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Funktionsleitung :
Dr. med. Arnd Jacobi

Tel:
06421- 58 - 62940
Fax:06421- 58 - 63187

In unserer Psoriasissprechstunde sollen für jeden Patienten individuelle Therapiekonzepte unter Einbeziehung der neuesten Medikamente angeboten werden.

Psoriasis und Psoriasisarthritis

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die schätzungsweise 2 Millionen Menschen in Deutschland betrifft. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen. Innerhalb des Krankheitsbildes der Psoriasis werden die Hauptformen der Psoriasis vulgaris oder gewöhnliche Schuppenflechte, die mit Eiterbläschen einhergehende Psoriasis pustulosa und die Psoriasis-Arthritis oder Gelenk-Psoriasis unterschieden. Die Erkrankung hat oft erhebliche Folgen für Gesundheit, Lebensqualität und Arbeitsleben, da der Verlauf chronisch und eine dauerhafte Heilung nicht möglich ist. Obwohl die Psoriasis nicht ansteckend ist, stellt die von den Betroffenen empfundene Stigmatisierung ein schwerwiegendes Problem dar. In Deutschland werden jährlich über eine halbe Million Menschen mit Psoriasis ambulant versorgt und es werden ca. 20.000 stationäre Behandlungen in Akut- und Rehabilitationskliniken durchgeführt. Epidemiologische und genetische Studien erlauben nach dem Krankheitsbeginn, zwischen einem »Frühtyp/Typ 1« und »Spättyp/Typ 2« der Psoriasis zu unterscheiden. Die Typ 1 Psoriasis weist eine starke genetische Komponente auf. Der Verlauf der Psoriasis ist chronisch und schubartig. Häufigkeit, Dauer und Stärke der Schübe sind ausgesprochen unterschiedlich und nicht vorhersagbar.


Behandlungskonzepte der Psoriasis und Psoriasisarthritis


  • Lokaltherapie und Lichttherapie

Für die Behandlung der leichten bis mittelschweren Psoriasis stehen die Lokaltherapie und Lichttherapie im Vordergrund. Neben keratolytischen Substanzen, topischen Steroiden, Vitamin-D3-Analoga und topischen Retinoiden kommt weiterhin auch Cignolin zum Einsatz. In unserer Lichtabteilung werden sowohl UVB-Schmalspektrum (311 nm) Bestrahlung wie auch PUVA-Behandlungen (Bade-PUVA, Creme-PUVA, orale PUVA) angeboten.

  • Systemische Therapien

Bei starkem Eruptionsdruck oder bei unzureichendem Ansprechen auf die o.g. Behandlungen stehen systemische Therapien zur Behandlung der Psoriasis zur Verfügung. Dabei kommt es zum Einsatz von Fumarsäureestern, Methotrexat, CyclosporinA oder Acitretin. Für alle genannten Therapien ist die Effektivität gut belegt, jedoch limitieren Nebenwirkungsprofil und Kontraindikationen häufig ihren Einsatz. Die Verordnung dieser Medikamente erfordert eine enge Zusammenarbeit zwschen Arzt und Patient, um die korrekte Einnahme zu gewährleisten und durch regelmäßiges „Monitoring“ der Patienten auftretende Nebenwirkungen zu erkennen.

  • Biologics

Für Patienten, die auf die angeführten systemischen Therapien nicht zufriedenstellend reagieren oder bei denen Kontraindikationen vorliegen, besteht die Möglichkeit des Einsatzes von Biologics. Dabei handelt es sich um Proteine (monoklonale Antikörper, lösliche Rezeptoren), die durch spezifische Blockade von Entzündungszellen oder ihrer Botenstoffe (Zytokine) den Entzündungsprozess der Psoriasis hemmen. Auch im Rahmen von klinischen Studien können wir Patienten den Zugang zu diesen neuen Therapieverfahren ermöglichen.


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Zuletzt aktualisiert: 25.04.2012 · Klinik für Dermatologie und Allergologie, I.Nuhn

 
 
 
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Klinik für Dermatologie und Allergologie, Baldingerstr., D-35043 Marburg
Tel. 06421-58-66280/66281, Fax 06421-58-62902, E-Mail: hautklinik@med.uni-marburg.de

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