Typische Arbeitsweisen
In Ihrem Studium werden Sie verschiedene neue Arbeitsformen und –techniken kennenlernen. Lesen Sie rein, was Sie in diesem Studiengang erwartet und beurteilen Sie selbst, wo Sie schon gut auf das Studium vorbereitet sind und wo Sie sich anstrengen müssen – aber keine Sorge – viele dieser Arbeitsweisen werden Sie im Studium erst erlernen und verinnerlichen. Wir unterstützen Sie gerne dabei!
Selbststudium
Die eigenständige und eigeninitiative Planung und Organisation des Lernens ist die Basis Ihres gesamten Studiums. Der Musterstudienverlaufsplan zeigt Ihnen auf, was Sie in welchem Zeitraum belegen müssen. Sie können Ihr Studium aber auch anders gestalten. Wann genau und wie viele, aber auch welche Vorlesungen, Unterseminare und andere Arten von Veranstaltungen Sie besuchen, müssen Sie selbst organisieren. Bitte beachten Sie hierbei die Eingangsvoraussetzungen für die einzelnen Module (siehe Modulbeschreibungen).Die Anmeldung zu den Seminaren nehmen Sie eigenständig vor, genau wie Sie sich Ihr Studium und den Lernstoff selbstständig einteilen. Sie entscheiden, wann Sie was und wie viel Sie lernen. Dazu sollten Sie sich gleich zu Beginn Ihres Studiums einen Lernplan erstellen, um zu sehen, wie viel Lernstoff auf Sie zu kommt und wie Sie ihn am besten strukturieren können (inhaltlich und zeitlich). Denn zu den jeweiligen Veranstaltungen gehören stets eine Vor- und Nachbereitung, bei der Sie zur Verfügung gestellte Texte, empfohlene oder selbst gewählte Bücher lesen. Zudem räumen Sie sich mit einem Lernplan feste Lernzeiten ein, was das regelmäßige Lernen erleichtert und damit den Studienerfolg sichert.
Es wird häufig der Fall sein, dass Sie sich während des Studiums des B.Sc. Geographie in alltagsrelevante und brandaktuelle Themen vertiefen. Hierfür recherchieren Sie zunächst Literatur in der Bibliothek (bei uns auch Separata genannt) und im Internet, um diese dann an einem ruhigen Ort zu lesen. Nach einiger Zeit wird es Sie auch nicht mehr wundern, dass Ihnen die Geographie praktisch täglich im Fernsehen oder in der Presse begegnet. Sei es in Form der Isobarenkarte abends im Wetterbericht oder bei den Wirtschaftsnachrichten zur Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland am nächsten Morgen.
Lerngruppen
Sehr praktisch ist das Lernen in kleinen Gruppen. Diese sollten Sie – besonders vor den Klausuren – gemeinsam mit Ihren Kommilitonen ins Leben rufen. Denn so können Sie ungeklärte Fragen gemeinsam besprechen und die Diskussionen miteinander zeigen immer wieder neue Perspektiven auf, bieten die Möglichkeit Sachverhalte kritisch zu hinterfragen und festigen Ihr Wissen. So können Sie den gelernten Stoff anwenden und haben gleichzeitig gemeinsam Spaß mit Ihren Kommilitonen. Außerdem motiviert das Lernen in der Gruppe oftmals mehr, als das sture Büffeln alleine Zuhause.Nicht zuletzt lernen Sie so auch Hemmungen abzubauen, Ihre Meinung, Ideen und Nachfragen zu äußern – Fähigkeiten, die Sie auch zur aktiven Mitarbeit in den Lehrveranstaltungen des B.Sc. Geographie und im späteren Berufsleben benötigen.
Kooperatives Lernen (Gruppenarbeit)
Formen von kooperativem Lernen (Gruppenarbeit) gibt es in vielen Veranstaltungen, wie z.B. die gemeinsame Erarbeitung von Beziehungsgeflechten zu Naturgefahren oder die gemeinsame Kartierung eines Gewässerabschnittes. Auch die Präsentation des Ergebnisses zu einer kleinen Projektaufgabe an einem Flipchart gehört dazu. So haben Sie auf Wunsch auch bei Hausarbeiten oder anderen kleineren wissenschaftlichen Arbeiten die Möglichkeit im Team zu arbeiten. Solche Lernformen stärken die Diskussionsfähigkeit und die Teambereitschaft – beides Fähigkeiten, die Sie in Ihrem späteren Berufsleben dringend benötigen. Und ganz nebenbei lernen Sie bei der Gruppenarbeit oftmals neue Kommilitonen kennen.
PC-Arbeit
Im Internet recherchieren – klar, dass gehört auch dazu, aber den B.Sc. Geographie in Marburg zu studieren, bedeutet für Sie auch, dass Sie ein breites methodisches Wissen vermittelt bekommen und dies vor allem anwenden lernen. Denn die moderne Geographie bedient sich zunehmend verschiedener spezieller Software, um Fragestellungen der Physischen Geographie und der Humangeographie zu beantworten.Einen gewissen Teil Ihres Studiums werden Sie daher im PC-Saal des Deutschen Hauses (hier ist der Fachbereich Geographie untergebracht), verbringen. Hier lernen Sie die Möglichkeiten dieser Software, wie z.B. IDRISI, ArcMap, SPSS oder eines GIS kennen. Sie werden diese Softwareprogramme in Ihrer weiteren Studienlaufbahn, in einem Masterstudium oder im Berufsleben in verschiedenen Bereichen benötigen, z.B. in der Fernerkundung, zur Analyse räumlicher Verflechtungsbeziehungen, zur Erstellung thematischer Karten oder der Verarbeitung von Satellitenbildern.
Das Studium des B.Sc. Geographie bedeutet also nicht nur die Betrachtung von Theorien, es bedeutet nicht nur das Kennenlernen von Kulturen und Systemen, es bedeutet nicht nur eine bestimmte Pflanze, einen Staudamm, eine Schichtstufe zu betrachten, sondern das Studium des B.Sc. Geographie bedeutet all diese Dinge zusammen. Es geht darum die Zusammenhänge im Raum zu erkennen und diese darzustellen. Die Nutzung geographischer Software ist ein wichtiges Hilfsmittel zu diesem Zweck.

