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18.01.2010

Vortrag und Diskussion - Frauenmorde in Oaxaca, Mexiko - Straflosigkeit und Gegenstrategien

Zeit: 23.01.2010 19:00 h
Ort: Weltladen Marburg

Weitere Informationen:

Vortrag und Diskussion mit YESICA SÁNCHEZ, Rechtsanwältin und Menschenrechtsverteidigerin aus Oaxaca.

Nicht nur Ciudad Juárez im Norden, sondern auch der südmexikanische Bundesstaat Oaxaca belegt einen traurigen Führungsplatz bei der Anzahl der Frauenmorde. Eines ist dem Phänomen in allen Regionen gemeinsam: dass der Staat auf allen Ebenen, als Strafverfolger, als Gesetzgeber und schließlich in den Gerichtssälen untätig bleibt. Dies ermöglicht Straflosigkeit und sendet ein klares Signal an die Täter: wer einer Frau Gewalt antut, sie gar umbringt, hat keine ernsten Konsequenzen zu befürchten. So werden alle Frauen für minderwertig erklärt und dem Risiko neuer Gewalttaten ausgesetzt. Yesica Sánchez von der Menschenrechtsorganisation Consorcio sammelte als Anwältin erste Erfahrungen in der Vertretung indigener Völker. Sechs Jahre war sie Präsidentin in Oaxaca von LIMEDH (Mexikanischer Bund für die Menschenrechte). Daneben war sie 2006 Mitglied der APPO (Vollversammlung der Völker von Oaxaca), wo sie begann, sich für die Belange von Frauen zu engagieren. Wegen ihrer Aktivitäten als Menschenrechtsverteidigerin musste sie bereits staatliche Repressionen erleiden, gegen sie liegt ein Haftbefehl vor, der auf haltlosen Anschuldigungen basiert Die Informationsrundreise zum Thema Frauenmorde in Oaxaca wird vom Öku-Büro München organisiert. Sie findet statt im Rahmen der Kampagne „Ni una más - Die Frauenmorde in Mexiko stoppen!", die mit Unterstützung des Diakonischen Werkes durchgeführt wird.

Veranstalter:

Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung, Marburger Weltladen - Initiative Solidarische Welt e.V., Lateinamerika Gruppe

Kontakt:

Anja Lieb, Eva Berendsen
E-Mail

Zuletzt aktualisiert: 18.01.2010 · Mirjam Dierkes

 
 
 
Gender Studies

Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung,
Wilhelm-Röpke-Str. 6F, D-35032 Marburg Tel. 06421/28-24823, Fax 06421/28-24841, E-Mail: genderzukunft@staff.uni-marburg.de

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