23.11.2011
Care Migration in Deutschland - Die Rolle informeller, sozialer Netzwerke für die Pflege-Arbeit in Privathaushalten
Das Direktorium des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung lädt am 05.12.2011 um 18. Uhr c.t. ein zur öffentlichen Projektpräsentation im Rahmen der Direktoriumssitzung
Die deutsche Gesellschaft steht vor dem Problem einer Pflegelücke, die durch den wachsenden Anteil von Frauen am Arbeitsmarkt und durch den demographischen Wandel bedingt wird. Das Defizit in der Pflege-Arbeit wird weder durch den deutschen Wohlfahrtsstaat noch durch eine Neuaufteilung der Pflegearbeit zwischen den Geschlechtern behoben. Oftmals bleibt Privathaushalten nur die Einstellung einer Pflegehilfe als günstigste Option.
Im Rahmen des Projekts wird nach der Arbeitssituation dieser fast ausschließlich weiblichen, migrantischen Pflegehilfen gefragt. Die Gründe für die meist prekäre und illegale Arbeitssituation sollen am Beispiel der spezifischen Situation polnischer Pflegehilfen in Deutschland untersucht und diskutiert werden. Die zentrale These des Projekts stellt die Rolle informeller sozialer Netzwerke für die Beschäftigungsverhältnisse polnischer Pflege-Migrantinnen in Deutschland in Frage.
Präsentation von Wiebke Blanquett, Micòl Feuchter, Frederik Köller, Hubertus Sanner, Lisa Sommer am Montag, den 5.12.2011 um 18 Uhr c.t., Wilhelm-Röpke-Straße 6, Turm B, Raum 05B06.

