10.11.2009
Gastvortrag: Prof. Dr. Kerstin Palm - Was kann die biologische Forschung über Geschlechterunterschiede aussagen?
Mitschnitt des Vortrags kann online als Podcast angehört werden
Die biologische Forschung gilt als objektive und zuverlässige
Lieferantin von Faktenwissen über den lebenden Körper. Deswegen
erscheinen ihre Ergebnisse gerade in Zeiten einer vermehrten Debatte
über Geschlechteridentitäten als letzte Zuflucht, um sich im Dickicht
divergierender Meinungen und unterschiedlicher Identitätsangebote zu
orientieren. "Was kann die biologische Forschung über
Geschlechterunterschiede aussagen?" zu dieser Frage hat die promovierte
Biologin und habilitierte Kulturwissenschaftlerin Kerstin Palm am
17.11.2009 in Marburg vorgetragen und mit einem interessierten Publikum
diskutiert.
Kerstin Palm machte in ihrem Vortrag zur Biologie deutlich, dass auch die Ergebnisse biologischer Forschung als Produkte einer Kultur bedingten Naturauslegung gelesen werden müssen, die durch gesellschaftlich Machtverhältnisse geprägt sind. Am Beispiel der aktuellen Gehirnforschung gab sie einen anschaulichen Einblick in die Arbeitsweise der kritischen Geschlechterforschung in der Biologie, der zugleich dazu anregen sollte, selbst einen kritischen Blick auf naturwissenschaftliche Ergebnisse zu entwickeln und die in Umlauf befindlichen Forschungsergebnisse angemessen zu beurteilen.
Ein Mitschnitt des Vortrags kann als online angehört werden:Podcast "Kerstin Palm - Was kann die biologische Forschung über Geschlechterunterschiede aussagen?" (17.11.09, Marburg)
Kontakt
Anja Lieb, Eva Berendsen
Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung
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