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Andrologie und Venerologie Funktionsleitung : Dr. med. Jan Skrzypek Tel: 06421- 58 - 66475 06421- 58 - 62883 |
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Die Sprechstunde findet freitags von 8.30 bis 12.00 Uhr nach Terminabsprache mit unserem Sekretariat unter der
Telefonnummer 06421 - 58 - 66475 statt. In dringenden Notfällen können Sie sich jederzeit auch ohne Termin in unserer Klinik vorstellen.
- Andrologie und Venerologie (STD), was ist das?
"Andrologie" läßt sich
als "Männerheilkunde" übersetzen. Dieses Spezialgebiet
befaßt sich mit Störungen der Geschlechtsentwicklung,
Fortpflanzungsfähigkeit und Sexualität des Mannes. Somit könnte man die
Andrologie als das Gegenteil der Gynäkologie bezeichnen. Dabei handelt
es sich nicht um Gegenspieler, sondern um Spieler eines Teams, da sich
Störungen der männlichen Fortpflanzungsfähigkeit und Sexualität immer
auch auf die Partnerin auswirken. Die gegenseitige Beeinflussung dieser
beiden Disziplinen zeigt sich auch in den vielen zur Zeit laufenden
Untersuchungen zur Frage, ob es den weiblichen Wechseljahren
entsprechende Veränderungen auch beim alternden Mann gibt.
Die Andrologie ist ein interdisziplinäres Gebiet, bei dem
Endokrinologen, Humangenetiker, Urologen, Dermatologen, Sexual- und
Reproduktionsmediziner und bei Bedarf auch viele andere Spezialisten
wie Mikrobiologen, Virologen, Onkologen usw. zusammenwirken.
"Venerologie" ist die Lehre der Geschlechtskrankeiten.
Neuerdings hat auch die Bezeichnung "STD" – sexually
transmitted diseases Verbreitung gefunden. Da sich viele
klassische Geschlechtskrankheiten an der Haut zeigten, beschäftigten
sich insbesondere Hautärzte mit diesen Erkrankungen. Davon
spezialisierten sich wiederum einige Hautärzte auch auf die
Untersuchung des Ejakulates. Damit wurde der Grundstein für
andrologische Abteilungen an Hautkliniken und andrologisch geschulte
Dermatologen gelegt.
Die andrologische Abteilung wurde von Prof. Dr. Walter Krause aufgebaut und über viele Jahre als wichtiges Forschungs- und Fortbildungsinstitut für Andrologie und STD etabliert. Die andrologische Abteilung ist als Ausbildungszentrum durch die Europäische Akademie für Andrologie anerkannt. Die Universitäts-übergreifende Forschung mündete in das gemeinschaftliche Graduierten-Kolleg „Cell-Cell-Interaction in Reproduction“ mit der Universität Giessen. Für das Gesundheitsamt bieten wir eine STD-Sprechstunde an, die niedrigschwellig, d.h. unter Umständen anonym und ohne Überweisungsschein aufgesucht werden kann. Außerdem nimmt unsere Abteilung für Andrologie und STD an der STD-Sentinel-Erhebung des Robert-Koch-Institutes in Berlin teil.
Informationen zur andrologischen und STD-Sprechstunde:
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Diagnostik und Behandlungen bei:
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- männlichen Sexualfunktionsstörungen
- genitalen Infektionskrankheiten
- Wachstum der männlichen Brust
- verzögerter Pubertät
- Hormonmangelzuständen
- Störungen der Geschlechtsidentität
- Impfung HPV und Hepatitis B
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Notfallbereitschaft über 24 Stunden:
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- Postexpositionsprophylaxe nach möglichem Kontakt mit dem humanen Immundefizienz Virus (HIV)
- Labormethoden:
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- Untersuchung von Bluthormonen
- Nachweis von Chlamydien- und Herpesvireninfektion durch Immunfluoreszenz
- Syphilis-Diagnostik (Direktnachweis, TPPH, VDRL, IGM und IgG-Immunoblot)
- Nachweis der Gonorrhoe durch Mikroskopie und Kulturverfahren.
- Mykologische Diagnostik
- Histologische Diagnostik von Hautbiopsien
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Begutachtungen:
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- bei Störungen der männlichen Fertilität und Sexualität
- im Rahmen des Transsexuellen Gesetzes
Bitte haben Sie Verständnis, wenn Sie bei der Terminvereinbarung nach dem Grund Ihrer Vorstellung gefragt werden, damit der zeitliche Umfang eingeschätzt und Sie ggf. bei speziellen Fragestellungen.
Wir bemühen uns Wartezeiten so kurz wie möglich zu halten. Trotzdem lassen Sie sich nicht immer vermeiden. Durch unerwartete Notfälle oder kurzfristig notwendige konsiliarische Tätigkeiten können sich Verzögerungen im Sprechstundenablauf ergeben.
Denken Sie bitte an einen Überweisungsschein von Ihrem Hausarzt oder einem Facharzt (z.B. Kinderarzt, Urologe, Internist). In Notfällen können Sie sich natürlich auch ohne Überweisungsschein vorstellen. Bei Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit kann die notwendige Diagnostik ggf. auch ohne Sozialversicherungsnachweis durchgeführt werden.


