03.09.2009
Internationale Auszeichnung für Helmut Remschmidt
Prof. Dr. Dr. Helmut Remschmidt wurde zum IACAPAP-Ehrenpräsidenten ernannt
Prof. em. Dr. med. Dr. phil. Helmut Remschmidt, der von 1980 bis zu seiner Emeritierung 2006 Lehrstuhlinhaber und Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie der Philipps-Universität Marburg war, wurde während des vom 22. bis 26. August 2009 in Budapest stattfindenden Kongresses der Europäischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie (ESCAP) zum Ehrenpräsidenten der International Association for Child and Adolescent Psychiatry and Allied Professions (IACAPAP) ernannt.
Nachdem diese
Gesellschaft ihre von Helmut Remschmidt gegründeten internationalen
Forschungsseminare nach ihm benannt hat (das nächste findet im Januar
2010 in Peking statt), hat auch die Europäische Gesellschaft (ESCAP)
ihr Scholarship-Program, das im August 2009 erstmalig in Budapest
stattfand, mit seinem Namen versehen.
Geboren wurde Helmut Remschmidt am 25.4.1938 in Czernowitz/Rumänien. Das Studium der Medizin, Psychologie und Philosophie absolvierte er an den Universitäten Erlangen, Wien und Tübingen, die Habilitation erfolgte 1971. Vor der Übernahme des Lehrstuhls in Marburg leitete er von 1975 bis 1980 die Abt. für Psychiatrie und Neurologie des Kindes- und Jugendalters an der FU Berlin. Von 1995 bis 1999 hatte er das Amt des Präsidenten der European Society for Child and Adolescent Psychiatry (ESCAP) inne. 1998 wurde er auch zum Präsidenten der International Association for Child and Adolescent Psychiatry and Allied Professions (IACAPAP) gewählt und bekleidete dieses Amt bis 2004. Während seiner Präsidentschaft richtete er den 16. Weltkongress der IACAPAP vom 22.-26. August 2004 in Berlin aus.
Prof. Remschmidt ist außerdem Fellow des Royal College of Psychiatrists (London), Ehrenpräsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (DGKJP), Ehrenmitglied der American Academy of Child and Adolescent Psychiatry und hat zahlreiche Wissenschaftspreise, u. a. den Max Planck-Preis für Internationale Kooperation erhalten.
Seine Hauptforschungsgebiete sind: Forensische Kinder- und Jugendpsychiatrie, Entwicklungspsychopathologie, Ess-Störungen, Schizophrenieforschung, psychiatrische Genetik sowie die Therapie- und Evaluationsforschung.
Wir gratulieren Herrn Prof. Helmut Remschmidt sehr herzlich zu dieser besonderen und seltenen Auszeichnung, die bislang noch keinem deutschen Wissenschaftler zuteil wurde, und freuen uns mit ihm.







