. Mai 2012  

Prof. Dr. B. Braun, Köln:„Naturkatastrophen in Bangladesch: Warum ist das Leben am Golf von Bengalen so gefährlich?“

Das Tiefland von Bengalen ist weltweit eine der von extremen Naturereignissen am stärksten betroffenen Regionen. Immer wieder kommt es zu großflächigen Überschwemmungen und tropischen Wirbelstürmen, die Bangladesch in seinen Entwicklungsbemühungen zurückwerfen. Aber warum ist gerade diese Region so stark von extremen Naturereignissen betroffen? Wie werden diese zu Katastrophen, wie gehen die Menschen damit um? Wie kann man die Probleme lösen?

 

Dienstag, den 05.Juni 2012

PD Dr. S. Harnischmacher, Marburg: „Bergsenkungen im Ruhrgebiet – Eine schleichende Katastrophe im Herzen Europas?“

Bergsenkungen als Folge des Steinkohleabbaus sind im Ruhrgebiet seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Die daraus resultierenden Schäden sind gravierend. So macht z. B. die künstliche Entwässerung der abgesunkenen Bereiche den ständigen Einsatz von mehr als 200 Pumpwerken erforderlich, die jährlich über 50 Mio. Euro verschlingen. Ihr Ausfall hätte katastrophale Folgen. Daten zum Ausmaß von Bergsenkungen sind öffentlich nicht zugänglich. Neue Forschungsergebnisse helfen, diese Informationslücke erstmalig zu schließen.

 

Dienstag, den 26. Juni 2012 

Prof. Dr. W. Flüchter, Duisburg/Essen: „Das Große Erdbeben von Ostjapan 2011 und die Optionen einer Risikogesellschaft.“

Die Dreifachkatastrophe vom 11. März 2011 (Erdbeben, Tsunami, Atomunfall) ist Anlass, bei der Kalkulierung hochriskanter Phänomene über das vermeintlich Unmögliche neu nachzudenken. Der Slogan „Sicherheit hat höchste Priorität“ klingt gut, ist aber unglaubwürdig, weil die absolute Sicherheit gar nicht finanzierbar ist. Wie hält es Japan mit dem Risiko und der Sicherheit, wenn es um die Verwundbarkeit durch Erdbeben, Tsunami und Atomenergie geht? Mit diesen Fragen ist nicht nur die Risikogesellschaft Japans konfrontiert.

 

Dienstag, den 17. Juli 2012

Prof. Dr. A. Vött, Mainz: „Tsunamis im östlichen Mittelmeerraum: Beispiele und Lehren aus der    Paläotsunamiforschung.“

Nach den Katastrophen von 2004 in Südostasien, 2010 in Chile und 2011 in Japan sind Tsunamis mehr denn je ein medienträchtiges Thema. Auch der östliche Mittelmeerraum ist diesbezüglich einem hohen Risiko ausgesetzt. Geochronologische Untersuchungen zeigen, dass z. B. in Griechenland alle 500 bis 1000 Jahre mit einem Mega-Tsunami gerechnet werden muss, dies in einem Raum mit hoher Besiedlung und massentouristischer Nutzung. Der Vortrag stellt ausgewählte Tsunamiereignisse überwiegend aus dem griechischen Raum vor.


 


Die Rahmenthemen der Vortragsreihen seit 1986

Die Referenten und ihre Themen seit 2001

Zuletzt aktualisiert: 01.02.2012 · pletsch

 
 
 
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