Promovieren mit Kind ist selbstverständlich möglich und die
Philipps-Universität Marburg bemüht sich gezielt um die Unterstützung
dieser Gruppe von Promovierenden. Eltern sind jedoch auch vor besondere
Herausforderungen gestellt, wenn sie eine Promotion ins Auge fassen. So
sind vor allem strukturelle Probleme für die hohe Kinderlosigkeit im
wissenschaftlichen Umfeld verantwortlich. Von Promovierenden wird
zeitliche Flexibilität und räumliche Mobilität erwartet. Diese
Anforderungen können von familiär ungebundenen Forschern relativ
problemlos erfüllt werden, Promovierende mit Kind sehen sich aber oft
vor schwierige Entscheidungen gestellt. Eine gute Absprache mit dem
Lebensgefährten oder der Lebensgefährtin oder anderer möglicher
Betreuungspersonen sowie ein guter Überblick über außerfamiliäre
Betreuungsmöglichkeiten sind für den Erfolg des Projektes
unabdingbar.
Ebenfalls zählen finanzielle Engpässe und die Planungsunsicherheit
einer wissenschaftlichen Karriere zu Herausforderungen für
Promovierende mit Kind. Beratung bieten hier vor allem die
Sozialberatung des Studierendenwerkes oder auch die zuständigen Frauen-
oder Gleichstellungsbeauftragten.
Promovieren mit Kind ist möglich und soll unter anderem durch dieses Informationspapier unterstützt werden. Es klärt Fragen, informiert über Ansprechpartner, Beratungs- sowie Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen Promovierenden mit Kind.
Die eigene familiäre Situation sollte mit dem Betreuer bzw. der Betreuerin besprochen werden, um die Strukturierung der Promotionszeit darauf abzustimmen.

