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Profil

Die Motologie (motus=Bewegung, logos=Lehre) existiert seit 1983 an der Philipps-Universität Marburg. Sie ist Teil des europäischen Netzwerkes Psychomotorik, das sich im Europäischen Forum für Psychomotorik zusammengeschlossen hat (gegründet 1996 in Marburg). Die Motologie nimmt Erkenntnisse und Theoriebestände aus den Nachbardisziplinen Sportwissenschaft, Psychologie, Heilpädagogik, Medizin und Philosophie auf und entwickelt daraus eigenständig Konzepte der Bewegungs- und Körperarbeit. Sie entstand ursprünglich aus der psychomotorischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im klinischen Rahmen, befasst sich aber inzwischen mit Menschen im gesamten Alterspektrum und in einer Vielzahl von Settings.

Im Mittelpunkt der Motologie steht die Frage: Wie kann man über die Arbeit mit Körperlichkeit und Bewegung Menschen in ihrer Entwicklung, Gesundheit und Heilung unterstützen? Zur Beantwortung dieser Frage wurden verschiedene Ansätze entwickelt, die darauf zielen,

  • das körperlich-seelische Wohlbefinden zu verbessern
  • eigene Bedürfnisse und Wünsche deutlicher wahrzunehmen
  • das Selbstwertgefühl durch positive Bewegungs- und Körpererfahrungen zu stärken
  • einen diagnostischen Blick zu entwickeln
  • Wahrnehmungs- und Bewegungskompetenzen auszubauen
  • den Sinn einer Störung oder psychischen Erkrankung zu verstehen
  • menschliche Grundthemen wie Nähe / Distanz oder Geben / Nehmen zu explorieren
  • durch biographische Körperarbeit therapeutisch zu wirken

 
Die Motologie befindet sich als Wissenschaft, die sich an wandelnden menschlichen Bedürfnissen und Themen orientiert, auch selber in einem ständigen Entwicklungsprozess:

  • Die Motogeragogik antwortet mit ihrer fördernden und sinnstiftenden Bewegungsbegleitung von Senioren auf die Entwicklung zu einer immer älter werdenden Gesellschaft.
  • Mit der in jüngster Zeit enstandenen motologischen Organisationsberatung lassen sich individuelle Angebote für bewegungs- und gesundheitsfreundliche Kindergärten, Schulen und Betriebe machen.
  • Die motologische Gesundheitsförderung beschäftigt sich mit dem immer wichtiger werdenden Thema der Gesunderhaltung und Selbstsorge in einer Umwelt, in der vielfältige Belastungen zunehmen.
  • Die Körperpsychotherapie eröffnet eine neue Dimension der tiefenpsychologisch und humanistisch orientierten Körperarbeit, die angesichts der Zunahme von psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen an Bedeutung gewinnt.

Die Vermittlung dieser Lehrinhalte findet in einer für universitäre Studiengänge besonders intensiven Verknüpfung von Theorie und Selbsterfahrung/Praxis statt. Die begrenzte Studierendenzahl ermöglicht einen engen persönlichen Kontakt zu den Lehrenden und Mitstudierenden. Das Studium bietet vielfältige Transfermöglichkeiten in die berufliche aber auch persönliche Lebenswelt.

Zuletzt aktualisiert: 26.04.2013 · Spaeker Thorsten, Motologie

 
 
 
Fb. 21 - Erziehungswissenschaften

Lehrstuhl Motologie, Barfüßerstraße 1, D-35032 Marburg
Tel. +49 6421/28-23970, Fax +49 6421/28-23973, E-Mail: motoinfo@staff.uni-marburg.de

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