Infos für SPs
Eine zentrale Ressource des Arztes sollte neben dem medizinischen Fachwissen auch die Fähigkeit sein, gute Gespräche zu führen. Genau darauf sollen die Studierenden im Kontakt mit den Simulationspatienten (SP) vorbereitet werden.
Was ist ein Simulationspatient?
Simulationspatienten sind Personen, die
Patienten mit ausgewählten Krankheiten spielen, einschließlich ihrer
aktuellen Situation sowie ihrer wichtigen Persönlichkeitsmerkmale
und der Untersuchungssituation. Sie werden für diese Rolle speziell
geschult.
Simulationspatienten variieren ihr
Verhalten innerhalb ihrer Patientenrolle, je nach dem, wie auf sie im
"ärztlichen Gespräch" eingegangen wird. Die Studierenden erfahren
unterschiedlich viel von den Patienten. Sind sie einfühlsam und
kompetent, dann öffnet sich auch der Patient. Sind sie unsicher und
wenig engagiert oder wollen den Patienten zu einer Einsicht zu stark
drängen, dann bleibt auch der Patient eher distanziert und kooperiert
weniger.
Wer kann als SP eingesetzt werden?
Menschen jeden Alters und Berufs können hier zum Einsatz kommen. Wichtig ist, dass sie Freude haben „Theater“ zu spielen, zuverlässig und psychisch stabil sind, und vor allem nicht selbst unter der Krankheit leiden, die sie spielen.
Wie läuft der Einsatz ab?
Studierende erproben in einer möglichst authentischen Situation und in einem für sie sicheren Rahmen ihre Kommunikationsfähigkeit.
Mögliche Situationen sind Anamnese-, Aufklärungs- oder Beratungsgespräche bzw. das Erläutern und Durchführen von Untersuchungstechniken.
Der Vorteil ist, dass bestimmte Krankheitsbilder und gezielte Problemstellungen jederzeit bearbeitet werden können, auch wenn Sie auf Station gerade nicht abrufbar sind.
Zudem kann eine große Gruppe an Studierenden parallel in Kleingruppen vergleichbare Situationen durchlaufen. Jedes Gespräch wird durch ein Feedback aufbereitet, was nachgewiesener Weise einen nachhaltigen Effekt für die Ausbildung und den Lernerfolg der Medizinstudierenden mit sich bringt.
Was muss ich tun?
Erfahrene Trainerinnen bereiten sie auf ihre Einsätze in einem speziellen Rollentraining vor. Die Drehbücher wurden von Ärzten auf der Grundlage authentischer Fälle geschrieben. Zudem erhalten Sie an einem weiteren Termin ein so genanntes Feedbacktraining. Hier werden Sie auf den zweiten teil ihrer Aufgabe vorbereitet -sie geben den Studierenden Rückmeldung darüber, wie sie die „ Ärztin“ in der jeweiligen Gesprächs- bzw. Untersuchungssituation als Patient erlebt haben.
Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine email.
Ihre Ansprechpartnerin ist Andrea Schönbauer
Tel: 06421-28-25051
email: schoenb2@staff.uni-marburg.de


